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Teltow-Fläming „Einmal Prinz und Prinzessin sein“
Lokales Teltow-Fläming „Einmal Prinz und Prinzessin sein“
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09:23 28.01.2016
Vorher: Thomas und Yvonne Stugk in ihrem Kostüm.
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Jüterbog

Richtige Karnevalsgänger waren Thomas (41) und Yvonne (36) Stugk nie. Freunde vom Carneval Club Jüterbog (CCJ) überredeten den Bauunternehmer und die Tagesmutter dennoch, in diesem Jahr das Zepter zu übernehmen. Ein Gespräch über die närrische Zeit.


MAZ:
Herr und Frau Stugk, Sie sind in dieser Faschingssaison Prinz und Prinzessin von Jüterbog. Ist Verkleiden nicht etwas für Kinder?

Yvonne Stugk
: Wieso? Verkleiden kann doch witzig sein.

Thomas Stugk: Zugegeben, wir waren vorher nie so richtige Karnevalsgänger, aber man muss so etwas schon mal mitgemacht haben. Und ist einmal Prinz und Prinzessin sein nicht der Kindheitstraum vieler?

Yvonne Stugk: Genau! Und so haben wir eine schöne Erinnerung, wenn wir mal alt sind. Einmal das Jüterboger Prinzenpaar gewesen zu sein, ist doch toll.

Und was finden Sie am Fasching eigentlich so lustig?

Thomas Stugk: Sich als Prinz und Prinzessin vom Narrenvolk feiern zu lassen.

Yvonne Stugk: Die Sitzungen sind überraschend spaßig und die Partys wirklich gut.

Was hat der Fasching hier, wovon die Jecken in Mainz und Köln nur träumen können?

Thomas Stugk: Hier ist es so schön ruhig (lacht). Nein, im Ernst: Obwohl unsere Region keine Karnevalshochburg ist, fahren die Jüterboger ordentlich auf. Die Jecken vom CCJ sind da sehr engagiert.

Worauf freuen Sie sich in dieser Saison am meisten?

Yvonne Stugk: Auf den Rosenmontags-Besuch beim Ministerpräsidenten Dietmar Woidke.

Thomas Stugk: Ja, da fahren wir extra nach Potsdam. Ansonsten freue ich mich auf die vielen Veranstaltungen, die jetzt noch kommen.

Sie sind seit November als Prinzenpaar in der Region unterwegs. Bis Aschermittwoch stehen noch mehr als fünf Veranstaltungen in Ihrem Terminkalender. Wie lässt sich das mit dem Job vereinbaren?

Thomas Stugk: Mit wenig Schlaf und viel Kaffee – und trinkfest muss man natürlich sein (lacht). Zum Glück haben wir einen Chauffeur – Udo Pfau, der Präsident des CCJ höchstpersönlich.

Yvonne Stugk: Wir haben ja eine relativ kurze Saison erwischt. Am 10. Februar ist ja schon wieder alles vorbei. Ansonsten sind unsere Auftritte als Prinzenpaar meist abends. Frei nehmen mussten wir nur am 11.11. und am Rosenmontag.

Frau Stugk, wie trinkfest muss eine Prinzessin sein?

Yvonne Stugk: Ach, wenn ich nicht will, trinke ich nichts. Aber mit einem Gläschen Sekt feiert und tanzt es sich besser.

Apropos, wie steht’s denn mit dem Tanzen?

Thomas Stugk: Solange es ein Walzer ist, gut.

Yvonne Stugk: Stimmt, seit unserer Hochzeit ist Tanzen kein Problem. Notfalls eben Foxtrott oder die Annemarie-Polka, die kann jeder (lacht).

Läuft zum Fasching nicht eh die ganze Zeit Schunkelmusik, wie halten Sie das bloß aus?

Thomas Stugk: Mir tun immer die Hände weh vom Klatschen. Es läuft nicht nur Schlager, sondern auch moderne Musik.

Und wer von Ihnen hält die Büttenrede?

Yvonne Stugk: Richtige Büttenreden gibt’s hier nicht. Als Prinzenpaar müssen wir nur das Jeckenvolk begrüßen.

Thomas Stugk: Ein Glück, ich bin alles andere als ein spontaner Redner.

Frau Stugk, was macht eine Prinzessin, wenn der Karneval vorbei ist?

Yvonne Stugk: (lacht) Die Beine hochlegen!


Von Josefine Sack

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