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Teltow-Fläming Eingerüstet zwischen Himmel und Erde
Lokales Teltow-Fläming Eingerüstet zwischen Himmel und Erde
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00:33 10.10.2015
Der eingerüstete Zossener Kirchturm aus der Vogelperspektive. Quelle: Frank Deubert/www.mima-luftaufnahmen.DE
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Zossen

Blau vernetzt hüllt das Baugerüst den Turm der Zossener Dreifaltigkeitskirche ein. Hinter dem Sichtschutz arbeiten sich Maurermeister Ingo Großklaus und seine Kollegen von der Berliner Firma „Schönebeck & Sohn“ beim Verputzen schadhafter Fassadenstellen vom Kreuz bis zu den Grundmauern vor.

„Vom Gerüst aus betrachtet sieht Zossen wirklich schön aus“, sagt Großklaus. Viel Zeit, um den Ausblick auf das waldgrün eingefasste Städtchen zu genießen, bleibt ihm nicht. Nur selten schweift sein Blick in die Ferne. Dazu ist zu viel zu tun.

Maurermeister Ingo Großklaus bessert Putzschäden an der Einfassung eines der vier Zifferblätter der Zossener Kirchturmuhr aus. Quelle: Frank Pechhold

Zwischen Himmel und Erde an dem denkmalgeschützten, 47 Meter hohen Turm zu arbeiten, das ist für Großklaus „eine sehr anspruchsvolle und umfängliche Arbeit“. Um zu erfahren, wo der Mörtel nicht mehr fest am Mauerwerk haftet, fährt er mit dem Hammerrücken über den Putz. Der Klang verrät ihm die Lage hohler, zu markierender, abzuschlagender und danach neu zu verputzenden Schwachstellen.

„Eigentlich hatten wir mit einer insgesamt 27 Quadratmeter großen hohlen Putzfläche gerechnet“, sagt Johannes Fromke, Vorsitzender des Bauausschusses im Gemeindekirchenrat. Aber nachdem Ingo Großklaus und seine Männer alles abgeklopft hatten, stand fest: 150 Quadratmeter Putz sind schadhaft. Das findet Fromke nicht lustig: „Leider kann man für den bei einer früheren Sanierung begangenen Baupfusch niemanden mehr zur Kasse bitten.“ Darum reichen die 2015 von der Kirchengemeinde veranschlagten 319 000 Euro nicht wie geplant aus, um Turm und Kirchenschiff zu sanieren. Also muss das Kirchenschiff warten, weil der Turm wichtiger ist.

Höher geht’s nicht. Bis zum Kreuz misst der Turm 47 Meter. Dort oben hat man bei gutem Wetter einen schönen Ausblick auf das Stadtgebiet. Quelle: Frank Pechhold

„Oben am Turm haben sich schon einige Schiefertafeln gelöst. Da muss der Dachdecker ran, ehe eine Tafel runterfällt und noch jemand zu Schaden kommt“, sagt Fromke. Er rechnet damit, dass es möglicherweise weitere böse Überraschungen gibt, die das Budget schmälern. Beispielsweise steht noch nicht fest, wie teuer die Aufarbeitung der vier Zifferblätter der Kirchturmuhr wird. „Die sehen zwar von außen noch ganz gut aus. Aber dahinter hat sich mächtig Rost festgesetzt“, sagt Fromke. Handwerker einer Fachfirma haben die Zifferblätter Montag ausgebaut um sie zu begutachten und den finanziellen und zeitlichen Sanierungsaufwand zu beziffern.

Bis die Zifferblätter wieder eingebaut werden, muss das Baugerüst mindestens stehen bleiben. „Wir sind mit der Sanierung schon einen Monat im Verzug“, sagt Johannes Fromke. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten bereits am 3. August beginnen. Aber erst Anfang September wurde damit begonnen, die Kirche einzurüsten. Zwei Wochen später machte sich Maurermeister Ingo Großklaus ans Werk. „Für die restlichen Putzarbeiten werden wir noch gut drei Wochen brauchen“, sagt Großklaus. „Nach uns kommen die Maler. Und dann wird abgerüstet.“

Von Frank Pechhold

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