Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Ein Sozialarbeiter an jeder Grundschule

Teltow-Fläming: Streit um Finanzierung Ein Sozialarbeiter an jeder Grundschule

Alle Grundschulen im Kreis Teltow-Fläming sollen Schulsozialarbeiter erhalten. Doch wann das umgesetzt werden kann, ist ungewiss. Der Kreis will je eine halbe Stelle dort finanzieren, wo noch kein Betreuer tätig ist. Das aber finden diejenigen Kommunen ungerecht, die schon Schulsozialarbeiter aus eigener Tasche bezahlen.

Voriger Artikel
Jüterboger Musikschüler seit Jahren dabei
Nächster Artikel
Flugzeug auf dem Weg nach Oehna abgestürzt

Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) hat Varianten für die Schulsozialarbeit an Grundschulen vorgestellt.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Ob und wann Grundschulen im Kreis Teltow-Fläming Schulsozialarbeiter erhalten, ist wieder ungewiss. Zwar hatte der Jugendhilfeausschuss beschlossen, an allen staatlichen Grundschulen ab dem kommenden Schuljahr je eine halbe Sozialarbeiterstelle einzurichten – finanziert je zur Hälfte vom Kreis und von der Kommune.

Allerdings galt dies nur für Schulstandorte, an denen es bisher noch keine Sozialarbeiter gibt. Genau dies ist nun der Knackpunkt. Die Städte und Gemeinden, die bisher schon aus eigener Kraft Sozialarbeiter an ihren Schulen einsetzten, halten dies für ungerecht. Sie fühlten sich dadurch benachteiligt und für ihr bisheriges Engagement bestraft.

Für eine flächendeckende Versorgung fehlt dem Landkreis aber das Geld, zumal er sich in der Haushaltssicherung befindet und es sich hierbei um eine freiwillige soziale Leistung handelt.

Darum hat die Kreisverwaltung drei Lösungsvarianten erarbeitet, die Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) am Montagabend im Haushalts- und Finanzausschuss vorstellte. Ausgenommen sind dabei die Grundschulen in den Gemeinden Am Mellensee und Niedergörsdorf, weil die eine sich nicht daran finanziell beteiligen will beziehungsweise kann und die andere den Bedarf bereits durch andere Angebote abgedeckt sieht.

Der erste Vorschlag ist ein Verteilungsmodell, wonach der Stellenbedarf nach dem nachgewiesenen Bedarf an Sozialarbeit berechnet wird. Berechnungsfaktoren sind dabei die Schülerzahlen, der Anteil ausländischer Schüler und die Anzahl der Empfänger von Sozial- beziehungsweise Erziehungshilfe. Nach dieser Reihenfolge könnten an 18 Schulen mit hohen Schülerzahlen oder in sozialen Brennpunkten Stellenanteile für Sozialarbeit eingerichtet werden. Nach dieser Berechnung stünden der Friedrich-Ebert-Grundschule in Luckenwalde, der Kleeblatt-Grundschule in Ludwigsfelde und der Grundschule Rangsdorf je eine ganze Sozialarbeiterstelle zu.

Die zweite Variante wäre, dass diejenigen Kommunen, die ihre Sozialarbeiterstellen bisher allein finanziert haben, dies vorläufig weiter tun und schrittweise eine Förderung über die noch zu erwartenden Landeszuweisungen bekommen.

Variante Drei wäre eine flächendeckende Versorgung bei einem höheren kommunalen Kostenanteil.

Eine weitere Variante wird in der Informationsvorlage auch noch genannt, wonach eine Unterstützung der Kommunen durch den Kreis gar nicht umgesetzt wird. Das sei aber die „denkbar schlechteste Lösung“, heißt es.

Von Hartmut F. Reck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg