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Ein Ständchen für die Jubiläumsstadt

Luckenwalde Ein Ständchen für die Jubiläumsstadt

Bevor am Sonntag die große Carmina Burana im Stadttheater erklingt, wird es eine Uraufführung gegen. Der polnische Musiker und Dirigent Karol Borsuk hat eine Kantate zum Luckenwalder Stadtjubiläum komponiert. Für den Vortrag hat er einen guten alten Freund aus Luckenwalde gefunden.

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Komponist Karol Borsuk

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Normalerweise werden Zugaben am Ende eines Konzertes gegeben. Wie das beim Carmina-Burana-Konzert an diesem Sonntag im Luckenwalder Stadttheater mit dem Johannis-Chor und der Kösliner Philharmonie (Filharmonia Koszalinska) sein wird, kann man nicht voraussagen. Verraten kann man aber schon mal, dass es vor diesem Konzert eine zusätzliche musikalische Darbietung geben wird.

Brentanos „Abendständchen“ vertont

Karol Borzuk, polnischer Komponist, Violinist, Chorleiter und Dirigent, hat zum 800. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung Luckenwaldes der Stadt eine Art Geburtstagsständchen komponiert und dieses gemeinsam mit dem polnischen Orchester aus Köslin aufführen. Borzuk war es auch, auf dessen Vermittlung der Kontakt zwischen dem Johannis-Chor und der Kösliner Philharmonie zustande kam.

Borzuk hat für das Geburtstagsständchen den Text des „Abendständchens“ von Clemens Brentano („Hör ’, es klagt die Flöte wieder, / Und die kühlen Brunnen rauschen . . .“) vertont. Diese Poesie wecke bei ihm einfach Heimatgefühle, sagt Borsuk, der daraus ein etwa fünfminütige Solokantate komponiert hat für ein Sopran-Solo und einen Rezitator.

Komponist Karol Borsuk (r) und Schauspieler  Rolf Danzmann

Komponist Karol Borsuk (r.) und Schauspieler Rolf Danzmann.

Quelle: Hartmut F. Reck

Und dieser Rezitator wird der gelernte Schauspieler, freiberufliche Kabarettist Rolf Danzmann sein, den Borsuk nicht nur wegen dessen sonorer Stimme schätzt. Beide haben sich vor 20 Jahren kennengelernt. Danzmann war damals im Luckenwalder Kulturamt für die Organisation und den Spielplan des Stadttheaters zuständig, als Borzuk mit einem anderen Orchester und einem anderen Chor die Carmina Burana im Stadttheater aufführte. Beide haben den Kontakt zueinander aufrecht erhalten und gepflegt und traten auch schon im Berliner Schauspielhaus gemeinsam auf.

Nach der Uraufführung kommt die Carmina Burana

„Wir hatten damals schon die Idee, ein Klassik-Open-Air-Konzert auf dem Luckenwalder Marktplatz zu veranstalten“, erinnert sich Borzuk. Das habe sich aber nicht verwirklichen lassen, bedauern beide. „Das ergab sich erst zur 800-Jahr-Feier, was wirklich toll war“, freut sich Danzmann.

Nach der Uraufführung des Luckenwalder Geburtstagsständchens an diesem Sonntag wird – so ist es jedenfalls geplant – die Bürgermeisterin eine kurze Rede halten. Dann wird Karol Borsuk nochmals die Kösliner Philharmoniker dirigieren, die sich dann mit Mozarts Sinfonie in g-Moll warmspielen bevor Chorleiterin Hanna-Maria Hüttner für die Carmina Burana den Taktstock übernimmt und ihren Johannis-Chor, das Kösliner Philharmonieorchester sowie die Gastsänger und Solisten dirigiert.

Termin: 13. November ab 17 Uhr im Stadttheater Luckenwalde; Karten gibt es noch an der Abendkasse.

Von Hartmut F. Reck

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