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Teltow-Fläming Eine Scheune namens „Goldstaub“
Lokales Teltow-Fläming Eine Scheune namens „Goldstaub“
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00:32 05.09.2015
Die letzten Arbeiten vor der Scheune. Quelle: Hartmut F.Reck
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Baruth

Sie hat die Form einer herkömmlichen Scheune und wirkt modern zugleich. Die Weinbergscheune namens „Goldstaub“ auf dem Baruther Weinberg steht kurz vor ihrer Fertigstellung. Denn an diesem Sonnabend, dem 5. September, soll sie eröffnet werden. An diesem Tag findet das nunmehr 9. Baruther Weinbergfest statt, wie an jedem ersten Samstag im September in den vergangenen acht Jahren.

„Inzwischen ist auch der Prüfbericht des Statikers eingetroffen, sodass der Einweihung nichts mehr im Wege steht“, sagt Ragna Haseloff vom Verein I-Ku (Institut zur Entwicklung des ländlichen Kulturraums), der die Wiederbelebung der Baruther Weinbautradition initiiert hatte und inzwischen auf immerhin einem Hektar Wein anbaut. Rein biologisch, versteht sich, und vor allem ausschließlich ehrenamtlich. Diese Ehrenamtlichkeit nimmt bei der Landschaftsarchitektin aber durchaus zwei Stunden pro Tag in Anspruch – sei es auf dem Weinberg selbst, oder bei Verwaltungstätigkeiten am Schreibtisch.

Was dem Weinberg bisher noch fehlte, war eine Scheune, in der man verschiedene Materialien wie landwirtschaftliche Arbeitsgeräte und Werkzeug unterbringen kann. Das kann künftig alles im Keller der am Hang stehenden neuen Scheune gelagert werden, denn die Scheune selbst ist eigentlich viel zu schade dafür.

Denn oben gibt es einen schönen Aufenthaltsraum mit einer kleinen Küchenzeile und zwei Toiletten. Eine davon ist sogar behindertengerecht ausgebaut. Gefördert wurde die Baumaßnahme zu 75 Prozent aus Europa- und Landesmitteln. Ein Viertel wurde aus einem privat aufgebrachten Kredit finanziert.

Die vom Schöbendorfer Architekten Thomas Näther entworfene Scheune hat ein großes Panoramafenster. Es ist nach Süden und somit zum Weinberg hin ausgerichtet und lässt den Aufenthaltsraum hell erscheinen.

Das Projekt wurde von der EU gerfördert. Quelle: Hartmut F. Reck

Vor dem großen Fenster entsteht gerade noch eine Holzterrasse. Henrik-Sven Rosenthal von der Holzbaufirma Rosenthal in Luckenwalde und sein Mitarbeiter Ronny Kolberg sägten und schraubten am Dienstag am Unterbau. Sie versprechen, dass die Terrasse bis zum Wochenende fertig sein wird. Dann können schon einige Besucher des Weinbergfestes am Samstag darauf die schöne Aussicht genießen. „Die Weinberg-scheue wird künftig als unser Betriebssitz dienen“, sagt Hobby-Winzerin Ragna Haseloff. In dem Gebäude mit einer Grundfläche von 60 Quadratmetern können auch die Vereinssitzungen abgehalten werden. Vor allem soll es aber als Aufenthaltsraum für die ehrenamtlichen Weinbauern und Helfer dienen und für Weinverkostungen. Auch kann das Gebäude für Privat-Feiern gemietet werden.

Langsam muss sich der Betreiberverein Gedanken machen, wie er sein Produkt stärker vermarktet. Immerhin ist es ihm in diesem Jahr gelungen, 3200 Halbliterflaschen abfüllen zu lassen. Das ist sozusagen eine Rekordernte. Denn bisher waren die Erträge eher bescheiden. Nicht umsonst firmierte der Wein unter dem Namen „Baruther Goldstaub“. Da der 2014er Wein in ausreichender Menge gelesen wurde, konnten erstmals drei verschiedene Sorten abgefüllt werden: der Cuvée wie bisher, aber jetzt auch Solaris und Helios.

Da fällt die Auswahl schwer, doch der deutlich niedrigere Preis gegenüber den bisherigen Liebhaberpreisen ermöglicht es vielleicht auch, von jeder Sorte mindestens eine Flasche zu erwerben.

Das Fest beginnt am Sonnabend um 14 Uhr und wird bis gegen 19 Uhr dauern. Für Livemusik sorgt Erik Penny aus Berlin mit Gitarre und Gesang. Der Eintritt ist wie immer frei.

Von Hartmut F. Reck

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