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Einsatz für Menschen mit Behinderung

Verein Lebenshilfe ist 25 Jahre alt Einsatz für Menschen mit Behinderung

Seit 25 Jahren besteht der Verein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung in der Region Jüterbog/Luckenwalde. Auf dem Erlebnishof Werder wurde das Jubiläum gefeiert. Die Vereinsmitglieder und deren Familien verbrachten mit den hilfebedürftigen Angehörigen einen schönen Tag.

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Die Kremserfahrt war ein Höhpunkt des Festes.

Quelle: Martina Burghardt

Werder. Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – der Vereinsname sagt bereits, worum es den 55 Mitgliedern geht. „Unser Ziel ist es, dass jeder geistig behinderte Mensch so selbstständig wie möglich leben kann und dass ihm so viel Schutz und Hilfe zuteil wird, wie er für sich braucht“, erklärt Silvia Tietze, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, der sein 25-jähriges Bestehen am vergangenen Wochenende auf dem Erlebnishof Werder gefeiert hat. Dort kamen die Vereinsmitglieder und deren Familien zusammen, um gemeinsam mit den hilfebedürftigen Angehörigen einen schönen Tag zu verbringen. Kremserfahrten und ein Kulturprogramm sorgten dabei für Kurzweil und gute Unterhaltung.

Der Verein ging aus dem Heimbeirat der Behinderteneinrichtung Quellenhof hervor. Der 2. Oktober 1990 gilt als Gründungsdatum. An diesem Tag wurde die Satzung beschlossen. In der Zeit danach sammelte der Verein nicht nur Spenden, sondern auch Erfahrungen. „Es war eine bewegte Zeit“, bestätigen gleich mehrere der Gründungsmitglieder. Dass sie nicht nur unter sich bleiben, haben die Mitglieder der Lebenshilfe viele Jahre mit dem Quellenhoffest bewiesen. „Alle Feste waren ein Gemeinschaftprojekt von verschiedenen Institutionen, Betrieben und Vereinen“, so Silvia Tietze.

Der anfängliche Schwung in der Vereinsarbeit hatte sich allerdings bald verbraucht. Das führte dazu, dass Ende der 1990er Jahre über eine Auflösung nachgedacht wurde. Dann jedoch kamen neue Mitglieder aus der Luckenwalder Region hinzu. Der Neustart begann mit dem neuen Namen und einer Umstrukturierung. Der Verein fand unter anderem eine neue Aufgabe: die fachliche Information der Mitglieder.

„Es hatte sich herausgestellt, dass Eltern und betroffene Personen über vieles nicht Bescheid wussten“, erklärt Silvia Tietze. Deshalb wurden unter anderem Seminare zum Thema Recht organisiert. Die Einführung einer Abteilung Rehabilitationssport wurde nach fünf Jahren wieder eingestellt, weil das Interesse fehlt. Als Ersatz für das Quellenhoffest werden mittlerweile Tagesausflüge organisiert. Außerdem bietet der Lebenshilfeverein Familienfahrten und Ausflüge zu Theateraufführungen an, organisiert weiterhin Grillnachmittage im Quellenhof und Erfahrungsaustausche.

„Die Veranstaltungen dienen sowohl dem Austausch der Angehörigen als auch dazu, den Menschen mit Handicap ein paar schöne Stunden zu bereiten“, sagt die stellvertretende Vorsitzende.

Daran wurde auch bei der Jubiläumsfeier erinnert – mit Fotos und mit Dankesworten an die Unterstützer, Förderer und Spender. Sie werden auch künftig gebraucht, um die Ziele des Vereins zu erfüllen: die Förderung und Betreuung der Behinderten jeden Alters, die Wahrung und Durchsetzung ihrer Rechte, die Beratung und Unterstützung der Eltern und Angehörigen. Der Verein selbst hat keine hauptamtlichen Mitarbeiter. Die Arbeit erledigen die Mitglieder selbst in ihrer Freizeit.

Von Martina Burghardt

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