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Teltow-Fläming Eltern-Kind-Gruppe mit freien Kapazitäten
Lokales Teltow-Fläming Eltern-Kind-Gruppe mit freien Kapazitäten
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00:20 16.09.2017
In der Eltern-Kind-Gruppe (v.l.): Mona Hamidy Poor, Christel Rietdorf und Nesrin Jumaa mit den Kindern Elissa Skravi (l.) und Jin Ali. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Jin Ali aus Syrien und Elissa Skravi aus dem Iran tapsen erst seit zwei Tagen gemeinsam durch die neue Luckenwalder „Spiel-Oase“, aber schon beschäftigen sie sich prächtig miteinander. Die beiden kleinen Mädchen und ihre Mütter sind die ersten Besucher der Eltern-Kind-Gruppe in der Trebbiner Straße 31/Ecke Mühlenstraße.

Kindgerechte Möbel stehen zur Verfügung. Quelle: Elinor Wenke

Eröffnet wurde diese alternative Betreuungsform auf Initiative der Stadt, die auch die Räume zur Verfügung stellt und für Miet- und Betriebskosten aufkommt. 18 500 Euro wurden außerplanmäßig von der Stadt investiert, um die ehemalige leer stehende Gaststätte kindgerecht auszustatten. Anlass war der prekäre Kitaplatzmangel in der Stadt. Das Eltern-Kind-Angebot richtet sich an Familien, deren Kinder zu Hause betreut werden.

In Trägerschaft des Diakonischen Werkes können Eltern und ihre Sprösslinge zwischen einem und drei Jahren seit dem 11. September gemeinsam von Montag bis Freitag dort Zeit verbringen. Anders als in herkömmlichen Kitas werden die Kinder nicht in die Obhut von Erziehern „abgegeben“, sondern von ihren Eltern betreut. Als pädagogische Fachkraft steht die Erzieherin und Heilpädagogin Christel Rietdorf als Ansprechpartnerin zur Seite. „Wir wollen Eltern die Möglichkeit geben, Kontakte zu knüpfen und aus ihrem Alltag herauszukommen“, sagt sie, „und die Kinder können mit Gleichaltrigen spielen.“

Die Terrasse muss zwar noch hergerichtet werden, bietet dann aber viel Platz für einen Open-Air-Spielplatz. Quelle: Elinor Wenke

Kapazitäten bestehen für maximal zehn Kinder und ihre Mütter oder Väter. Zwei Flüchtlingsfamilien haben sich bisher angemeldet. Dass Alt und Jung auf diese Weise auch die deutsche Sprache erlernen, ist ein willkommener Nebeneffekt. „Ich wünsche mir einen guten Mix aus einheimischen und ausländischen Familien“, sagt Christel Rietdorf.

Für Kinder und Eltern steht ein großer heller Spielraum von 136 Quadratmetern Fläche mit neuen und gebrauchten Möbeln zur Verfügung. Außerdem gibt es eine voll ausgestattete Küche. Derzeit sind die Räume von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Neben Bildungsangeboten sollen die Eltern vor allem selbst entscheiden, wie sie die Zeit verbringen.

Gesundes internationales Frühstück

Es gibt Begrüßungslieder, Bastelangebote und eine große Spielecke. „Wir hinterlassen mit den Kindern bunte Handabdrücke, an denen sie sich selbst wiedererkennen. Vielleicht richten wir auch einen monatlichen Kochtag ein“, überlegt Christel Rietdorf. Gemeinsame Ausflüge in die Stadt oder ein gesundes internationales Frühstück stehen ebenfalls auf dem Plan. Die große Terrasse muss zwar noch hergerichtet werden, bietet aber künftig einen sichern Open-Air-Spielplatz.

Kostenfreies Angebot

Die Eltern-Kind-Gruppe ist für die Familien kostenfrei. Nesrin Jumaa aus Syrien und Mona Hamidy Poor aus dem Iran schwärmen bereits nach einem Tag vom neuen Treffpunkt. „Die Räume sind gut und gesund für unsere Kinder. Sie lernen hier die Sprache und haben später keine Angst vor dem Kindergarten oder Schule“, sagte Nesrin Jumaa. Sie wünschte sich noch mehr „Multikulti-Besucher“. Mona Hamidy Poor aus dem Iran freut sich ebenso über die neuen Begegnungen, während ihre große Tochter (13) in der Schule ist. Die beiden Dreikäsehochs machen es sich indes mit Puppen und Bausteinen auf dem Lümmelsack gemütlich

Interessenten melden sich unter Telefon 01 74/8 66 63 83 oder schauen einfach vorbei.

Von Elinor Wenke

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