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Ein würdiger Ort zum Sterben

Pläne für Hospiz in Luckenwalde Ein würdiger Ort zum Sterben

Das Deutsche Rote Kreuz stellt die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs für das in Luckenwalde geplante Hospiz aus. Neun Ingenieurbüros haben ihre Vorschläge für ein Hospiz mit zwölf Zimmern eingereicht. Eine Jury wählt den Favoriten aus.

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Professor Heinz Nagler leitete das Preisgericht und stellte die preisgekrönten Architektenentwürfe für das Hospiz vor.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Acht Stunden brauchte das Preisgericht, um den Sieger des Architektenwettbewerbs für das Hospizgebäude in Luckenwalde zu ermitteln. Am Donnerstagabend stellte der Kreisverband Fläming-Spreewald des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) als Auslober des Wettbewerbs die eingereichten neun Architektenentwürfe in seinem Haus des Ehrenamts in der Neuen Parkstraße aus. Professor Heinz Nagler aus Cottbus stellte sie als Leiter des achtköpfigen Preisgerichts dem Publikum vor. Er erläuterte anhand der drei Entwürfe, die von der Jury auf die ersten Plätze gewählt wurden, die Vorzüge und auch gelegentlich die Nachteile der eingereichten Planungen.

Etwa 50 Interessierte waren gekommen, um sich ein eigenes Bild zu machen. Erstaunlich ist, wie unterschiedlich die verschiedenen Architekturbüros an das Thema herangegangen sind. Dabei gab es strenge Vorgaben. Zum einen war es das Anliegen des ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes, der hier gemeinsam mit dem DRK ein stationäres Hospiz errichten will, dass es nicht irgendwo versteckt, sondern mitten in der Stadt stehen soll. Ein entsprechendes Grundstück wurde an der Ecke Kurze Straße/Bussestraße im Sanierungsgebiet Innenstadt gefunden. Das dort stehende und völlig heruntergekommene ehemalige Café Kaiser gegenüber der alten Steinschule ist inzwischen abgerissen worden.

Das Hospiz soll zwölf Patientenzimmer und zwei Gästezimmer beherbergen. Die Funktionsweise des Hospizes und die Ausgestaltung der Patientenzimmer wurden genau beschrieben. Es wurden hohe Ansprüche formuliert, um einen schönen und würdigen Ort zum Sterben zu gestalten. Denn das ist die Funktion eines Hospizes, der man sich sensibel annähern muss.

Das sei eine besonderer Herausforderung gewesen, sagten Christiane Märschenz und Matthias Bednasch vom Potsdamer Architektenbüro Elz, das den ersten Preis des Wettbewerbs gewonnen hat und dessen Entwurf auch baulich umgesetzt werden soll. „Wir haben vorher andere Hospize besucht und mit deren Bewohnern gesprochen“, berichtete Christiane Märschenz, die in Luckenwalde auch die Bauleitung übernehmen wird. „In der Form der Giebel und in der Größe der Fenster und ihrer Anordnung haben wir uns an der Umgebung orientiert“, sagte Matthias Bednasch.

Genau das schien das Preisgericht zu überzeugen, aber auch die „ausgesprochen gut durchdachte“ Ausnutzung des Tageslichts, wie Professor Nagler sagte. So gebe es keinen Raum ohne Blick nach draußen. Und selbst im Flur des Obergeschosses des zweistöckigen Gebäudes falle das Licht von oben hinein, freute sich der DRK-Kreisvorsitzende Harald-Albert Swik. Das Haus werde auffallen und sich trotzdem gut in die Umgebung einpassen. Schließlich müsse man hier nicht im Versteckten arbeiten.

Die große Hoffnung von DRK und Hospizdienst ist, dass die gegenüberliegende und leerstehende Steinschule ausgebaut werden kann für die Schule für Gesundheitsberufe, die jetzt noch im Krankenhaus untergebracht ist und dort aus allen Nähten platzt. Aber das sei noch Zukunftsmusik, sagte Swik. Jetzt sei man erst einmal froh darüber, dass es mit dem Hospiz losgehen kann.

Von Hartmut F. Reck

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