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Einwohner wollen Gebäude erhalten

Sanierung der Turnhalle in Hohenseefeld Einwohner wollen Gebäude erhalten

Die Einwohner von Hohenseefeld haben Ideen, wie sich die Sanierung der maroden Turnhalle im Ort lohnen könnte. Beim jüngsten Dorfgemeinschaftstreffen stand die Zukunft des Bauwerks auf dem Prüfstand. Einigkeit besteht vor allem beim Wunsch, das Gebäude zu erhalten.

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Die Turnhalle des DDR-Einheitstyps ist beliebt. aber außen und innen marode.

Quelle: Uwe Klemens

Hohenseefeld. Schmuckstücke sehen anders aus. Wer nach der Hohenseefelder Turnhalle sucht, entdeckt statt eines einladenden Gebäudes einen eher maroden Zweckbau im zu DDR-Zeiten üblichen Einheitstyp. Trotzdem sehen viele Einwohner die Turnhalle als Schatz mit Potenzial. Beim Dorfgemeinschaftstreffen vor wenigen Tagen stand die Zukunft der Halle auf dem Prüfstand.

„Haben wir ein Interesse daran, die Halle weiter zu nutzen? Und wenn ja: Wie wollen wir damit umgehen?“, fragte Ortsvorsteherin Sandra Klimaschewski in die Runde derer, die der Einladung ins Gasthaus „Apels Alte Mühle“ gefolgt waren.

„Auf jeden Fall erhalten“, da waren sich die Hohenseefelder ausnahmslos einig und zählten auf, welche Nutzungsvarianten aus ihrer Sicht möglich und sinnvoll sind und von vielen vermisst werden.

Allen voran die Sportler dürften nach einer Teilsanierung der Halle die derzeit bei 20 Prozent liegende Auslastung wieder in die Höhe schnellen lassen. Etliche Vereine, die früher in Hohenseefeld trainierten, sind wegen des Zustandes der Halle nach Werbig umgezogen und würden ganz sicher wieder zurückkehren. Als weitere Nutzer kämen die Feuerwehr, die Kita und die Senioren in Frage, die sich hier zum Turnen, Ballspielen oder Feiern treffen könnten.

Auch bei den Vereinen der umliegenden Dörfer, bis hin nach Ihlow und Wahlsdorf, gebe es großes Interesse, berichtete ein Hohenseefelder. „Überall wartet man nur darauf, dass die Halle gemacht wird.“

Auch der Vorschlag, die Sport- zur Mehrzweckhalle umzubauen und um eine Indoorspielewelt zu ergänzen, fand großen Anklang. Auch für die Touristen, die vor allem im Sommer reichlich auf der Flämingskate direkt an der Turnhalle vorbeifahren und hier verweilen könnten, wäre dies sicher ein verlockendes Angebot.

Beeindruckt von der Menge der Vorschläge zeigte sich bei der Veranstaltung auch Bürgermeister David Kaluza (parteilos). „Das letzte Wort in dieser Sache hat die Gemeindevertretung, wo es derzeit nur ein sehr wackeliges Bild davon gibt, ob sich das Investieren in die Halle lohnt“, sagte er.

Eine Komplettsanierung sieht Kaluza aufgrund der geschätzten Kosten von mehr als 100 000 Euro nicht. Dringenden Handlungsbedarf gibt es vor allem im Sanitärbereich sowie bei den Fenstern und Türen, die undicht sind und die Situation mit der nicht hundertprozentig funktionierenden Heizungsanlage verschlimmern.

Das Interesse der Hohenseefelder am Erhalt der Halle wertet Kaluza als Signal und als Aufforderung an die Gemeindevertreter, die Teilsanierung in die Wege zu leiten. Auch er selbst gehört zu den Befürwortern. „Fest steht: Wenn die Halle erst mal weg ist, kommt sie auch nicht wieder. Und gerade mit Turnhallen ist unsere Gemeinde ja sowieso nicht so gut ausgestattet“, sagte er. Das Kommunale Infrastrukturprogramm des Landes (KIP) hat der Bürgermeister als mögliche Förderquelle im Visier.

Von Uwe Klemens

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