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Ein Holzkorsett für das Mönchenkloster

Jüterbog Ein Holzkorsett für das Mönchenkloster

Das Heimatmuseum im Jüterboger Kulturquartier gerät immer mehr in Schieflage. Um das Schlimmste zu verhindern, wurde nun ein Stützkorsett errichtet. Die Sanierung beginnt im Jahr 2017.

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Der Blick von der Arbeitsbühne gibt Aufschluss über die beeindruckende Größe des hölzernen Stützkorsetts.

Quelle: Johannes Schmidt

Jüterbog. In Schieflage geraten ist die Giebelwand des Jüterboger Museums. Bereits vor knapp vier Jahren ließ das Bauamt Gipsplomben setzen, um Klarheit über die Bewegungen des Backsteinmauerwerks zu bekommen. Ein Gutachten, dass sowohl die Beschaffenheit des Baugrundes, als auch die Geometrie des Gebäudes unter die Lupe nahm, lieferte vor wenigen Monaten Gewissheit, dass das Gebäude gefährdet und Handlungsbedarf gegeben ist.

Am Montag haben Mitarbeiter der Oehnaland Holzverarbeitungsgesellschaft mbH damit begonnen, dem Giebel ein hölzernes Stützkorsett zu verpassen. Dieses dient nicht nur als Sicherung, falls der Giebel wider Erwarten plötzlich abreißen sollte, sondern vor allem als Schutzkonstruktion, wenn voraussichtlich im Frühjahr die Bauarbeiter mit der eigentlichen Sanierung beginnen.

Insgesamt 14 Kubikmeter Holz wurden für die vier senkrechten, und vier zur Abstützung dienenden Balken sowie die Querverbindungen verbaut, wie Oehnaland-Geschäftsführer Johannes Schmidt erläutert. „Inklusive der Verschraubungen beträgt das Gesamtgewicht der 14 Meter hohen aus Kiefern-Schichtholz bestehenden Konstruktion rund sieben Tonnen“, schätzt der Fachmann. Bevor die Stützen am Montag mit dem Kran aufgerichtet wurden, erfolgte zwei Wochen lang bereits in Oehna die Vorfertigung.

Um die Standsicherheit gerade wegen der unklaren Standhaftigkeit des Bodens zu gewährleisten, ruht das Gerüst auf wuchtigen Betonplatten, so dass sich die Last an den Auflagepunkten auf jeweils mehrere Quadratmeter verteilt.

Die mangelende Bodenfestigkeit ist wahrscheinlich auch die Ursache, warum der Giebel überhaupt aus den Fugen geraten konnte, schildert Bauamtsleiterin Kira Wenngatz das Ergebnis des Gutachtens. „Gegenwärtig sind wir dabei, die Sanierungsplanung zu erarbeiten. Dabei soll das Fundament unterfangen und dann der gesamte Giebel wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgezogen werden.“

Was die Maßnahme insgesamt kosten wird , kann im Moment noch niemand sagen. Bereits in diesem Jahr hat die Stadt deshalb vorsorglich den Jahreszuschuss für das Museum von rund 150 000 auf 277 000 Euro aufgestockt. Auch Mittel aus der Städtebauförderung kommen zum Einsatz.

Von Uwe Klemens

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