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Teltow-Fläming Eine fahrbare Lokomotive für die Enkel
Lokales Teltow-Fläming Eine fahrbare Lokomotive für die Enkel
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00:24 07.06.2015
Aus zehn Quadratmetern Alu-Blech und 2000 Schrauben hat Werner Nitschke diese Lokomotive im Kleinformat gebaut. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Alexander (7 Jahre) und Christopher (2) können es kaum erwarten, dass sie das selbst gebastelte Vehikel ihres Opas Werner Nitschke als Spielzeug in Beschlag nehmen können. Der 71-jährige Luckenwalder hat eine Dampflok der ehemaligen Kleinbahnlinie Dahme-Luckenwalde im Maßstab 1:6 nahezu originalgetreu nachgebaut. Innerhalb von fünf Monaten hat er aus zehn Quadratmetern Aluminium-Blech und 2000 Schrauben in seinem Garten eine fahrbare Lokomotive im Kleinformat gezaubert. Lokführer sollen künftig seine Enkel sein. Betrieben wird das Fahrzeug mit einem eingebauten Fahrrad; für den zweijährigen Knirps wurde zusätzlich ein Kindersitz eingerichtet.

Der pure Eisenbahn-Freak ist Werner Nitschke nicht, ein passionierter Bastler aber schon. Unter seinen Fittichen entstanden schon Spiel-Brücken, Autos und jede Menge Holzschnitz-Arbeiten. „Die Idee mit der Lok ist schon alt“, berichtet Werner Nitschke, „ich wollte ursprünglich schon für meinen Sohn eine Lok bauen, das ist aus Zeitgründen damals nichts geworden.“ Als dann Enkel Alexander damit begann, im Keller eine Lok aus Pappe zu bauen, gab es für den Opa kein Halten mehr. Aus dem Internet besorgte er sich Material über die Original-Dampflok, die heute in Luckau steht. „Mit der Kleinbahn bin ich selbst noch gefahren, von der Dampf-Lokomotive war ich immer fasziniert“, berichtet der gebürtige Ließener. „Als Kinder und Jugendliche mussten wir öfter löschen helfen, weil die heiße Dampflok immer mal kleine Waldbrände verursacht hatte“, erinnert sich der Senior.

Den Hauptzylinder für sein Triebfahrzeug hat Werner Nitschke in einer Schlosserei an einer Rollbank gedreht, alle anderen Blechteile wurden per Hand zurecht geschnitten, gebogen und genietet. Die Räder entstanden aus umgearbeiteten Holzteilen, die Hebevorrichtung für die Lok auseinem alten Dreirad. Eine ausrangierte Bratpfanne dient als Bremskasten-Dekoration. Selbst zwölf echte Briketts wurden in die beiden Kohlekästen geladen. „Mit Liebe zum Detail“, schwärmt Nitschke und präsentiert stolz auch die standesgemäße Geräuschkulisse. Flugs wird ein MP-3-Player auf dem Dach in Gang gesetzt – schon hören die Nachbarn täuschend echtes Dampflok-Geschnaufe und Signaltöne. Nur eine Dampfwolke kommt noch nicht aus dem Schlot. „Da muss ich mir noch was einfallen lassen“, sagt der Tüftler. Ehefrau Edeltraud Nitschke war erst etwas skeptisch, verfolgte dann aber die Kreativität ihres Mannes mit wachsender Begeisterung. „Sie hat mir in Haus und Hof den Rücken frei gehalten, damit ich in Ruhe werkeln konnte“, berichtet Werner Nitschke.

Stolze drei Meter lang, 1,70 Meter hoch und 90 Zentimeter breit ist das Kunstwerk geworden, mit dem Werner Nitschke nicht nur seinen Enkeln, sondern auch sich selbst einen Traum erfüllt. Zuletzt hat er die Alu-Lok noch schwarz und rot lackiert. In wenigen Tagen wird sie nach Werder an der Havel bugsiert. „Dort haben die Enkel auf dem Hof 50 Meter Platz zum Fahren“, verrät Nitschke. Der Siebenjährige hatte schon fleißig beim Bauen geholfen, Schleif- und Sägearbeiten übernommen. „Die leuchtenden Augen der Kinder sind der schönste Lohn“, freut sich Werner Nitschke.

Von Elinor Wenke

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