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Teltow-Fläming Ein Herz für herrenlose Katzen
Lokales Teltow-Fläming Ein Herz für herrenlose Katzen
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00:29 22.11.2015
Gabriele Loster (l.) und Marion Ziegler-Kienöl vom Netzwerk Tierschutz in Jüterbog und Niedergörsdorf an einem selbst gebauten Schlaf- und Futterplatz für wilde Katzen. Quelle: Martina Burghardt
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Jüterbog

Lustige Katzenvideos, die weltweit auf der Beliebtheitsskala derzeit ganz weit oben stehen, hat das Netzwerk Tierschutz nicht zu bieten. Die freiwilligen Helfer, die sich in Jüterbog und Niedergörsdorf um wild lebende Katzen kümmern, könnten eher mit dem Gegenteil aufwarten, also mit Geschichten von kranken, gequälten und „überflüssigen“ Tieren, die von ihren Besitzern einfach irgendwo ausgesetzt werden.

Diejenigen, die sich der herrenlosen Katzen annehmen, haben nun ihre Kräfte noch einmal gebündelt. Aus dem Anfang des Jahres gegründeten Netzwerk Tierschutz, dem sich auch die Ordnungsämter der beiden Kommunen angeschlossen haben, ist ein Verein entstanden. Mit den Formalitäten dauert es zwar noch, aber das hält niemanden der Freiwilligen davon ab, sich zu engagieren. „Die Tiere brauchen jede Hilfe“, sagt die Vorsitzende Manulita Renke. „Als Verein haben wir bessere Möglichkeiten und ich bin sehr froh, dass es sich so entwickelt hat“, erklärt sie.

Gerade jetzt, kurz vor dem Winter, ist viel zu tun. Die elf Vereinsmitglieder haben selbst meist seit Jahren Erfahrungen darin, wie man Schlaf- und Futterplätze sichert, Tiere fängt, um sie behandeln und kastrieren zu lassen. Engagierte Helfer wie Gabriele Loster investieren selbst viel freie Zeit und Geld, trotzdem wird jede helfende Hand und jede Spende gebraucht. „Ich hatte seit März kein Wochenende frei“, sagt sie und meint „katzenfrei“. „Aber wenn man etwas erreichen will, ist das nötig.“ Für sie und die anderen Tierfreunde ist es immer wieder schmerzvoll mitzuerleben, wie zahme Katzen ausgesetzt werden, praktisch aus den Haushalten „rausgeschmissen“ werden. Auch wenn Menschen sich so ihrer Verantwortung entziehen, können die Tierschützer nicht einfach wegsehen. Sie kümmern sich außerdem um Pflegestellen für kastrierte Katzen, helfen den Fütterern, vermitteln herrenlose Tiere, suchen Sponsoren. Inzwischen gibt es eine Internetseite und einen Facebook-Account. „Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich mit uns für die Tiere zu engagieren“, heißt es dort. „Kein Mensch ist zu jung oder zu alt, um zu helfen.“

Info: www.nw-tierschutz.de

Von Martina Burghardt

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