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Einwohner wollen weiter ruhig leben

Großbeeren Einwohner wollen weiter ruhig leben

Nach heftigen Zerwürfnissen im Zuzugsort Großbeeren über ursprüngliche Wohnungsbau-Pläne für das rund 20 Hektar große Areal An den Saufichten waren jetzt die Einwohner gefragt. Sie wollen, dass ihre Gemeinde ein ruhiger Wohnort bleibt.

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An der Trebbiner Straße in Großbeeren bauen inzwischen die letzten von rund 350 Häuslebauern ihr neues Zuhause.

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren. Die Großbeerener diskutieren weiter, wie sich der Wohnungsbau in ihrer so begehrten Gemeinde entwickeln soll. Dazu gab es jüngst einen Workshop, zwei Gruppen von je 25 Einwohnern debattierten unter Leitung des stellvertretenden Bürgermeisters Lutz Ritter, in der Gemeindeverwaltung für das Ressort Bauen und Planung zuständig, und mit Vertretern eines Planungsbüros. Wie berichtet, hatte es in dem rasant wachsenden Ort heftige Zerwürfnisse wegen des avisierten rund 20 Hektar großen Baugebiets An den Saufichten gegeben.

Schwerpunkt Siedlungserweiterung

Ritter erklärt, es sei bei diesem Workshop um die Schwerpunkte Siedlungserweiterung gesamtes Nördliches Ruhlsdorfer Feld/An den Saufichten, um die Verkehrsentwicklung und um die Entwicklung des Ortszentrums gegangen. Die Ergebnisse seien dem Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Bauen, Umwelt und Flughafen inzwischen vorgestellt worden. Der Zuzugsort mit seinen Ortsteilen Diedersdorf, Heinersdorf und Kleinbeeren ist in absehbarer Zeit einwohnermäßig dreimal so groß wie nach dem Mauerfall. Einig waren sich die Großbeerener, dass sich die Lebensqualität bei aller Erweiterung nicht verschlechtern dürfe, Großbeeren müsse bei behutsamer Entwicklung ein ruhiger Wohnort bleiben. Sozialer Wohnungsbau dürfe nicht zu Ghettoisierung führen, vorhandene Wohngebiete sollten mit ortstypischen Häusern bei maximal drei Vollgeschossen plus ausgebautem Dachgeschoss bebaut werden.

Mischformen werden gebraucht

Gebraucht würden für Miet- und Eigentumswohnungen Mischformen zwischen Ein-, Zwei- und Mehrfamilien-Häusern beziehungsweise altersgerechtem Wohnen. Die verkehrsmäßige Erschließung neuer Wohnbereiche solle auch für bestehende Wohnquartiere erträglich bleiben, so die Einwohner. Es dürften nicht noch einmal solche engen Straßen wie in der Kondor-Wessels-Siedlung entstehen, es müsse genügend Platz sein, um auch mal außerhalb des eigenen Grundstücks parken zu können. Und aus der Erfahrung zurückliegender Jahre und aktueller Zwänge soll die soziale Infrastruktur mit Kita-, Hort- und Schulplätzen unbedingt mit der Siedlungserweiterung Schritt halten. Außerdem, so heißt es in der Zusammenfassung, wäre die Anbindung von Siedlungserweiterungen an den öffentlichen Busverkehr wünschenswert. Verkehrsmäßig wird die Osdorfer Straße nach wie vor als Problemfeld gesehen, als Ortszentrum solle der Bereich Rathaus und Gedenkturm mit dem Gutshof entwickelt werden.

Von Jutta Abromeit

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