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Teltow-Fläming Ein edler Blickfang aus Holz und Glas
Lokales Teltow-Fläming Ein edler Blickfang aus Holz und Glas
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00:16 07.03.2017
Ein echter Hingucker. Das selbstgebaute Teehaus steht auf dem Grundstück der Familie Kieburg in Kolzenburg. Quelle: Margrit Hahn
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Kolzenburg

René Kieburg wollte in seinem Garten schon immer etwas Besonderes haben. Mit dem selbst gebauten Teehaus schaffte er sich jetzt einen edlen Blickfang auf seinem Grundstück in Kolzenburg.

Garten nach japanischem Vorbild

Nach der Silberhochzeitsreise im Jahr 2013, die ihn und seine Frau Gabriele nach Japan führte, überlegten sie sich, ihren Garten nach japanischem Vorbild mit Koi-Teich, japanischem Kirschbaum und japanischer Kamelie umzugestalten. Als der 52-Jährige zufällig an große Glasscheiben kam, die eigentlich entsorgt werden sollten, entschloss er sich, ein Teehaus zu bauen. „Das Schwierigste war das Dach“, sagt René Kieburg. Ein Dachdecker gab ihm Tipps, wie er es geschwungen bekommt. Während der gesamten Bauphase lagen Zettel neben seinem Bett und immer, wenn ihm nachts etwas einfiel, wurde es notiert. „Die statische Berechnung war am schwierigsten. Da hat mir echt der Kopf geraucht“, stellt er im Nachhinein fest. Sieben Festmeter Holz stecken in dieser Konstruktion. Hinzu kommen Schalungsbretter und Pfeiler. Das Häuschen wurde so gebaut, dass die Sonne im Sommer nicht auf die Scheiben scheint. Außerdem schwebt es anscheinend – es steht 20 Zentimeter über dem Erdboden und wird von fünf Pfeilern getragen. Um alle Teile vorzubereiten, nahm sich der Kolzenburger Urlaub. Hilfe bekam er vor allem von Schwiegersohn Christian Kieburg, von seiner Frau und seiner Tochter Jessica. Die mussten ran, wenn Scheiben eingesetzt und mehr als vier Hände gebraucht wurden oder wenn Holz gestrichen werden musste. Schwierig wurde es vor allem bei den letzten Scheiben, die von oben reingeschoben wurden. Aber auch die Dacharbeiten hatten es in sich. Allein Schindeln, Klebebahn und Holz wiegen zusammen mehr als eine Tonne.

Mit seinem Hund Hachi vor dem Teehaus in Kolzenburg. Quelle: Margrit Hahn

„Das ist ein reines Familienprojekt“, sagt René Kieburg, der stolz ist, dass der Bau nun nach anderthalb Jahren abgeschlossen ist. Gern sitzt er mit der Familie im Teehaus, das über einen Innenraum von 4,20 mal 4,20 Meter verfügt. Damit es auch im Winter warm ist, hat der Familienvater und Opa von zwei Enkelkindern einen gusseisernen Kaminofen besorgt.

Haus ist ein Eigenbau

Die Kolzenburger Nachbarn waren erst davon ausgegangen, dass es sich um einen fertigen Bausatz handelt, bis ihnen René Kieburg erklärte, dass das Haus ein Eigenbau ist und alles aus Einzelteilen besteht, die er verbaut hat. Inzwischen kamen auch schon Berliner, die von dem Teehäuschen begeistert sind und nachfragten, ob René Kieburg ihnen ein ähnliches bauen würde. Doch daraus wird nichts – zum einen ist René Kieburg berufstätig und zum anderen hat er schon wieder jede Menge neuer Ideen. Er will aus Naturstämmen ein Blockhaus bauen. „Da wiegt ein Stamm dann 600 Kilogramm, Da wird nicht mehr mit Handarbeit. Da bin ich auf Technik angewiesen“, sagt er. Die Planung für das Blockhaus hat er im Kopf bereits fertig, aber erstmal wird das Teehaus eingeweiht. Doch bevor er mit dem zweiten Bau beginnen kann, muss ein alter Schuppen abgerissen werden.

Schwiegersohn Christian Kieburg hat auch fürs nächste Projekt seine Unterstützung zugesagt. „Das ist wieder was anderes und man lernt immer dazu“, sagt er. Dafür hat René Kieburg versprochen für die Enkelkinder Lea-Marie und Amelie auf dem Grundstück nebenan ein Baumhaus zu bauen. „Ich denke, dass wird eines der geringsten Probleme“, fügt Kieburg hinzu.

Von Margrit Hahn

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