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Teltow-Fläming Ein Sozialarbeiter an jeder Grundschule
Lokales Teltow-Fläming Ein Sozialarbeiter an jeder Grundschule
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00:37 27.06.2015
Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) hat Varianten für die Schulsozialarbeit an Grundschulen vorgestellt. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Ob und wann Grundschulen im Kreis Teltow-Fläming Schulsozialarbeiter erhalten, ist wieder ungewiss. Zwar hatte der Jugendhilfeausschuss beschlossen, an allen staatlichen Grundschulen ab dem kommenden Schuljahr je eine halbe Sozialarbeiterstelle einzurichten – finanziert je zur Hälfte vom Kreis und von der Kommune.

Allerdings galt dies nur für Schulstandorte, an denen es bisher noch keine Sozialarbeiter gibt. Genau dies ist nun der Knackpunkt. Die Städte und Gemeinden, die bisher schon aus eigener Kraft Sozialarbeiter an ihren Schulen einsetzten, halten dies für ungerecht. Sie fühlten sich dadurch benachteiligt und für ihr bisheriges Engagement bestraft.

Für eine flächendeckende Versorgung fehlt dem Landkreis aber das Geld, zumal er sich in der Haushaltssicherung befindet und es sich hierbei um eine freiwillige soziale Leistung handelt.

Darum hat die Kreisverwaltung drei Lösungsvarianten erarbeitet, die Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) am Montagabend im Haushalts- und Finanzausschuss vorstellte. Ausgenommen sind dabei die Grundschulen in den Gemeinden Am Mellensee und Niedergörsdorf, weil die eine sich nicht daran finanziell beteiligen will beziehungsweise kann und die andere den Bedarf bereits durch andere Angebote abgedeckt sieht.

Der erste Vorschlag ist ein Verteilungsmodell, wonach der Stellenbedarf nach dem nachgewiesenen Bedarf an Sozialarbeit berechnet wird. Berechnungsfaktoren sind dabei die Schülerzahlen, der Anteil ausländischer Schüler und die Anzahl der Empfänger von Sozial- beziehungsweise Erziehungshilfe. Nach dieser Reihenfolge könnten an 18 Schulen mit hohen Schülerzahlen oder in sozialen Brennpunkten Stellenanteile für Sozialarbeit eingerichtet werden. Nach dieser Berechnung stünden der Friedrich-Ebert-Grundschule in Luckenwalde, der Kleeblatt-Grundschule in Ludwigsfelde und der Grundschule Rangsdorf je eine ganze Sozialarbeiterstelle zu.

Die zweite Variante wäre, dass diejenigen Kommunen, die ihre Sozialarbeiterstellen bisher allein finanziert haben, dies vorläufig weiter tun und schrittweise eine Förderung über die noch zu erwartenden Landeszuweisungen bekommen.

Variante Drei wäre eine flächendeckende Versorgung bei einem höheren kommunalen Kostenanteil.

Eine weitere Variante wird in der Informationsvorlage auch noch genannt, wonach eine Unterstützung der Kommunen durch den Kreis gar nicht umgesetzt wird. Das sei aber die „denkbar schlechteste Lösung“, heißt es.

Von Hartmut F. Reck

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