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Ein Wettbewerb ohne Verlierer

Thyrow Ein Wettbewerb ohne Verlierer

Wer an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnimmt, kann gar nicht verlieren, sondern nur gewinnen, ob mit oder ohne offiziellen Preis. Das ist die einhellige Meinung der Organisatoren wie auch der bisherigen Teilnehmer. Gestern fand die Auftaktveranstaltung zum 10. Landeswettbewerb in Vorbereitung des 26. Bundeswettbewerbs in Thyrow statt.

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Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (r., CDU) begrüßte die Gäste aus dem gesamten Land Brandenburg in der Thyrower Kulturscheune.

Quelle: Hartmut F. Reck

Thyrow. „Bei diesem Wettbewerb gibt es keine Verlierer, sondern nur Sieger“, sagte gestern Brandenburgs Minister für Ländliche Entwicklung, Jörg Vogelsänger (SPD) in Thyrow. Damit wollte er nicht nur den anwesenden Vertretern der brandenburgischen Landkreise und Gemeinden „ein Stückchen Mut machen“, sondern auch die Dörfer des Landes auffordern, am 10. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilzunehmen. Dabei gehe es weniger darum, einen Preis einzuheimsen, sondern neue Projekte zu entwickeln und Perspektiven zu gewinnen.

Gutes Beispiel: Thyrow

Dass dies durchaus gelingen kann, dafür ist Thyrow ein Beispiel beziehungsweise „kein unbeschriebenes Blatt“, wie Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) bei der Begrüßung der Gäste in der Kulturscheune sagte. Schließlich gelang es dem Trebbiner Ortsteil, 2002 Kreissieger zu werden, 2003 zu den Landessiegern zu gehören, 2004 eine Bronzemedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, wie er damals noch hieß, zu ergattern und schließlich sogar einen Sonderpreis beim europäischen Dorfwettbewerb zu erhalten. Was das an konkreten Verbesserungen im Dorfbild gebracht hat, das konnten sich gestern Nachmittag die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung zur nächsten Runde im Dorfwettbewerb bei einer Führung durch den Ort anschauen.

Erstmal Dörfer zur Teilnahme gewinnen

Doch vorher ging es in Referaten, Erfahrungsberichten und Gesprächsrunden darum, wie man sich am besten auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Erste Voraussetzung dafür ist, überhaupt Dörfer zu finden, die an diesem Wettbewerb teilnehmen. „Es ist nicht leicht, Dörfer zu gewinnen“, räumte Harald Hoppe, Referatsleiter im Landwirtschaftsministerium ein. Deshalb sei es wichtig, die Menschen gezielt anzusprechen.

Brandenburgs Dörfer brauchen sich nicht zu verstecken

Brandenburg und seine Dörfer könnten sich sehen lassen, sagte Hoppe, sie bräuchten sich im nationalen und internationalen Vergleich nicht zu verstecken, aber es gehe darum, zu überlegen, „wie es noch besser geht, das Leben auf dem Land noch besser zu gestalten“. Dazu gehöre, „allen klarzumachen, dass es sich lohnt, an diesem Wettbewerb teilzunehmen“, so Hoppe, weil dadurch neue Projekte und Ideen in den Dörfern angestoßen würden, die über den Wettbewerb hinaus Bestand haben.

Erfahrungen im Landkreis Teltow-Fläming

„Die Dörfer sind ganz besonders schön dort, wo die Menschen Verantwortung übernehmen“, sagte Teltow-Flämings Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Sie berichtete, wie man im Landkreis den Wettbewerb vorbereitet und die Vorauswahl auf Kreisebene trifft. Dazu gehört nicht nur eine Kreisbewertungskommission, sondern man lobt als zusätzlichen Anreiz Sonderwettbewerbe aus wie für bürgerschaftliches Engagement und den Erhalt historisch wertvoller Gebäude. Am Ende hätten alle etwas davon, egal, ob man einen Preis gewinnt oder nicht – getreu dem Motto „Man muss nicht siegen, um zu gewinnen“, sagte die Landrätin.

Hohenseefelds Ortsvorsteherin Sandra Klimaschewski berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Dorfwettbewerb

Hohenseefelds Ortsvorsteherin Sandra Klimaschewski berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Dorfwettbewerb

Quelle: Hartmut F. Reck

Das bestätigte Hohenseefelds Ortsvorsteherin Sandra Klimaschewski, deren Dorf 2014 den Wettbewerb auf Kreisebene gewonnen hatte und Platz 3 im Landeswettbewerb 2016 errang: „Wir hatten vorher gar kein Leitbild, jetzt profitieren wir von unserer Teilnahme.“ In Hohenseefeld hatte alles mit einem erfolgreich durchgeführten Kreiserntefest begonnen. „Wir waren motiviert, kamen regelmäßig in Dorfgemeinschaftstreffen zusammen, versicherten uns der Unterstützung des Kreises und der Nachbardörfer“, berichtete sie. Viele Aktionen wurden ins Leben gerufen wie Trödelmarkt, der Spielplatz gestaltet und der Friedhof verschönert. Dadurch – und das sei der größte Gewinn – sei die Dorfgemeinschaft näher zusammengerückt.

Von Hartmut F. Reck

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