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Teltow-Fläming Eingreifen, wenn die Stimmung hochkocht
Lokales Teltow-Fläming Eingreifen, wenn die Stimmung hochkocht
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01:05 20.01.2014
Die jungen Streitschlichter mit Elke Schmidt Quelle: Margrit Hahn
Stülpe

Die Idee hatte Elke Schmidt, die Jugendarbeiterin der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. „Ich habe festgestellt, dass die Kameradschaft immer mehr abnimmt und die Schüler nicht mehr so freundlich zueinander sind“, berichtet sie. Für mehr Toleranz setzt sich die Grundschule schon seit langem ein. Doch die Jugendarbeiterin wollte mehr. Deshalb sollten die Schüler in Fragebögen darüber mit entscheiden, ob es Streitschlichter an der Schule geben soll oder nicht. Sie wollten.
Wer Streitschlichter werden wollte, musste sich bewerben. „Infrage kamen erst mal nur die Fünft- und Sechsklässler“, sagt Elke Schmidt. Nach den Februarferien werden die Viertklässler mit eingebunden. Insgesamt neun Schüler erklärten sich bereit. Schulleiterin Birgit Hochmuth und Elke Schmidt sind berechtigt, Streitschlichter auszubilden und haben wochenlang mit den Schülern gearbeitet. 40 Stunden Freizeit haben die Hobbyjuristen von September bis Dezember investiert, um ein Zertifikat zu erhalten.
„Ich finde es ist eine schöne Sache, anderen zu helfen“, sagt Vivian Zabel, „ich will nicht, dass ein Streit in Gewalt ausartet. Meiner Ansicht nach hat sich schon einiges an der Schule getan.“ Die Elfjährige hat schon erlebt, wie sich die Gewaltspirale bei Mitschülern drehen kann. „Ich habe gelernt, an der Haltung der Streitenden, an ihrem Ausdruck und an ihren Augen zu erkennen, ob es noch Spaß oder schon ernst ist“, fügt sie hinzu. Sie soll beruhigen. Eine Lösung sollen die Streithähne selbst finden. Nur wenn sich der Schlichter nicht durchsetzen kann, sollen die Lehrer eingreifen.
Max Naused weiß, dass er neutral sein muss und für keinen Partei ergreifen darf. „Beide Parteien sollen ausreden können und ich muss ein guter Zuhörer sein“, sagt der Zehnjährige. „Man muss die Gefühle wiedergeben, damit der andere weiß, wie schlecht sich sein Gegenüber fühlt“, ergänzt Cassandra Heinze aus Gottow.
Die Streischlichter haben – nach einem Dienstplan – vor allem in den Pausen sowie an den Bushaltestellen zu tun. Um erkannt zu werden, tragen sie Signal-Westen. Sie müssen ihre Fälle auch protokollieren. Einmal in der Woche treffen sich die Schüler, um Fälle auszuwerten und über aktuelle Probleme zu sprechen. Wichtig dabei: Sie dürfen nichts weitererzählen. Derzeit soll eine neue Fragebogenaktion klären, ob sich dank der Streitschlichter das Klima an der Schule verbessert hat.

Von Margrit Hahn

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