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Einstellung des „Beamten-Shuttle“: Protest ohne Wirkung

Buslinie 618 in Zossen Einstellung des „Beamten-Shuttle“: Protest ohne Wirkung

Für viele Menschen in Zossen (Teltow-Fläming) ist Buslinie 618 wichtig. Denn sie verbindet den Ort mit Potsdam. Nun soll die Linie eingestellt werden. Der Ort wehrt sich dagegen. Ein Protestbrief der Bürgermeisterin hat aber bisher keine Wirkung gezeigt. Eine Hoffnung bleibt.

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Der Bus 618 in Ludwigsfelde

Quelle: Josefine Sack

Zossen.
Was wird aus der Buslinie 618? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Recht, Sicherheit und Ordnung (RSO) Montag im Rathaus Zossen. Alle sprachen sich dafür aus, sich in Briefen an Land und Landkreis für den Erhalt der Busverbindung stark zu machen.

Schreiber: Argumente für den Bus gesucht

„Wir suchen Argumente für die Linie 618, damit das Land Brandenburg seine Entscheidung noch mal überdenkt“, sagte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Wie berichtet, plant das Land die Einstellung der von Wünsdorf nach Potsdam führenden Busverbindung. Der Vertrag mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg über die Betreibung des so genannten Beamten-Shuttles läuft am 8. Dezember 2017 aus. Anschließend wird die einzige Direktverbindung von Zossen in die Landeshauptstadt gekappt.

Bürgermeisterin Schreiber äußerte in einem Brief an den Landkreis Teltow-Fläming die Bitte, sich im Rahmen des Nahverkehrsbeirates für den Erhalt der Linie 618 einzusetzen. Wenn das nicht gehe, sollte der Kreis prüfen, eine eigene Buslinie von Wünsdorf nach Ludwigsfelde zu betreiben. Dafür spreche, dass viele Zossener den Bus nutzen, um schnell nach Ludwigsfelde zum Krankenhaus zu gelangen.

Auch ältere Zossener nutzen den „Beamtenshuttle“

„Der Brief hat bisher null Wirkung gezeigt“, so Schreiber. Deshalb schlage sie vor, Protestbriefe an Land und Kreis zu schicken. Diese Briefe sollten alle Stadtverordneten und Ortsvorsteher unterschreiben. Zustimmend äußerte sich Petra Miersch (VUB). Schließlich sei die Region nicht ausreichend mit Fachärzten gesegnet. Deshalb müssten gerade ältere Bürger Arzttermine im Ludwigsfelder Krankenhaus und Potsdam wahrnehmen. „Wir sollten die Entscheidung des Landes, die Linie 618 einzustellen, nicht wortlos hinnehmen“, sagte der RSO-Ausschussvorsitzende Thomas Blanke (CDU). „Da möchte ich den Landkreis so ein bisschen an seiner Ehre packen.“ Das sei man den Wünsdorfern schuldig.

Der Kreis prüft aktuell, wie und ob die Einrichtung einer Busverbindung zwischen dem Bahnhof Ludwigsfelde und dem Potsdamer Hauptbahnhof finanziert werden kann. Mit dieser neuen Linie könnte der Wegfall der Linie 618 teilweise kompensiert werden.

Von Frank Pechhold

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