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Ein Museum des Tourismus

Souvenir-Sammler aus Blankensee Ein Museum des Tourismus

Klaus Hänel aus Blankensee hat vor zehn Jahren in Zauchwitz sein Museum „Reisekugel“ eingerichtet. Dort zeigt er alles rund um den Tourismus früher und heute. Zum Kreiserntefest Potsdam-Mittelmark am 19. und 20. September wird der Fundus präsentiert.

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Ein Blick in die „Reisekugel“: Wanderstöcke, Souvenirs, Reiseliteratur und viele Kleinigkeiten.

Quelle: Gertraud Behrendt

Blankensee. Seit Jahren setzt sich Klaus Hänel für den Tourismus auf dem Land ein. Und für die bessere Verbindung zwischen Trebbin und Beelitz. Hänel wohnt in Blankensee im Kreis Teltow-Fläming und hat sein Reise-Museum im Kreis Potsdam-Mittelmark. Schon 2009 hat er für die Reisekulturmeile Beelitz­–Trebbin geworben, 2007 ist er mit Heiko Engel für das Projekt „PPNV – Privater Personennahverkehr“ ausgezeichnet worden (die MAZ berichtete).

Die Ehrung kann er in sein Museum „Reisekugel“ hängen, in das er jetzt einlädt. Seit 2006 gibt es jedes Jahr ein thematisches Museumsfest. 2014 war

Klaus Hänel

Klaus Hänel

Quelle: Gertraud Behrendt

es „Kultur-Landschaft Nuthe-Nieplitz“. 2015 heißt es „Land-Kultur, Beethoven bis Pflug“. Da geht es auch um das „Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande“, wie Beethoven komponierte. Der Museumsmacher verweist auf Märchen, Gedichte und Gemälde, die auf dem Land entstanden. „Das Land ist die Basis von fast allem Tourismus. Seine Flüsse, Seen und Wälder sind von großer Anziehungskraft“, sagt Hänel, der seinen Erstwohnsitz zwar in der Hauptstadt hat, aber das Selbstbewusstsein der Dorfbewohner fördern will: „Was wären die Großstädter, wenn die Landleute sie nicht beliefern würden?“

Doch so ernst soll es nicht werden, wenn Hänel seine „Reisekugel“ zum Kreiserntefest Potsdam-Mittelmark öffnet. Dann geht es auch um die Reisen großer Leute auf den kleinen Wegen übers Land. Wer war in Jahrhunderten alles unterwegs nach Berlin? Was war alles für eine Reise zu bedenken: Stock, Koffer und Hut – später Kameras, um all die Eindrücke festzuhalten und den Zuhausegebliebenen zeigen zu können, welche traumhaften Orte es zu bereisen gilt.

All das ist in dem kleinen Museum zu entdecken. Eine Übersicht über die einzelnen Abteilungen hängt gleich am Eingang. Wer indes völlig humorfrei ist, dem wird vom Besuch abgeraten oder wenigstens davon, seine Reisewürdigkeit am Tourometer überprüfen zu lassen. Vorsicht bei heißem Wetter oder heißen Händen! Beides beeinflusst das Ergebnis stark; das Jahresreise-Budget könnte dann schnell ausgeschöpft sein.

Wer sich an Souvenirs erfreut, wird ebenso fündig wie Gäste, die gern Reiseführer lesen und miteinander vergleichen. Da hätten Forscher viel zu tun. „Über Tourismus reden alle, aber ein Reisemuseum hab nur ich“, sagt Hänel selbstbewusst und zeigt ein Album. In dem hat ein Reisender alles notiert; auch der Preis fürs Essen war ihm wichtig. Wissenschaftler könnten sich auch an der Entwicklung des Spiels „Kultiplany“ beteiligen, bei dem es ums Wohlbefinden in der Kulturlandschaft Nuthe-Nieplitz geht. Für die Region haben sich Künstler besondere Holz-Klappbücher ausgedacht. Auch die sind zu bestaunen.

Zum zehnjährigen Bestehen der „Reisekugel“ im Jahr 2016 soll „Eine Reise um den Tisch“ unternommen werden. Zuvor kann das Museum beim Erntefest am 19. und 20. September besucht werden. Im Museumseintrittspreis ist schon mal ein Getränk inbegriffen.

Von Gertraud Behrendt

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