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Einwohnerversammlung zum B102-Ausbau

Jüterbog Einwohnerversammlung zum B102-Ausbau

Die Stimmung im Jüterboger Kulturquartier blieb trotz des brisanten Themas sachlich. In einer Bürgerversammlung wurden die Details bei der Weiterführung des Straßenausbaus erläutert. Auf zahlreiche Entbehrungen müssen sich Anwohner und Nutzer in den kommenden zwei Jahren einstellen.

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Knapp 60 betroffene Bürger waren der Einladung zur Informationsveranstaltung ins Kulturquartier gefolgt. Die Stimmung war sachlich.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Der innerstädtische Ausbau der Bundesstraße B102 ist seit langem ein bestimmendes Thema in Jüterbog. Nach den knapp zwei Jahre dauernden Arbeiten im ersten Abschnitt zwischen Neumarkttor und Planeberg, startet am kommenden Montag in vier Teilabschnitten der grundhafte Ausbau zwischen Planeberg und Heilig-Geist-Platz. Bei einer Einwohnerversammlung im Kulturquartier standen Auftraggeber, Planer und Bauleute am Dienstagabend den unmittelbar betroffenen Anliegern gut eine Stunde lang Rede und Antwort.

Bürgermeister: „Gigantisches Wahnsinnsprojekt“

Vor der Fragestunde erläuterten Bürgermeister Arne Raue (parteilos) und Bauamtsleiterin Kira Wenngatz sowie Mitarbeiter des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Jüterbog-Fläming, des Landesbetriebes für Straßenwesen und der Eurovia Verkehrsbau Union, die die Bauausführung übernimmt, den zeitlichen Ablauf und die für Anlieger wichtigen, technischen Details des Projektes. Ein „gigantisches Wahnsinnsprojekt“ nannte Raue die seit Jahrzehnten geforderte und geplante Erneuerung der Straße. Aus den Erfahrungen des Abschnitts am Neumarkt wisse man, dass der Untergrund sehr kompliziert und für Überraschungen gut ist.

Hinzu kommt der schlechte Zustand der bis zu 100 Jahre alten Ver- und Entsorgungsleitungen, die sämtlichst erneut werden müssen, weshalb der Ausbau ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Behörden und Unternehmen ist, die sich die Kosten des nächsten Abschnitts von insgesamt 5,85 Millionen Euro teilen.

Bau in Etappen bis zum Sommer 2019

Laut Planung soll die erste Etappe, der Ausbau bis in Höhe Sparkasse, Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Etwa ein Jahr später, also im Sommer 2019, könnte die B102 bis zum Heilig-Geist-Platz in Etappen fertiggestellt sein. Die Anlieger, so Raues Versprechen, werde man rechtzeitig darüber informieren, ab wann sich in ihrem Abschnitt die Bagger drehen.

Die Arbeiten im jeweiligen Teilabschnitt erfolgen unter Vollsperrung. Anlieger müssen in Kauf nehmen, dass sie ihre Grundstücke in dieser Zeit nur beschränkt oder gar nicht mit dem Fahrzeug erreichen. Für Lieferverkehr werden nach Absprache mit der Baufirma Sonderregelungen getroffen. Das Baubüro, in dem man seine Wünsche vortragen kann, befindet sich in einem Baucontainer vor der Sparkasse.

Parkplatz-Problematik wurde diskutiert

Die Parkraum-Situation und die Erreichbarkeit des eigenen Grundstücks war eines der Themen, das in der folgenden Diskussion mehrfach angesprochen wurde. „Wir sind im wahren Leben – keine Stadt haftet, wenn die auf der Straße abgestellten Autos der Bewohner beschädigt werden“, antwortete Raue auf die Frage, was passiert, wenn jemand nicht auf seinen Hof oder in seine Garage kommt.

Weitere Fragen galten den zu zahlenden Beiträgen für die neuen Hausanschlüsse, der Neuregelung der Regenwasserentsorgung und der zeitnahen Information der Bürger, was im ersten Abschnitt nicht geklappt habe. „Wir sind lernfähig“, versprach Raue Besserung bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Von Uwe Klemens

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