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Teltow-Fläming Ein Schulprojekt mit Nachwirkung
Lokales Teltow-Fläming Ein Schulprojekt mit Nachwirkung
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00:31 02.10.2015
Nicht viel Platz. Jedem Flüchtling stehen eigentlich sechs Quadratmeter an Wohnfläche in Notunterkünften zu. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Ein sechs Quadratmeter großes Viereck klebt mitten im Klassenraum auf dem Fußboden. Der mit Klettband abgetrennte Bereich kennzeichnet die Fläche, die jedem Flüchtling beziehungsweise Asylbewerber in einer Notunterkunft zusteht. Oder zumindest zustehen sollte. Ob das bei den derzeitigen Unterbringungsschwierigkeiten überhaupt einzuhalten ist, ist eine andere Frage. Aber auch so sind sechs Quadratmeter nicht viel, auch wenn Gemeinschaftsräume wie Küche, WC oder Aufenthaltsraum nicht eingerechnet werden.

Aber das ist nur eins von vielen Ausstellungsstücken, das die Elftklässler des Friedrich-Gymnasiums in Luckenwalde als Ergebnis ihrer Projektwoche in ihren Klassenräumen präsentieren. Dabei ging es um Migration im Allgemeinen und um die aktuelle Flüchtlingssituation im Besonderen. Das Projekt sollte Flüchtlinge und Schüler zusammenbringen und die Schüler für die Bedürfnisse und Probleme von Flüchtlingen sensibilisieren.

Das scheint gelungen zu sein. Jedenfalls betonte Schulleiter Michael Kohl bei der Präsentation der Ergebnisse, dass das Projekt im nächsten Jahr fortgesetzt beziehungsweise wiederholt werden soll. „Es ist schön, dass so viele externe Partner mitgemacht haben“, sagte Kohl, „um den Schülern den Blick zu öffnen über die Schule hinaus.“ Dies war zum Beispiel Florian Schwabe von den Falken Brandenburg. Diese gemeinnützigen Jugendorganisation betreibt in Luckenwalde den Klab. Dort kümmert man sich intensiv um Flüchtlingskinder. Und dort hatte eine Arbeitsgruppe aktiv bei der Freizeitgestaltung mitgemacht, eine eigene Torwand gebastelt, die Kinder beim Spielen und in die Fläming-Therme begleitet. Die Schüler können sich durchaus vorstellen, dort auch in Zukunft nachmittags mitzuhelfen.

Eine andere Arbeitsgruppe hatte die Gelegenheit, im Übergangswohnheim Forststraße Interviews mit Flüchtlingen unterschiedlicher Herkunft zu führen. Sie befragten sie zu den Gründen ihrer Flucht. Anschließend zeichneten sie die Fluchtwege auf selbstgestalteten Landkarten ein und schilderten die oft traumatischen Erlebnisse der Befragten. Dabei lernten sie, dass Migranten Menschen wie sie selber sind, die dieselben Träume und Erwartungen an das Leben haben.

Andere Schüler befragten Menschen auf der Straße und listeten danach negative wie positive Vorurteile gegenüber Flüchtlingen auf.

Eine weitere Gruppe übte sich darin, Methoden des Deutschunterrichts für Ausländer zu entwickeln. Dabei mussten die Schüler erst einmal über ihre eigenen Spracherfahrungen nachdenken. Das Ergebnis: „Wir denken, dass sich der Sprachunterricht am Alltagsgeschehen orientieren sollte wie beim Einkaufen oder bei Behördenbesuchen“, meinten Sarah Hebisch und Annalena Bäke. Auch sie überlegen, den Flüchtlingen beim Spracherwerb zu helfen und sie in solchen Alltagssituationen zu begleiten.

Von Hartmut F. Reck

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