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Teltow-Fläming Eltern kämpfen für Kindertagespflege
Lokales Teltow-Fläming Eltern kämpfen für Kindertagespflege
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11:33 18.07.2016
Streit um die Kinderbetreuung in Dahme. Quelle: dpa
Gebersdorf

Eine Elterninitiative aus dem Dahmer Orsteil Gebersdorf kämpft seit neuestem dafür, dass auch weiterhin Kinder bis zum Schuleintritt in der ortsansässigen Tagespflege betreut werden dürfen. Ihr Anliegen trugen sie kürzlich der Stadtverordnetenversammlung vor.

Kinder- und Jugendhilfegesetz mit anderen Vorgaben

Laut Kinder-und Jugendhilfegesetz, umgesetzt vom Jugendamt des Kreises Teltow-Fläming in einer Richtlinie, dürfen nur noch Kinder bis zum dritten Lebensjahr in einer Tagespflege betreut werden. Für ältere Kinder bis zum Schuleintritt besteht Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung. Die Stadt muss für genügend Ganztagsplätze in Kitas sorgen. „In Dahme ist das der Fall“, sagt Marion Fermann vom Jugendamt. „Es stehen genügend Plätze in Tageseinrichtungen zur Verfügung. Etwas anderes ist mir nicht bekannt.“

Bei besonderem Bedarf oder ergänzend kann ein Kind laut Gesetz auch in der Kindertagespflege gefördert werden. „Besonderer Bedarf besteht etwa dann, wenn eine Krankheit oder eine Behinderung vorliegen, bei der eine individuelle Betreuung sinnvoll ist“, erklärt die Sachgebietsleiterin. Der Landkreis drängt auf Einhaltung des Gesetzes, das seit drei Jahren gültig ist.

Mutter: „Kinder sind auf dem Dorf etwas ganz Wertvolles.“

Eltern in Gebersdorf aber wehren sich dagegen. Sie baten nun die Kommunalpolitiker in Dahme um Unterstützung. „Wir wollen nicht, dass nur noch Kinder bis zum dritten Lebensjahr in der Kindertagespflege aufgenommen werden dürfen“, sagte Iris Schulze, „Kinder sind auf dem Dorf etwas ganz Wertvolles. Sie bereichern unser Dorfleben. Das möchten wir nicht zerstört haben.“ Wie die Sprecherin der Initiative weiter sagte, gibt es die Kindertagespflege seit 15 Jahren in Gebersdorf. „Dort wird sehr gute Arbeit geleistet. Die Kinder kommen top vorbereitet in die Schule. Wir wollen die Einrichtung wie bisher erhalten, brauchen aber dafür die Unterstützung der Stadtverordneten.“

Unterschriftensammlung gestartet

„Was sich seit 15 Jahren bewährt hat, sollten wir unterstützen“, sagte Matthias Ochs (SPD) in der folgenden Diskussion. Das sah der Bürgermeister Thomas Willweber (Freie Wähler) genauso und kündigte an: „Wir machen ein Schreiben an das zuständige Ministerium fertig.“ Jörg-Martin Bächmann (Linke) will sich zudem mit der Elterninitiative treffen und weitere Schritte beraten.

Die Initiative selbst hat eine Unterschriftensammlung gestartet. „60 bis 70 Unterschriften sind in kürzester Zeit schon zusammengekommen“, erzählte Iris Schulze, „wir wollen die Listen der Landrätin überreichen.“

Von Andreas Staindl

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