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Eine lange Leitung für 25 000 Menschen

Erneuerung der Trinkwasserleitungen Eine lange Leitung für 25 000 Menschen

Zum ersten Mal bauen zwei Wasserverbände in der Region gemeinsam: Der Wasser- und Abwasserzweckverband Blankenfelde-Mahlow (WAZ) und der Abwasserzweckverband Region Ludwigsfelde (Warl) erneuern einen maroden Abschnitt einer Hauptversorgungsleitung vom Wasserwerk Groß Schulzendorf.

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Die Wasserverbandsvorsteher und Projektverantwortlichen beim Baustart zwischen Groß Schulzendorf und Jühnsdorf.

Groß Schulzendorf. Zum ersten Mal bauen zwei Wasserverbände in der Region gemeinsam: Der Wasser- und Abwasserzweckverband Blankenfelde-Mahlow (WAZ) und der Abwasserzweckverband Region Ludwigsfelde (Warl) erneuern einen maroden Abschnitt einer Hauptversorgungsleitung vom Wasserwerk Groß Schulzendorf nach Jühnsdorf. Damit wird die Trinkwasserversorgung für rund 25 000 Einwohner im Raum Blankenfelde-Mahlow gesichert.

Der WAZ betreibt in seinem Verbandsgebiet kein eigenes Wasserwerk. WAZ-Vorsteher Matthias Hein sprach beim Baustart am Freitag von einer „ganz wichtigen Geschichte in dieser Dimension für unseren ländlichen Bereich“. Auch die anderen Fachleute vor Ort meinten am Freitag: „Sowas kommt im Berufsleben einmal vor.“ Warl-Technikchef Ralf Napiwotzki hofft, dass die neue Leitung „wenigstens die nächsten 50 Jahre hält“. Ersetzt werden 1900 Meter dieser 600er Leitung – Rohre mit 60 Zentimetern Durchmesser. Teil für Teil hebt ein Bagger von einem Tieflader und legt die blauen Riesen parallel zum Verlauf der alten Leitung aufs Feld.

 

Die neuen Leitungen

Die neuen Leitungen

Quelle: Jutta Abromeit

Diese alte Leitung stammt aus DDR-Zeiten und ist aus Stahl. Vom Wasserwerk Groß Schulzendorf aus, das auf einer Anhöhe liegt, „fällt“ die Leitung in sehr flaches Gelände. Dort lag der Abschnitt, der jetzt erneuert wird, wegen des hohen Grundwasserstandes über Jahrzehnte permanent in feuchtem Boden. Mehrere Rohrbrüche und Korrosionsschäden ließen die Gefahr akut werden, dass es in diesem Teil weitere Schäden gibt.

Die Investition beläuft sich auf insgesamt 1,4 Millionen Euro. 900 000 davon bezahlt der WAZ für 1230 Meter Leitung auf seinem Gebiet; eine halbe Million Euro bezahlt der Warl für die anderen 670 Meter. Diese Leitung ist im Verbundsystem der gesamten Region südlich der Hauptstadt wichtig für die Trinkwasserversorgung von rund 50 000 Einwohnern, zwischen Jühnsdorf und Blankenfelde unterquert sie die Autobahn. „Wenn diese Trasse ausfallen würde, dann haben beide Verbände ein großes Problem“, sagte Napiwotzki. Deshalb darf es dazu nicht kommen, daher gebe es diese gemeinsame Investition.

Doch auch der Bau selbst ist nicht einfach. Der Erneuerungsabschnitt liegt im Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet Rangsdorfer Niederung. „Hier gibt es zum Verlegen solcher Leitungen schwierige Baugrundverhältnissen“, sagte Wolfgang Lohrisch, Projektleiter bei der Betriebsgesellschaft DNWAB. Er und die anderen Beteiligten hoffen, Ende September mit dem Verlegen aller neuen Teile fertig zu sein.

Von Jutta Abromeit

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