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Teltow-Fläming Ein Kinderzimmer neben der guten Stube
Lokales Teltow-Fläming Ein Kinderzimmer neben der guten Stube
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05:20 17.06.2016
Pflanzten einen Apfelbaum: Staatssekretärin Ines Jesse, zwei Profi-Gärtner, Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, Sozialdezernentin Kirsten Gurske und Einrichtungsleiter Frank Matzke (v.l.). Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Jetzt gibt es einen Anlaufpunkt für Kinder, die wegen familiärer Krisen in Obhut genommen werden müssen. Seit dem 3. Mai kümmern sich Sozialpädagogen und Erzieher um Jugendliche bis 17 Jahre, die zu ihrem Schutz vorübergehend, für länger oder gar immer aus ihrem familiären Umfeld herausgenommen werden müssen. Haag 5 heißt die Adresse in Luckenwalde, nicht weit weg von der Kreisverwaltung und somit nahe des Jugendamtes, das die gefährdeten Kinder in die Obhut der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher (GFB) übergibt, die das Krisen- und Notzentrum betreibt.

Hintergrund

Das Gebäude Haag 5 ist ein Einzeldenkmal, das im Jahr 1884 erbaut wurde. Der Um- und Ausbau einschließlich Außenanlagen wurden aus dem Programm Stadtumbau Ost gefördert.

1,9 Millionen Euro kostete die Maßnahme, die vom Bund, vom Land und von der Stadt finanziert wurden. Der Anteil der Stadt liegt bei zehn Prozent.

164 Millionen Euro hat die Stadt seit 1991 aus verschiedenen Förderprogrammen für Städtebau eingeworben.

Zur dessen offiziellen Eröffnung wurde am Donnerstag ein Apfelbaum im Innenhof des Hauses gepflanzt. Dabei packten neben Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) und Teltow-Flämings Beigeordneten und Sozialdezernentin Kirsten Gurske (Linke) auch die neue Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ines Jesse (SPD), kräftig an.

Ines Jesse, bis vor kurzem noch Sozialdezernentin der Stadt Falkensee, würdigte in ihrer neuen Funktion die Sanierung des lange leerstehenden Hauses und lobte die Stadtverwaltung, der es in den vergangenen Jahren gut gelungen sei, verschiedene Förderprogramme zu bündeln und somit die Lebensverhältnisse deutlich verbessert habe.

Erinnerungen an ruinöses Haus

Elisabeth Herzog-von der Heide erinnerte sich noch gut an das ruinöse Wohnhaus mit seinem vernachlässigten Hinterhof und leerstehenden Pferdestall, an dem die Nuthe als Rinnsal vorbeifloss. Sie bezeichnete es als „ein gelungenes Stück Stadtreparatur“, was hier dank Nuthepark und Haussanierung passiert ist. Acht Jahre habe es gedauert von dem Entscheid des Städtebauwettbewerbs zugunsten des Architektenbüros Lehmann und Lieschke aus Zossen für seine stimmige Gestaltungsidee. „Aber was sind schon acht Jahre in der 800-jährigen Geschichte unserer Stadt?“, so die Bürgermeisterin. Sie freue sich, neben der guten Stube Boulevard und Nuthepark nun in bester Lage auch ein Kinderzimmer eingerichtet zu haben.

Kirsten Gurske freute sich, dass man den gefährdeten Kindern hier nun Sicherheit und Geborgenheit bieten könne.

Bei aller Freude über den „wundervollen Bau“ bedauerte Einrichtungsleiter Frank Matzke, dass man wegen des Fachkräftemangels bisher nur die halbe Belegschaft zusammen habe und das Haus nur zur Hälfte belegen könne.

Eigentlich ist es für zwölf Plätze und zwei Notbetten ausgelegt. Derzeit werden dort sieben Kinder betreut auf sechs Plätzen und einem Notbett.

Von Hartmut F. Reck

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