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Teltow-Fläming Ein Jäger setzt auf gesunde Ernährung mit Wild
Lokales Teltow-Fläming Ein Jäger setzt auf gesunde Ernährung mit Wild
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10:20 08.08.2016
Dirk-Henner Wellershoff (50) ist der neue Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg. Quelle: Andreas Staindl
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Schöbendorf

Die Liebe von Dirk-Henner Wellershoff (50) zur Jagd wurde frühzeitig entfacht. „Ich habe die Jagd von der Pieke auf gelernt, bin schon als Kind mitgegangen“, erzählt er. Mutter, Vater und Großvater waren Jäger – und Wellershoff steht seit kurzem als Präsident an der Spitze des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB). Wellershoff wohnt in Schöbendorf und Berlin und ist Mitglied im Vorstand der Jägerschaft Baruth, im Kreisjagdverband sowie im Jagdbeirat Teltow-Fläming.

Er engagiert sich schon seit längerem für seine Leidenschaft, seit 2012 saß er im Präsidium des LJVB. Der selbstständige Landwirt und Kaufmann der Immobilienwirtschaft ist verheiratet und hat zwei Kinder. Und er ist gern in der Natur, schätzt außerdem die Kameradschaft der Jäger und die Gemeinschaft. Die Jagd sei für ihn in erster Linie Freude, sagt er. „Nur während jedes siebten oder achten Ansitzes schieße ich Wild.“

Hintergrund

Der Landesjagdverband Brandenburg hat nach eigenen Angaben rund 10 000 Mitglieder. Sie sind in drei Kreisjagdverbänden und 29 Jagdverbänden organisiert. Er ist Mitglied im Deutschen Jagdverband.

Der Verband agiert als Natur- und Artenschutzverband. Er setzt sich dafür ein, die Jagd als Form der Naturnutzung und als Kulturgut zu erhalten. Außerdem bietet er Aus- und Weiterbildungskurse für Jäger an, fördert das Brauchtum in Verbindung mit der Jagd und sorgt für die Ausbildung von Jagdhunden.

Unter anderem organisiert der Landesjagdverband das Projekt „Lernort Natur“, mit dem in Kitas und Schulen gegen die Naturentfremdung gearbeitet werden soll.

Bis zu zwei Mal pro Woche geht er zur Jagd. Seine Frau zeigt Verständnis, ist selbst naturverbunden, seine Kinder sind oft mit dabei. Die ganze Familie isst begeistert Wildfleisch. „Gesunde Ernährung spielt für uns eine große Rolle“, sagt der Präsident des Landesjagdverbands. Die Jagd von Wildtieren ist für ihn eine „hochwertige Nutzung der Natur“, Wildfleisch sei biologisch. Er liebt es zudem mit anderen zu jagen, das Wild zu beobachten und schließlich zu überlisten. „Ich bin ein sehr aktiver Jäger und ständig in meinen Jagdrevieren.“

Reviere bei Schöbendorf und Byhleguhre

Dirk-Henner Wellershoff hegt und pflegt seine Reviere bei Schöbendorf und Byhleguhre (Dahme-Spreewald). Für ihn ist es wichtig neue Projekte anzuschieben. „Ich will Prozesse positiv beeinflussen.“ Der 50-Jährige ist in engem Kontakt mit der Politik. Sein Ziel: Die Jagd modernisieren und den heutigen Bedingungen anpassen. Das Verhindern von Wildschäden ist eines der Themen. „Wir stellen uns der Verantwortung“, sagt der Präsident und erzählt, dass er das Aktionsbündnis „Forum Natur“ in Brandenburg mit ins Leben gerufen hat. Landnutzer, Waldbesitzer, Bauern, Winzer und Gärtner beispielsweise, aber auch Jäger, Reiter und Fischer haben sich dort zusammengeschlossen. Ziel ist es, die unterschiedlichen Interessengruppen zusammenzuführen.

Förderung der Jagdhornbläser und des Nachwuchses

Neben der Zusammenarbeit mit der Politik und den Behörden hat Wellershoff natürlich auch einen Sinn für die praktischen Aspekte, etwa die Arbeit mit den Hunden. Er ist selbst Hundeführer, will Traditionen bewahren, auch die Jagdhornbläser weiter fördern, und sich um den Nachwuchs kümmern. „Wir haben reichlich Jägernachwuchs. Mehr als 400 junge Jäger legen jährlich ihre Jagdprüfung im Land Brandenburg ab.“

80 Prozent aller Jäger landesweit sind ihm zufolge im Landesjagdverband organisiert. 9500 Mitglieder zähle der Verband. „Frauen sind derzeit allerdings unterrepräsentiert.“ Dirk-Henner Wellershoff steht vorerst für vier Jahre an der Spitze des Landesjagdverband Brandenburgs.

Von Andreas Staindl

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