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Teltow-Fläming Ein Willkommensgruß
Lokales Teltow-Fläming Ein Willkommensgruß
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00:29 26.11.2015
Bürgermeister Andreas Igel (SPD, l.) überreicht ein Bild vom „Ludwig“. Quelle: Krischan Orth
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Ludwigsfelde

Wer nach Ludwigsfelde zieht, wird vom Bürgermeister per Handschlag begrüßt. Das ist seit 2009 so. Allein am Sonnabend versammelten sich deshalb rund 100 Zugezogene im Ludwigsfelder Klubhaus zum „Neubürgerempfang“. Bürgermeister Andreas Igel (SPD) gab ihnen die besten Wünsche auf den Weg sowie ein kleines Bild des „Ludwig“, dem Wahrzeichen der Stadt.

„Heimat ist nicht nur ein Ort, sondern ein Gefühl“, sagte Igel in seiner Ansprache an das Auditorium. Besonders wichtig sei ihm die Integration der Ortsteile. Auch ermunterte er die Neubürger, sich im gesellschaftlichen Leben zu engagieren.

Zu den Zugezogenen gehört Familie Sobeck aus Großbeeren. Deren kleine Tochter hat den Eltern etwas voraus: Sie ist echte Ludwigsfelderin, vor 17 Wochen kam sie in der Stadt auf die Welt.

Bei Heiko Wrucks hat sich der Lebensmittelpunkt immer mehr nach Ludwigsfelde verlagert. Er ist einer von denen, die schon eine Vergangenheit in der Stadt haben. Wruck hatte einst im IFA Werk gelernt, zog später nach Berlin. Jetzt kommt er wieder zurück. „Als ich zuletzt in Klubhaus war, hingen hier noch sozialistische Losungen an der Wand“, erinnert er sich.

Auch Lieselotte Dietl kennt Ludwigsfelde von früher, sie erinnert sich sogar noch an die Zeit, bevor das Klubhaus gebaut wurde. „Hier standen noch überall die Baracken“ , erzählt die 93-Jährige, und meint das frühere Frauenaußenlager des KZ Ravensbrück. Auch Lieselotte Dietl ist jetzt wieder neu in der Stadt. Nachdem sie 58 Jahre in Ludwigsfelde gelebt hatte, war sie 2013 nach Saarmund in ein Altersheim gezogen. Das Heimweh war aber zu groß. Jetzt wohnt sie wieder in Ludwigsfelde. Mit ihrem Rollator ist sie oft in ihrer Lieblingsstadt unterwegs.

Lieselotte Dietl ist Zeitzeugin vieler Meilensteine der Stadt, wie der Grundsteinlegung des Rathauses. Im damals neuen Klubhaus hat sie einen Nähkurs mit aufgebaut. Aus dem ausgebombten Berlin war sie ins Umland gezogen, erst nach Luckenwalde, wo sie in einer Großgärtnerei arbeitete. Dann bekam ihr Mann 1955 eine Stelle im Autowerk. Als ihnen eine Wohnung in der Goethestraße angeboten wurde, fiel es ihr leicht, nach Ludwigsfelde zu ziehen.

Kurioserweise lernte sie da auch schon den Mann kennen, der ihr jetzt zur Wiederkehr die Hand schüttelte. „Der kleine Igel hat damals bei uns im Haus gewohnt“, erinnert sie sich. Jetzt ist er ihr Bürgermeister.

Von Krischan Orth

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