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Elke Thier gibt Leitung des Chores ab

Hohenseefeld Elke Thier gibt Leitung des Chores ab

Nach 30 Jahren gibt Elke Thier die Leitung des Gemischten Chores Hohenseefeld ab. Die 63-Jährige hat viel mit den Sängern des Chores erlebt. Als Dankeschön für viele Jahre gemeinsames Singen gab es zwei Karten für die Semperoper in Dresden.

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Der Chor Hohenseefeld mit Leiterin Elke Thier (2.v.l.) beim Abschiedskonzert zur Glockenweihe in Riesdorf am vergangenen Sonntag.

Quelle: Iris Krüger

Hohenseefeld. Musikalisch etwas leiser wird es wohl in Hohenseefeld zugehen. Die Leiterin des Chors, den es 30 Jahre gab, setzt sich zur Ruhe. „Los ging es im November 1986“, erinnert sich Elke Thier. „Damals arbeitete ich als Musiklehrerin an der Schule. Da kam eine Anfrage vom Kulturbund der LPG Pflanzenproduktion, ob man zu den Festtagen nicht einen musikalischen Abend gestalten könnte.“ Schnell fanden sich Interessenten zusammen, die singen oder ein Instrument spielen konnten. „Es war kein Kulturprogramm, das wir auf die Beine stellten. Vielmehr wurde es ein Singabend mit den Gästen, der allen Freude bereitete“, erzählt die 63-Jährige. Daraufhin schlugen die LPG-Mitglieder Elke Thier vor, einen Chor zu gründen. Hilfe gab es vom Verband der gegenseitigen Bauernhilfe, der für die Chorkleidung und die Gesangsbücher aufkam.

Bus von der LPG

Elke Thier: „Anfangs waren wir etwa 20 Männer und Frauen, die sich zum Gemischten Chor Hohenseefeld zusammenfanden. Allerdings stammten nicht alle Mitglieder aus Hohenseefeld, sondern auch aus Meinsdorf und den umliegenden Orten. So musste uns die LPG einen Bus zur Verfügung stellen, damit alle Mitglieder regelmäßig zur Probe gefahren werden konnten“. Diese fand, damals wie heute, dienstags statt. Schon bald gab es erste Auftritte, zum Beispiel bei LPG-Feiern und Dorffesten. „Und beim Flämingmusikfestival waren wir einer der ersten Mitstreiter“, sagt Elke Thier stolz.

„Da viele Mitglieder des Chor christlichen Glaubens sind, war es keine Frage, dass wir auch bei zahlreichen kirchlichen Anlässen zugegen waren.“ So konnte man den Chor oft auf Hochzeiten, Konfirmationen, goldenen Hochzeiten, Erntedankfesten und Gemeindefesten erleben. In den letzten Jahren kamen auch Benefizkonzerte hinzu. „Besonders schön waren unsere Adventsveranstaltungen im Oberlaubenstall in Lichterfelde, die wir mit den Sernower Bläsern bestritten haben“, erzählt Elke Thier. Aber auch die Konzerte zum „Klingenden Adventsmarkt“ in der Klosterkirche in Kloster Zinna sind ihr noch gut in Erinnerung.

Schöne gemeinsame Stunden

Doch nicht nur an die vielen Auftritte erinnert sich die Chorleiterin gern, sondern auch an all die schönen Stunden, die man gemeinsam verbrachte. Denn 30 Jahre Chor heißt auch gemeinsame Ausflüge, Picknicks, Radtouren und Chorfeste. Vor fünf Jahren, so Elke Thier, quasi zum „Silbernen Jubiläum“, habe der Chor eine Tour zur Dresdener Frauenkirche unternommen. „Das schönste war, das wir dort sogar singen durften. Das war ein besonderes Erlebnis für uns alle.“

Ausflüge und Feiern schweißten privat zusammen. „Der Chor war ein Ort, wo man sich richtig wohl fühlen konnte. Wir pflegten stets einen achtsamen Umgang miteinander. Das fand ich besonders wichtig“, sagt die Leiterin. Auch die 68-jährige Doris Hertel, die von der ersten Stunde an im Chor ist, bestätigt das: „Der Chor war ein Ort des Zusammenseins.“ Durch Mitgliederwechsel gab es eine Altersspanne von 15 bis 80 Jahren. „In den Jahren, als die Schule in Hohenseefeld noch geöffnet war, hatten wir viele Kinder und Jugendliche, die bei uns mitsangen. So gab es eine Zeit, in denen wir 35 Mitglieder zählten“, so Elke Thier.

Drei Jahrzehnte Ehrenamt

Dennoch sind 30 Jahre eine lange Zeit für das Bestehen eines Chores. „Nun ist es für mich an der Zeit aufzuhören. Drei Jahrzehnte Chor, heißt auch drei Jahrzehnte Ehrenamt“, sagt Elke Thier. „Der Chor machte einen großen Teil meines Lebensinhaltes aus, und so ist es sicher auch bei vielen anderen. Singen tat uns allen einfach gut“. Den musikalischen Schlusspunkt setzte man zur Glockenweihe in Riesdorf am vergangenen Sonntag. „Einen besseren letzten Auftritt“, so Elke Thier, „hätten wir uns nicht vorstellen können.“

Am vergangenen Dienstagabend wurde noch einmal zum Singen geladen. Für die Chormitglieder gab es Erinnerungen und für Elke Thier als Dankeschön zwei Karten für die Semperoper in Dresden. Ein passenderes Geschenk hätte der Chor seiner langjährigen Leiterin nicht machen können. Ob der Chor weitersingt, ist zurzeit offen.

Von Iris Krüger

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