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Teltow-Fläming Ein Königreich für Papp-Schnee
Lokales Teltow-Fläming Ein Königreich für Papp-Schnee
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00:33 21.01.2016
Fertig ist er: Die MAZ-Reporter Melanie Höhn und Martin Küper mit dem fertigen Schneemann. Er istv gelungen, trotz Pulverschnee. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Dahmeland-Fläming

18. Januar, da war doch was... Richtig, der Welttag des Schneemanns! Wie gut, dass der Kollege morgens noch mal aus dem Fenster geschaut hat. Die Initiatoren scheinen das Datum mit Bedacht gewählt zu haben. Herrlicher Sonnenschein, klare Luft bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und im Schlosspark von Königs Wusterhausen bedecken zehn Zentimeter Neuschnee den Rasen. Also nichts wie raus und dem Tag unsere Aufwartung machen!

Kinderträume von mannshohen Klops-Kerlen mit Kohlenaugen und Rübennasen steigen in uns auf. Die Technik zu ihrem Bau ist so präsent wie eh und je, das Wissen der Hände hat sich scheinbar mühelos über die Jahrzehnte gerettet: Zunächst einen herkömmlichen Schneeball formen, wie er für jeden Lehrerrücken und jeden vorbeifahrenden Lastwagen taugt. Dann dem Wurfimpuls widerstehen und die Kugel stattdessen über den Schnee rollen, bis sie – mindestens – das Doppelte des eigenen Armumfangs misst. Eine Technik, so simpel und effizient, dass man ein ganzes System nach ihr benannt hat.

Aber die Ernüchterung folgt prompt. Wir hätten es wissen können, Welttag des Schneemanns, aber weit und breit kein Schneemann zu sehen. Wir müssen keine Eskimo-Sprache lernen, um das Problem beim Namen zu nennen: Pulverschnee. Ideal für vielleicht für Schnee-Engel, romantische Weihnachtskomödien wären ohne ihn undenkbar. Aber es ist nun mal der Tag des Schneemanns und nicht der Tag der romantischen Weihnachtskomödie. Frust droht, genauso gut könnten wir versuchen, eine Kugel aus Zucker zu formen, weiß, raffiniert. Ein Königreich für ein bisschen Schlunz-Schnee, fluche ich leise vor mich hin, wenigstens pappig oder feucht. Aber wann hat jammern je geholfen? Also nachdenken, was würde das Kind ins uns tun?

Zwei unterschiedliche Lösungsansätze kristallisieren sich heraus: Unter den Handschuhen der Kollegin wächst die Basis kegelförmig vom Boden aus in die Höhe, ähnlich wie eine Sandburg. Die Kugelform lässt sich später zurecht modellieren. Für den Torso dagegen halte ich mich an die traditionelle Technik, aber mit Handschuhen komme ich der rieseligen Substanz nicht bei. Der Pulverschnee gleitet einfach ab an der faustgroßen Kugel und muss bei jeder Drehung festgedrückt werden. Nach einigen Minuten sind die Finger taub, das Glück des nachlassenden Schmerzes setzt ein – und tatsächlich, die Kugel beginnt zu wachsen. Der Durchbruch gelingt, als ich die Kugel kurz in Wasser tauche: Der zartweiße Schneeball saugt sich voll, verändert augenblicklich die Farbe und verdichtet zu einer massiven, bläulich schimmernden Eiskugel. Das Wasser saugt den Pulverschnee förmlich an. Jetzt heißt es, eine ruhige Kugel schieben und zusehen, wie aus dem Schrumpfkopf langsam aber stetig das Haupt eines stolzen Schneemanns heranwächst.

Nach eineinhalb Stunden schließlich steht das Kerlchen, hüfthoch nur, aber immerhin. Kastanienaugen, Rübennase, Mund und Hemdknöpfe aus Kieseln sind jetzt auch keine Herausforderung mehr. Zum Abschied wünschen wir ein langes Leben und wissen doch: Der nächste Rowdy kommt bestimmt, und wenn sein Name Frühling ist.

Von Martin Küper

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