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Eltern fordern Lösung vom Bildungsminister

Unterrichtsausfall in Stülpe Eltern fordern Lösung vom Bildungsminister

In der vergangenen Woche gab es an der Grundschule Stülpe eine außerordentliche Elternversammlungen. Thema war der massive Unterrichtsausfall auf Grund kranker Lehrer. Daraufhin gab es jede Menge Diskussionen auf Facebook.

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Bei der Elternversammlung vergangene Woche in der Grundschule in Stülpe wurde eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen.

Quelle: Margrit Hahn

Stülpe. Heute treffen sich die Vertreter der Elternkonferenz der Grundschule Stülpe noch einmal, um den Brief und die Unterschriftenlisten an Bildungsminister Günter Baaske (SPD) auf den Weg zu bringen. „Wir hoffen, dass uns die Eltern auch weiterhin unterstützen“, sagt Marcel Jordan, Vorsitzender der Elternkonferenz. In der vorigen Woche gab es eine außerordentliche Elternversammlung bei der die Missstände an der Schule zur Sprache kamen (die MAZ berichtete). Den massiven Stundenausfall und die über dem Limit arbeitenden Lehrer wollen die Eltern nicht länger hinnehmen.

Über die Probleme an der Grundschule Stülpe wird auch im Netz heiß diskutiert. So stellt Ronny Löwe fest: „Es ist überall das gleiche. Der Staat versagt bei der Bildung auf voller Linie. Lehrer krank – dauerhaft. Die Schulgebäude teils in erbärmlichen Zustand. Bei uns habe ich Unterrichtsmaterialen gesehen, mit denen ich schon gelernt habe.“

Mandy Schulz kommt der massive Unterrichtsausfall bekannt vor. Sie schreibt:„An der Gesamtschule Dabendorf läuft es jetzt leider auch nicht besser. Dort musste erst im November gegen die Zwangsversetzung von zwei Prüfungslehrern gekämpft werden, ansonsten wäre Deutsch und Englisch auf der Strecke geblieben“. Sie fordert die Stülper auf, unbedingt weiter zu kämpfen.

Beatrice Mai verweist darauf, dass es an den Luckenwalder Schulen genauso ist:„Keinen interessiert es, wenn die Kids später weder rechnen noch richtig schreiben können. Das System sollte ganz schnell geändert werden“.

Es gibt einige, die der Ansicht sind, dass dies mit den Flüchtlingen zusammenhängt, doch an der Stülper Grundschule gibt es diese Probleme seit drei Jahren, da war von der Flüchtlingspolitik kaum etwas zu spüren. Deshalb schreibt Nadine Walbrach, Elternvertreterin am Friedrich-Gymnasium und CDU-Stadtverordnete, auch: „Daran sind auf keinen Fall die Flüchtlinge Schuld, sondern eine Politik auf Sparkurs. Seit Jahren wird in der Bildung gespart. Schulen können sich nur noch alle zwei Jahre Klassenfahrten leisten, auch die AGs sind kaum noch vorhanden, ebenso Austauschfahrten mit anderen Schulen im Ausland, einfach, weil die Stunden fehlen“. Schulleiter würden mit engem Budget und dauerhaft kranken Lehrern Unglaubliches meistern. „Allein diese Stellen der Langzeitkranken freizugeben, wäre zauberhaft und würde eine Menge Freiraum schaffen. Dann fehlen natürlich noch Anreize, Lehrer in Brandenburg zu binden. Kurzarbeitszeitverträge von zwei Wochen sind nicht hilfreich. Hier muss viel für unsere Kinder in Brandenburg getan werden“, so Walbrach.

Wolfgang Seelbach vom Landeselternrat bittet auf Facebook um konkrete Daten über unterversorgte Schulen. „Die Hausaufgaben haben wir inzwischen erledigt“, sagt Marcel Jordan, Vorsitzender der Elternkonferenz der Stülper Grundschule. Seine Stellvertreterin hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass man sich bewusst an den Minister und nicht an die Schulrätin gewandt habe, da sich die Probleme seit drei Schuljahren verschärft haben. Politische Lösungen seien nötig. Zudem habe ein Gespräch mit dem Schulamt im Dezember keine Ergebnisse gebracht.

Im Gegenteil, Monika Nestler, Bürgermeisterin der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, die den Stundenausfall ebenso kritisiert wie die Eltern, wurde seitens des Schulamtes darauf hingewiesen, das die Gemeinde als Schulträger zwar für das Gebäude zuständig sei, sich aber nicht in Lehrplan oder Unterricht einzumischen habe.

Von Margrit Hahn

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