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Ein halbes Jahrhundert Kita „Spielkiste“

Blönsdorf Ein halbes Jahrhundert Kita „Spielkiste“

Ein alter Kindergarten – eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Schließlich sind dessen Besucher oft noch nicht einmal im Vorschulalter. Die Kita „Spielkiste“ in Blönsdorf (Teltow-Fläming) wird 50 Jahre alt. Der Kindergarten blickt auf eine lange Tradition zurück. Das große Jubiläumsfest steigt am 2. Juli.

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Kita Spielkiste in Blönsdorf, Außenansicht

Quelle: Josefine Sack

Blönsdorf. Noch eine Woche, dann ist es soweit: Am Sonnabend, 2. Juli, feiert die Kita „Spielkiste“ in Blönsdorf ihren 50. Geburtstag. 50 Jahre – so alt sind mittlerweile schon die ersten Großeltern der Kinder, die heute den Kindergarten besuchen.

Die Kitaleiterinnen von früher bis heute (vlnr)

Die Kitaleiterinnen von früher bis heute (v.l.n.r.): Elke Riehn, Monika Hagedorn, Bärbel Teichmann und Daniela Maetzing.

Quelle: Josefine Sack

Der längliche Flachbau gegenüber der Thomas-Müntzer-Grundschule in der Ortsmitte eröffnete am 24. Juli 1966. Die Geschichte des Kindergartens reicht jedoch weiter zurück. Ein Blick in die Chronik des Niedergörsdorfer Ortsteils verrät, dass der erste Kindergarten in Blönsdorf bereits am 1. September 1943 seine Pforten öffnete.

Aus dem Programm:

Die 50-Jahr-Feier der Kita Spielkiste beginnt am Sonnabend, 2. Juli, um 14.30 Uhr, auf dem Platz neben der Kita, Am Kindergarten, Blönsdorf.

14.45 Uhr – Begrüßung

15 Uhr – Auftritt der Kinder

16 Uhr – Mitmachzirkus für Jung und Alt

17 Uhr – Hip-Hop-Show

18 Uhr – Theaterstück der Eltern

19 Uhr – Vorführung der Gruppe „Schlagkraft“

19.30 Uhr – Luftballonsteigen

Auf dem Programm stehen Kita-Führungen, Kinderschminken, Kutsch- und Traktorfahrten, Ponyreiten und eine Hüpfburg. Es präsentieren sich die Jugendfeuerwehr, die Polizei und das Deutsche Rote Kreuz. Für das leibliche Wohl sorgt die Neumarkt Fleischerei.

Er befand sich damals an derselben Stelle der heutigen Kita, in einer Baracke auf dem Grundstück des Schmieds Kappert. Nach dem Krieg zog die Betreuungseinrichtung Anfang der 1950er-Jahre in die Dalichower Straße. Später wechselte der Kindergarten noch zweimal in ein anderes Gebäude im Ort, bevor er 1966 an seinen ursprünglichen Platz, etwa 150 Meter von der Dorfstraße entfernt, zurückkehrte.

 Historische Aufnahme von der Eröffnung der Kita im Jahr 1966

Historische Aufnahme von der Eröffnung der Kita im Jahr 1966.

Quelle: privat / Repro

Errichtet wurde die Kindertagesstätte im Zuge der Planungen für den Schulneubau. Der neue Kindergarten bot anfangs Platz für 75 Kinder. Wie heute kamen die Knirpse damals nicht nur aus Blönsdorf selbst, sondern auch aus den umliegenden Dörfern Mellnsdorf, Kurzlipsdorf und Dalichow.

Historische Aufnahme von der Eröffnung der Kita 1966

Historische Aufnahme von der Eröffnung der Kita 1966.

Quelle: privat / Repro

In den 1980er-Jahren drohte der Kindergarten mit mehr als 80 Kindern aus allen Nähten zu Platzen. 1986 wurde deshalb angebaut – in dem Erweiterungsbau befindet sich heute der Bewegungsraum. 2005 erhielt die Kita den Namen „Spielkiste“. Damals entstand auch das heutige Büro. Vor elf Jahren bot der Raum zusätzlichen Platz für die Hortkinder aus der benachbarten Grundschule. 2009 zogen die „Großen“ dann endgültig zurück ins Schulgebäude. Seitdem gehört die Spielkiste wieder ganz den Kleinen. Betreut werden hier aktuell 41 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Sechs Erzieherinnen und zwei Praktikantinnen kümmern sich um die Kinder.

Zu DDR-Zeiten gab es strikte Lehrpläne

Im vorigen Jahr löste Daniela Maetzing (42) die langjährige Kitaleiterin Bärbel Teichmann ab. Die 53-Jährige war seit 1981 Erzieherin in Blönsdorf. Seither hat sich viel verändert im Kitaalltag: „Wir sind eine richtige Bildungseinrichtung geworden“, sagt die wohl dienstälteste Erzieherin, Monika Baumann. Sie arbeitet seit 1976 in der Blönsdorfer Kita. Während sich die Erzieherinnen zu DDR-Zeiten an den strikten Plan des Ministeriums für Volksbildung halten mussten, können sie die Kinder heute mit individuellen Angeboten gezielt fördern: „Wir können heute viel kreativer sein“, sagt Monika Baumann.

Andere Lebensrealität als früher

Heute sei die Lebensrealität der Kinder eine andere, sagt Leiterin Maetzing. Demnach haben Kinder heute mit sämtlichen Medien – und mit Nachrichten, die nicht unbedingt für Kinderohren bestimmt sind – zu tun. „Früher waren sie behütet und abgeschirmt, da war es schon ein Ereignis, nach Jüterbog zu fahren“, so Maetzing. „Heute fliegen sie nach Mallorca und erzählen von Quallen“, ergänzt Baumann. Ob Meerestiere, Dorfgeschichte, gesunde Ernährung oder die spielerische Erforschung der sieben Sinne – für die Erzieherinnen kein Problem: Um ihre Schützlinge auf die große Welt außerhalb des Flämings vorzubereiten, arbeiten sie sich in jedes Thema ein.

Von Josefine Sack

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