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Teltow-Fläming Eltern erstatten Anzeige wegen Ekel-Toiletten
Lokales Teltow-Fläming Eltern erstatten Anzeige wegen Ekel-Toiletten
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10:36 08.03.2016
Eltern haben die hygienischen Zustände an der Otfried-Preußler-Schule in Großbeeren bemängelt. Quelle: Krischan Orth
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Großbeeren

Aufgrund einer anonymen Anzeige von Eltern der Otfried-Preußler-Schule in Großbeeren ist dort das Gesundheitsamt aktiv geworden. In der Anzeige wurden die hygienischen Zustände an der Grund- und Oberschule bemängelt. Das Gesundheitsamt führte deswegen am 24. Februar, zwei Tage nach der Anzeige, eine spontane Prüfung durch. Dabei wurden sämtliche sanitären Anlagen geprüft. Aus Sicht des Gesundheitsamtes sei die Beschwerde berechtigt gewesen, da „diverse Mängel“ entdeckt worden sind, wie es in einer aktuellen Stellungnahme des Landkreises heißt. Das Gesundheitsamt habe nach der Prüfung die Reinigungsfirma zu Sofortmaßnahmen aufgefordert, die auch umgesetzt worden seien. Am 4. März folgte eine zweite Prüfung, diesmal gemeinsam mit der zuständigen Reinigungsfirma. Der Zustand habe sich zwar verbessert, alle Probleme seien aber noch nicht abgestellt.

Reinigungskraft: „Besonders die Toiletten sind eine Zumutung“

„Auf den Jungentoiletten wird gegen die Wand und in die Heizung gepinkelt“, sagt eine Reinigungskraft, die anonym bleiben möchte. „Besonders die Toiletten sind eine Zumutung.“ Dort seien Toilettendeckel abgerissen worden, in den Spülbecken befänden sich bei Reinigungsantritt diverse Gegenstände. Schließlich sei die Heizung derart von dem Urin verrostet gewesen, dass sie ausgetauscht worden sei. Die Reinigungskraft sieht aber Verbesserungen im Umgang mit den Toiletten seit der Kontrolle durch das Gesundheitsamt. „Vielleicht halten die Lehrer jetzt die Kinder zu mehr Sauberkeit an.“ Aber nicht nur die Toiletten sind nach Schulschluss schmutzig. Überall befinden sich Sandklumpen, in annähernd jedem Klassenraum. „Das kommt von dem teilweise unbefestigten Schulhof“, sagt die Reinigungskraft. Die meiste Zeit benötige sie für die Säuberung der Böden.

Bürgermeister erhebt Vorwürfe gegen die Reinigungskräfte

Gerade auf diesen Aspekt habe die Gemeinde Großbeeren bei der Ausschreibung besonders geachtet, sagt Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos). Der Zeitdruck soll nicht zu hoch sein, 20 Stunden Reinigung am Tag stehen zur Verfügung. Die Reinigungsfirma bestreitet das Zeitmanagement mit drei Mitarbeitern. „Wir haben eine auskömmliche Reinigung für ein Schulgebäude beschlossen“, sagt der Bürgermeister. Das Problem bei Reinigungsfirmen sei systemimmanent, sagt er. „Erst ist die Leistung gut, und im Laufe der Zeit lässt sie dann nach.“ Die Gemeindeverwaltung überdenkt derzeit eine Vertragskündigung. Noch liege aber nicht der vollständige Bericht des Gesundheitsamtes vor.

„Wir stellen den maximalen Anspruch an unsere Arbeit“, teilen Holger Klische und Olaf Fuchs von der Firma Piepenbrock mit, die für die Reinigung des Gebäudes zuständig ist. Das Unternehmen operiert bundesweit und ist für seine Servicequalität zertifiziert worden. Nach Kenntnis des Unternehmens sind die Mängel abgestellt worden. In einer Stellungnahme heißt es weiter: „Es liegt eine hohe Frequentierung der sanitären Einrichtungen vor und vereinzelt ungebührendes Verhalten kann die Situation verschärfen.“

Von Krischan Orth

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