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Teltow-Fläming Ein Ort strebt europäische Ehren an
Lokales Teltow-Fläming Ein Ort strebt europäische Ehren an
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00:17 17.11.2015
Als die Jury im Landeswettbewerb im Juli Hohenseefeld besuchte, wurde ein Zollhaus errichtet – symbolisch für die frühere Grenze von Preußen zu Sachsen. Quelle: Martina Burghardt
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Nach der erfolgreichen Teilnahme am Dorferneuerungswettbewerb des Landes Brandenburg könnte Hohenseefeld nun nach dem Europäischen Dorferneuerungspreis streben. Bürgermeister David Kaluza (parteilos) kündigte dies in der jüngsten Gemeindevertretersitzung an – die Dorfgemeinschaft war zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht befragt worden.

Hohenseefeld hatte den jüngsten Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen und war darauf schon sehr stolz. Dass es vor wenigen Wochen beim Landeswettbewerb der dritte Platz werden würde, hatten wohl die wenigsten zu hoffen gewagt. David Kaluza zollte dafür der Ortsvorsteherin und den zahlreichen engagierten Hohenseefeldern noch einmal Respekt und Anerkennung. „Ich habe immer gesagt, wir nehmen nicht teil, um zu gewinnen“, sagte er in der Gemeindevertretersitzung, „aber kurz vor der Entscheidung war es trotzdem sehr aufregend.“

Der Sieger und der Zweitplatzierte des Landeswettbewerbes nehmen am Bundeswettbewerb teil. Aus dem Land kam nun das Signal, dass sich der Drittplatzierte, also Hohenseefeld am europäischen Wettbewerb beteiligt. Kosten, so meinte David Kaluza, würden auf die Gemeinde nicht zukommen, dafür allerdings einiges an Aufwand. Die Gemeindevertretung sprach sich schon einmal vorsorglich für eine Teilnahme an dem europäischen Wettbewerb aus.

„Der Motor ist noch warm“, sagte Sandra Klimaschewski, Ortsvorsteherin und Gemeindevertreterin, über die aktuelle Stimmung. Auf den Vorbereitungen für den Kreis- und Landeswettbewerb könne man aufbauen. Vom Kreis und vom Landwirtschaftsministerium sei Unterstützung signalisiert worden, hieß es. Nun muss die Dorfgemeinschaft entscheiden, ob sie das Land Brandenburg beim europäischen Wettbewerb vertreten und den Aufwand dafür betreiben will. Aber noch gab es keine Gelegenheit für ein Treffen, um darüber zu sprechen. Wie die Entscheidung auch ausfalle, „wir sind eine tolle Dorfgemeinschaft, ein tolles Team“, versichert Sandra Klimaschewski. Das Preisgeld aus dem Landeswettbewerb in Höhe von 3000 Euro soll in den Umbau des einstigen polytechnischen Zentrums zum Dorfgemeinschaftshaus gesteckt werden.

Hintergrund

Im 12. Jahrhundert entstand Hohenseefeld. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1368. Er gehörte viele Jahrhunderte zur Stadt Dahme.

In direkter Nachbarschaft liegt Niederseefeld. Die beiden Dörfer fusionierten am 1. Juli 1950.

Seit dem 1. August 2002 ist Hohenseefeld ein Ortsteil der Gemeinde Niederer Fläming (damals noch ein Amt), die insgesamt 23 Dörfer umfasst.

Mit 400 Einwohnern ist Hohenseefeld, direkt an der B102 gelegen, mit Abstand der größte Ortsteil.

Der Europäische Dorferneuerungspreis wird seit 1990 im Zweijahresrhythmus vergeben. Träger des Wettbewerbs ist die Europäische Arbeitsgemeinschaft Landentwicklung und Dorferneuerung Wien. Neben dem „Europäischen Dorferneuerungspreis“ werden auch Auszeichnungen für „Herausragende ganzheitliche Entwicklungsprojekte“ und für „Besondere Leistungen in mehreren oder einzelnen Teilbereichen der Dorferneuerung“ vergeben. Wiesenburg war 2010 die erste Brandenburger Gemeinde, die bei einem bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Gold erreichen konnte.

Von Martina Burghardt

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