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Elfjährige will auf Rollschuhen tanzen

Ludwigsfelde Elfjährige will auf Rollschuhen tanzen

Inline Skating und Rollschuhlaufen – beides ist für Mathilda Rudolph „easy“. Sie gehört zur jüngsten Generation, die dieser alten neuen Sportart verfallen ist. Mathilda geht es nicht um Geschwindigkeit, sie will auf Rollschuhen tanzen können.

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Mathilda Rudolph mit acht Rollen auf der Skate Arena mitten in Ludwigsfelde.

Ludwigsfelde. Mathilda Rudolph strahlt  – sie kann Rollschuh laufen. Und das tut sie, wo es geht: nachmittags nach der Schule oder beim Einkaufen, mit Freundinnen oder allein, vor der Haustür oder mitten in der Stadt. Die Elfjährige gehört zur ganz jungen Generation, die das Rollschuhlaufen gerade wiederentdeckt. Auch wenn es trotz neuer Trends wie Inline Skating nie weg war. Das zeigt zum Beispiel das seit 28 Jahren erfolgreich laufende Musical „Starlight Express“ in Bochum (NRW).

Auch Mathilda hat keine neuen Rollschuhe. Mutter Anja erzählt am Rande der Ludwigsfelder Skate Arena: „Das sind eigentlich meine. Ich hatte sie geschenkt bekommen, als die Fläming Skate eröffnet wurde.“ Das war 2002. Der Mutter blieb aber kaum Gelegenheit zum Laufen. Da lag es nah, als die Tochter fragte, zu sagen: „Probier erst mal mit meinen, ob das was für dich ist.“ Das war es. Fast täglich steht Mathilda seit einem halben Jahr auf den zwei mal vier Rollen unter ihren Füßen.

Es soll aussehen wie im Fernsehen

Um Geschwindigkeit geht es ihr dabei nicht. Sie will tanzen. Im Fernsehen sah sie eine Jugendsendung, bei der es um Tanz, Musik und Rollschuhlaufen ging. Seither versucht sie es selbst: stehend, in der Hocke, sogar Sprünge gelingen ihr schon. „Ich will auf Rollschuhen tanzen können“, sagt sie. Mit ihren zwei Freundinnen denkt sie sich Bewegungen und Schrittfolgen aus. Und die übt das Trio, bis es zufrieden ist. Mathilda erzählt: „Manchmal versuche ich allein was, und manchmal denken wir uns zusammen neue Choreografien aus. Die üben wir dann so lange, bis alles richtig ist.“ Alles richtig heißt für die Mädchen: bis es so aussieht wie im Fernsehen.

Die Schule kommt bei Mathilda keineswegs zu kurz, sagt ihre Mutter. „Sie kann ja von dort erst weg, wenn die Hausaufgaben erledigt sind.“ Und kleine Dinge im Haushalt sind auch zu erledigen oder mit dem Hund rauszugehen, das muss sein, erklärt Anja Rudolph. Mathilda lacht und erzählt: „Mit unserem Hund Gassi zu gehen, das kann ich ja auch mit Rollschuhen.“ Der Hund ist ein Jack Russel und heißt Joseph. Die rasanten Figuren seines Frauchens schaut er sich gelassen an. Gelassen schaut auch Mathildas Bruder zu, wie sich seine kleine Schwester müht, auf der Skate Arena mitten in Ludwigsfelde zwischen Kickboard- und Skateboard-Fahrern eine Pirouette zu drehen oder in der Hocke zu rollen. Nein, für ihn wär’ das nichts, sagt er.

Mit drei Jahren konnte sie Fahrrad fahren

Doch das Gefühl und die Begeisterung für alles, was Räder hat, scheint in der Familie zu liegen. „Mathilda konnte mit drei Jahren Fahrrad fahren, ihr Bruder schon mit zwei“, erzählt die Mutter. Und Mathilda hat noch ein rollendes Hobby: Einradfahren. „Aber dazu komme ich nur ungefähr einmal in der Woche“, sagt sie. Auch Inliner hatte sie natürlich schon unter den Füßen. Was ihr mehr Spaß macht? „Easy ist beides, aber im Moment Rollschuhlaufen.“ Dort, wo Mathilda hinwill, begann die Rollschuh-Ära übrigens: bei Tanz und Theater. Diese Art, sich fortzubewegen, soll bei einer Londoner Theateraufführung 1743 erstmals probiert worden sein.

Von Jutta Abromeit

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