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Einen Glätte-Einsatz hatten die Straßenmeister schon

Winterdienst rund um Luckenwalde Einen Glätte-Einsatz hatten die Straßenmeister schon

Mit Salz und Magnesiumchlorid hat die Straßenmeisterei Luckenwalde sich für den Winter gerüstet. Bedarf herrscht für Leiter Guido Güthling vor allem bei jüngerem Personal. Bislang findet er noch externe Arbeitskräfte, die befristet auf Bereitschaft eingestellt werden und bei Bedarf morgens um 2 Uhr zum Einsatz fahren.

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Schlosser Dieter Wellsandt (v.) und Straßenmeister Eckhard Hirschka haben am Montag testweise einen Schneepflug angebracht.

Quelle: fotos: peter Degener (2)

Luckenwalde. Den ersten Winterdienst-Einsatz hat die Straßenmeisterei Luckenwalde des Landesbetriebs Straßenwesen bereits hinter sich. In der Nacht zum Sonntag holte Guido Güthling seine Mitarbeiter aus den Betten, damit sie die Bundes- und Landesstraßen zwischen Trebbin, Baruth, Niedergörsdorf und Niederer Fläming von überfrierender Nässe befreien. Ab 2 Uhr kann er die Kollegen anrufen, die dann um 3 Uhr auf dem Luckenwalder Betriebshof einsatzbereit wären.

Straßenmeisterei ist noch mit Mäh und Hackarbeiten beschäftigt

Bislang sind noch zwei Fahrzeuge damit beschäftigt, die Randstreifen und Hecken zu mähen, wie es derzeit an der Ortsumfahrung der B101 bei Jüterbog oder an der B246 in Trebbin geschieht. Ein drittes Team muss noch den letzten Windbruch der Straßenbäume nach den Stürmen „Xavier“ und „Herwart“ zerkleinern, damit der Bruch beim Mähen und später beim Schneepflügen kein Hindernis ist.

50 Einsatztage gab es letzten Winter, 40 davon wegen Glätte

Am Montagmorgen haben Schlosser Dieter Wellsandt und Straßenmeister Eckhard Hirschka das größte Fahrzeug der Flotte mit dem 3,2 Meter breiten Schneepflug ausgestattet und die Einsatzbereitschaft getestet. Güthling und seine 20 Mitarbeiter fühlen sich gut für den kommenden Winter gerüstet. Die Salzhalle mit Raum für 1000 Tonnen ist fast vollständig gefüllt. Zwei weitere Tonnen Magnesiumchlorid sind im Depot – „das wird bei Eisglätte beigemischt, weil die Fahrbahn damit schneller auftaut“, erläutert Güthling.

Im Notfall stehen ihm in diesem Jahr sechs externe Mitarbeiter zur Seite. Harte oder milde Winter gibt es für sein Team nicht. „Im Mittel haben wir 40 Einsatztage, im vergangenen Winter waren es 50 Tage, zehn davon wegen Schnee, der Rest wegen Glätte“, sagt Güthling.

Salzvorräte auf einem Streufahrzeug der Straßenmeisterei Luckenwalde

Salzvorräte auf einem Streufahrzeug der Straßenmeisterei Luckenwalde.

Quelle: Peter Degener

Der Kreis hat den Winterdienst an externe Firmen vergeben

Kreisstraßen gehören nicht zu seinem Aufgabengebiet. Dort ist der Winterdienst Sache der Kreisverwaltung, die diesen vollständig an Fremdfirmen vergeben hat. Laut Kreisverwaltung sind kurze Abaschnitte zwischen 11 und 30 Kilometer an sechs Firmen vergeben worden, sodass nach zwei Stunden die Kreisstraßen außerorts geräumt sein sollten.

Rad- und Schulwege werden „nach unseren Möglichkeiten geräumt“, teilt die Kreisverwaltung mit. Eine Pflicht zur Schulwegsicherung bestehe nicht. Gleiches gilt für die Fläming-Skate, die vom Kreis in Eigenregie nach Möglichkeit geräumt wird. Sollte es nach langer Zeit wieder zu stärkeren Schneefällen kommen, würde man auf Teilen der Fläming-Skate auch eine Loipe ziehe

Die Mitarbeiter werden immer älter

Doch ganz glücklich ist der Chef der Straßenmeisterei nicht. „Wir haben immer drängenderen Personalmangel und finden kaum Nachwuchs. Wir sind mit 62,3 Jahren im Schnitt die älteste Straßenmeisterei im Land“, sagt er. Selbst manche der extern beauftragten Arbeitskräfte, die von Oktober bis April in Bereitschaft sind, seien kurz vor dem Rentenalter.

Außerdem helfen in diesem Winter keine Fremdfirmen mehr. „Bis letzten Winter haben sich drei Firmen um wichtige Abschnitte an den Bundesstraßen gekümmert, aber wir mussten die alten Verträge neu ausschreiben und es hat sich in unserer Region gar kein Bieter mehr gefunden“, sagt Güthling.

Eine neue Ausschreibung für die Zeit ab Januar sei in Vorbereitung. Die Konsequenz für Güthlings Straßenmeisterei: „Wir haben mehr zu tun und mehr Verschleiß und es dauert eine halbe Stunde länger, bis alle unsere Straßen bearbeitet worden sind.“

Der Chef der Luckenwalder Straßenmeisterei Guido Güthling

Der Chef der Luckenwalder Straßenmeisterei Guido Güthling .

Quelle: Peter Degener

Güthling vertraut auf Information aus vier Wetter-Apps

Vier Wetter-Apps nutzt Güthling, der die meteorologischen Vorgänge, die zu Glätte und Schnee führen, mittlerweile gut kennt. „In der Nacht zu Dienstag gibt es Westwind, dazu drei Grad Celsius Lufttemperatur und 40 Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Das gibt nasse Fahrbahn, aber freie Fahrt“, fasst er zusammen. Sein Team musste deshalb in der vergangenen Nacht nicht mit einem nächtlichen Einsatz rechnen. Ab Samstag könnte es dagegen glatt werden, sagt er voraus.

Hier macht der Landesbetrieb den Winterdienst

Für 170 Kilometer Bundes- und 160 Landesstraßen ist die Straßenmeisterei Luckenwalde verantwortlich.

Die zwei Landesstraßen L 715 von Zellendorf bis Schlenzer und die L73 von Baruth bis Dobbrikow gehören neben den vier Bundesstraßen zu den wichtigsten Routen für den Verkehr und haben deshalb Priorität beim Räumen.

Mit allen sechs Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz dauert es etwa vier Stunden bis alle 330 Kilometer Straße in beiden Richtungen von Glätte oder Schnee beräumt sind.

Von Peter Degener

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