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Teltow-Fläming Ein Mann, eine Kamera und tonnenweise Beton
Lokales Teltow-Fläming Ein Mann, eine Kamera und tonnenweise Beton
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04:20 09.06.2016
So kennt man Roland Hübner: Mit seiner Kamera hält er die Bauarbeiten am Rangsdorfer Tunnel fest. Quelle: Christian Zielke
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Dahlewitz

Wie sah es im Frühjahr 2015 am Bahnhof in Dahlewitz aus? Roland Hübner kennt die Antwort wahrscheinlich sehr genau. Der 63-Jährige hält den Bau des Tunnels mit der Kamera fest.

Hunderte Fotos haben sich auf seinem Computer mittlerweile angesammelt. Roland Hübner besitzt ein gut sortiertes Fotoarchiv das den Wandel des Dahlewitzer Ortskerns zeigt – eine Metamorphose von einem alten Vorortbahnhof zum modernen Haltepunkt. Die Bahnschranken, die jahrzehntelang den Verkehr auf der Bahnhofstraße ausbremsten sind bald nur noch Relikte und Erinnerungen einer alten Zeit.

Erste Fotos zeigen Bahnhofsabriss

Roland Hübner aus Dahlewitz hat den Bau des Dahlewitzer Tunnels mit der Kamera dokumentiert, hier der Abriss des Bahnhofs. Quelle: Roland Hübner

Die ersten Fotos, die Roland Hübner geschossen hat, zeigen, wie ein Bagger das alte Bahnhofsgebäude in Schutt legt. Dort hat er früher manchmal seine Fahrkarten gekauft. Und wenn der Schankenwärter eingeschlafen war, ging auf der Straße nichts mehr. „Man musste hupen, damit er wieder aufwacht und die Schranken hochkurbelt“, erinnert er sich. Auf den neuesten Aufnahmen ist bereits der Tunnel in seinem heutigen Zustand zu erkennen. Anfangs sei er mindestens einmal in der Woche auf der Baustelle gewesen, mittlerweile sind seine Besuche seltener geworden. „Man sieht nicht mehr so viele Veränderungen“, sagt der 63-Jährige. Seit einigen Monaten tut sich nach außen hin wenig, obwohl ständig Arbeiter vor Ort sind.

Roland Hübner aus Dahlewitz hat den Bau des Dahlewitzer Tunnels mit der Kamera dokumentiert. Quelle: Roland Hübner

Vor gut einem Jahr befanden sich die Bauarbeiten auf ihrem Höhepunkt. Mitte Mai 2015 wurde der Tunnel unter die Gleise geschoben. 1900 Tonnen Beton glitten auf Schienen an ihren endgültigen Standort. „Da kam ich leider zu spät“, erinnert sich Roland Hübner. Ein Großteil der Arbeiten war in der Nacht und in den frühen Morgenstunden geschehen. Hübner blieb nur das Foto von den fast fertigen Arbeiten.

Technik fasziniert

„Mich fasziniert die Technik, mit der gearbeitet wird“, sagt er, „außerdem möchte ich wissen, was in meinem Ort passiert.“ Jahrzehntelang war der gelernte Industrieelektroniker in ganz Deutschland unterwegs. Seit einem Monat ist er im Ruhestand und lernt seinen Wohnort, in der seit 40 Jahren lebt endlich richtig kennen. Fotografiert hat er schon immer gerne – früher vor allem im Urlaub oder wenn ihn die Arbeit in eine fremde Stadt verschlug.

Anfangs habe er noch hin und wieder mit den Bauarbeitern gesprochen. „Mittlerweile sind die ganz schön zugeknöpft“, sagt er. Manchmal gibt es auch Gemecker, wenn Roland Hübner für das perfekte Motiv die Absperrungen und Schilder ignoriert. Wie er den Tunnel findet? „Grundsätzlich ist es richtig, weil man mit dem Auto schneller vorankommt“, sagt er. Für Fußgänger und die Gechäfte im Ort werde es wahrscheinlich schwieriger werden. Was er eines Tages mit den Bildern anfangen wird, weiß Roland Hübner noch nicht. „Vielleicht mache ich ein Album daraus.“

Von Christian Zielke

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