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Einbrecher stehlen Zossener Tafel-Tresor

Das war’s mit Weihnachten Einbrecher stehlen Zossener Tafel-Tresor

So etwas hat Ricardo Schewe in seinen fünf Jahren als Leiter der Zossener Tafel noch nicht erlebt. Unbekannte sind am Wochenende in das Gebäude eingebrochen – und nahmen gleich den ganzen Stahltresor mit. Darin befand sich eine Spardose, in der mühsam jeder Cent zusammengekratzt wird. Nun ist sie weg und die Weihnachtsfeier hin.

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Ricardo Schewe vor dem kleinen Schrank, aus dem der Stahltresor mit der Sparbüchse und dem Wechselgeld gestohlen wurden.

Quelle: Frank Pechhold

Zossen. Einbrecher haben die Zossener Tafel heimgesucht. Dort rissen sie in der Nacht zum Samstag im Büro von Tafel-Leiter Ricardo Schewe einen kleinen Schranktresor aus der Verankerung. In dem Safe befanden sich rund 30 Euro Wechselgeld und eine Sparbüchse der ehrenamtlichen Helfer mit rund 250  Euro.

Mühsam Erspartes ist nun weg

„Wie wenig Hirn muss man haben, um bei einer Tafel lohnende Geldwerte zu erwarten und dort einzubrechen?“, ärgert sich René Schröder vom Arbeitslosenverband Brandenburg. Der Verband ist Träger der Zossener Tafel. Schröder zufolge habe sich in dem Tresor eine kleine Spardose befunden. „In die stecken unsere 21  ehrenamtlichen Helfer ihr Klimpergeld.“ Tafelkunden stocken den Betrag mit ein paar Cent auf, weil sie das freiwillige Engagement zu schätzen wissen. Im Dezember wird die Sparbüchse geleert. „Das Geld ist für eine kleine gemeinsame Weihnachtsfeier bestimmt“, sagt Schröder. Alle Getränke bezahlen die meist vom Amt abhängigen Helfer selbst. „Diesmal wird es wohl nichts mit dem gemeinsamen Essen“, so Schröder. Das verursache bei ihm den meisten Groll.

Bis auf den Tresor fehlt nichts

Auch bei Ricardo Schewe sitzt der Frust tief. „Da hat jemand genau gewusst, wonach er sucht“, sagt der Tafel-Leiter. Bis auf den Tresor fehlt nichts. Weder Kaffee noch Essen wurden gestohlen, kein Schreibtisch oder Regal durchwühlt. „Die Diebe hatten es gezielt auf den Tresor und das darin vermutete Geld abgesehen.“

Der Einbruch muss sich zwischen Freitag, 16 Uhr, und Samstag, 9.50 Uhr, ereignet haben. „Als ich Samstag um zehn Uhr aufgeschlossen habe, sah ich, dass die Hof-Terrassentür offen stand“, so Schewe. In seinem Büro hatten der oder die unbekannten Täter einen kleinen Schrank aufgebrochen. Daraus wurde ein 35  Zentimeter breiter, mit Dübeln und vier Schrauben in der Schrankwand und dem dahinter gelegenen Mauerwerk befestigter Stahltresor gestohlen.

Tafel-Geld bereits bei der Bank

„Glücklicherweise habe ich das Tafel-Geld schon Freitag bei der Bank eingezahlt.“ Bei dem Geld handelt es sich um jenen Obolus, den die sozial bedürftigen Tafel-Kunden für günstige Lebensmittel oder in der Kleiderkammer nebenan erworbene, gut erhaltene Anziehsachen bezahlen.

Von Frank Pechhold

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