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Teltow-Fläming Eine Betonfläche mit Banks, Curbs und Co.
Lokales Teltow-Fläming Eine Betonfläche mit Banks, Curbs und Co.
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10:32 22.02.2018
So wie hier in Jüterbog sollen bald auch in der Gemeinde Niedergörsdorf die Skateboards und BMX-Räder rollen. Quelle: 72370946
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Altes Lager

Die Gemeinde Niedergörsdorf plant, in diesem Jahr einen Skatepark für Jugendliche im Ortsteil Altes Lager zu errichten. Grund dafür: Über die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) und Leader ergibt sich nun die Möglichkeit – gemessen an den Gesamtkosten von rund 100 000 Euro und einem Eigenanteil der Gemeinde von rund 25 000 Euro – das Projekt zu realisieren.

In der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend wurde nun beschlossen, Fördermittel zum Bau der Anlage zu beantragen. Das muss bis Mitte März passiert sein. Elf Gemeindevertreter stimmten dafür, vier enthielten sich der Stimme. Gegenstimmen gab es nicht. Zuvor war das Vorhaben Skatepark ausführlich vorgestellt und diskutiert worden.

Gemeinde spielt schon länger mit dem Gedanken

„Viele Städte und Gemeinden legen diese Parks an, weil man es so natürlich schafft, die Jugendlichen aus dem Straßenraum zu bekommen und man auch bestimmte Beschädigungen an Gebäuden oder Treppengeländern minimieren kann“, begründete Hauptamtsleiterin Andrea Schütze die Idee.

Seit etwa zwei Jahren beobachte die Gemeinde so etwas auch am Kulturzentrum „Das Haus“. Hier werden der barrierefreie Zugang sowie die Treppen des Haupteingangs zunehmend von BMX-Fahrern und Skateboardern genutzt. Um das zu vermeiden und den Jugendlichen eine breite Palette an Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zu bieten, spielte man in der Verwaltung bereits seit Längerem mit dem Gedanken, einen Skaterpark zu schaffen.

Die Hälfte der Jugendlichen kommt in Altes Lager

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort hat sich die Gemeinde für den Eichenweg in Altes Lager entschieden. Das sei allerdings nur ein Vorschlag und kein Muss.

Aus der Sicht der Gemeinde hat der Standort mehrere Vorteile. Demnach wohnen, laut Andrea Schütze, „fast 50 Prozent der Menschen im Alter von 10 bis 25 Jahren in Altes Lager“. Außerdem liegt der geplante Skatepark dort in unmittelbarer Nähe der Jugendeinrichtung „Jump“ und des generationsübergreifenden Spielplatzes.

Somit ständen die jungen Skateboarder nicht nur unter Beobachtung, sondern könnten ihre gelernten Tricks wie Drehungen und Sprünge auch gleich öffentlich präsentieren. Denn beim Straßensport geht es vor allem darum, sein Können zu zeigen und nicht an einem abgelegenen Ort für sich alleine zu üben.

Jugendliche sollen in die Gestaltung miteinbezogen werden

Mit einer Breite von zwölf Metern und einer Länge von 27 Metern soll der Platz aus Betonfertigteilen und Stahl entstehen. Dabei werden unterschiedliche Fahrniveaus berücksichtigt, Grünflächen ausgewiesen und besondere Elemente eingebaut. Darüber hinaus werden zwei Lichtpunkte gesetzt.

„Funktional gesehen besteht jeder Skatepark aus den gleichen Zutaten. Zum einen die Banks, das sind die Schrägen, Transitions als Übergänge, Curbs als Bordsteine und es gibt die Rails, das sind die Geländer“, erklärte Andrea Schütze. Eine erste Zeichnung, wie der Skaterpark aussehen könnte, gibt es bereits. Die Hauptamtsleiterin sagte aber auch, dass es sich lediglich um einen ersten Entwurf handele und fügte hinzu: „Wir haben einen gewissen Druck, die Fördermittel zu beantragen, aber es wird natürlich eine Absprache mit den jungen Leuten vor Ort geben, so dass sie sich an der Umsetzung der Maßnahme beteiligen können.“

Gemeindevertreter mit geteilter Meinung

Geteilte Meinungen gab es im Anschluss an die Präsentation unter den Gemeindevertretern. „Ich finde es gut, dass hier auch mal etwas für die Jugendlichen ab 15 aufwärts geboten wird“, äußerte sich Stefan Jurisch (SPD) dazu. Auch Klaus Pollmann (Linke) begrüßte die Idee als Ortsvorsteher von Altes Lager und sagte: „Mir wurde dieses Thema schon sehr häufig von Jugendlichen zugetragen.“

Jens Günther (Mehr Initiative für Niedergörsdorf) ist grundsätzlich für das neue Angebot, hat aber so seine Schwierigkeiten mit dem Standort. Er gab zu Bedenken, dass dort eventuell Probleme mit den Anwohnern entstehen könnten und die Beaufsichtigung durch den nur an zwei Tagen besetzten Jugendclub „Jump“ womöglich nicht dauerhaft gewährleistet sei.

Dazu erwiderte Andrea Schütze, dass noch gar nicht feststeht, dass es diese Fläche am Ende auch wirklich werde, man den Standort am Eichenweg aber schon mit Bedacht gewählt habe.

Von Isabelle Richter

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