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Eisige Vorbereitung aufs Luther-Jubiläum

Jüterbog Eisige Vorbereitung aufs Luther-Jubiläum

Mit minus 78,5 Grad kaltem Trockeneis wurde am Donnerstag eine Gedenktafel in Jüterbog gereinigt. Es wurde unter Hochdruck auf die Inschrift gestrahlt, die in einem zweiten Schritt erneuert werden soll. Der Stein soll bis zum Reformationsjubiläum 2017 wieder an die Geschichte einer selbstbewussten Frau und eines mutigen Pfarrern erinnern.

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Falk Kubitza und Wolf-Dieter Boche beobachteten die Reinigungsarbeit mit dem Trockeneisstrahler.

Quelle: Victoria Barnack

Jüterbog. In der Jüterboger Altstadt laufen die Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum 2017 buchstäblich mit Hochdruck. Der Heimatverein Jüterboger Land ist derzeit mit einem Säuberungsprojekt am Gedenkstein an der Luthereiche beschäftigt. Am Donnerstag wurden die Gedenktafel und der alte Stein am Heilig-Geist-Platz mit speziellen Geräten gesäubert.

Eine Fachfirma aus Berlin setzte eine besondere Technik ein: einen Trockeneisstrahler. „Diese Technik war mir bisher nur von Säuberungsarbeiten an Kanalrohren bekannt“, sagte Heimatvereinsmitglied Falk Kubitza. Er war auf die Idee gekommen, den Gedenkstein mit dem minus 78,5 Grad kalten Trockeneis zu reinigen.

Mit einem Trockeneisstrahler wurde die Tafel gereinigt

Mit einem Trockeneisstrahler wurde die Tafel gereinigt.

Quelle: Victoria Barnack

In den nächsten Wochen soll die Tafel außerdem mit einem speziellen Lack konserviert werden. Im Anschluss könnte dann auch wieder die Inschrift lesbar sein. Sie soll in der originalen goldenen Farbe glänzen. Eine Heimatfreundin traut sich die Feinarbeit selbst zu. Am Ende der Arbeiten müsste eine Infotafel in der Stadt allerdings korrigiert werden. „Denn dort steht noch, dass die Inschrift unlesbar ist“, erklärte Falk Kubitza vom Heimatverein mit einem Augenzwinkern.

Der Gedenkstein an der Luthereiche erinnert an den evangelischen Pfarrer Thomas Schneidewein. Er war während der Zeit der Reformation im Jahr 1528 entführt worden und tauchte nie wieder auf. Heute geht man von einem Mord an ihm aus, weil er der Gattin eines Kurfürsten bei der Abkehr vom katholischen Glauben half. Der Gedenkstein wurde exakt 400 Jahre später aufgestellt und erinnert bis heute an den mutigen Pfarrer und die selbstbewusste Frau.

Von Victoria Barnack

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