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Teltow-Fläming Eltern kritisieren steigende Kita-Beiträge
Lokales Teltow-Fläming Eltern kritisieren steigende Kita-Beiträge
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17:45 15.11.2016
Was kostet die Kita-Betreuung künftig in Dahme? Quelle: dpa
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Dahme

Die Stadt Dahme will eine neue Kita-Satzung beschließen. Doch schon der Entwurf trifft auf heftige Kritik bei Eltern. Das wurde bei der Stadtverordnetensitzung kürzlich deutlich.

Eltern: „Weder familienfreudlich noch sozialverräglich“

Der Elternbeitrag sei höher als in anderen Kommunen im Landkreis Teltow-Fläming, lautete ein Vorwurf. „Er ist weder familienfreundlich noch sozialverträglich“, sagte Ramona Hildebrandt. Die junge Mutter kritisierte etwa, dass in Dahme das Kindergeld dem Einkommen der Eltern angerechnet wird. „Aber das Kindergeld steht den Kindern zu hundert Prozent zu“, sagte sie. Das Kindergeld aus der künftigen Berechnung der Elternbeiträge herauszuhalten, „werden wir uns nicht leisten können“, sagte Kämmerin Bärbel Schmidt dazu.

Für Jörg-Martin Bächmann (Linke) ist das jedoch kein Argument. Er kritisierte zudem, dass die Satzung erst nach zehn Jahren angefasst wird. Der Grund dafür ist laut Schmidt, dass der Jugendhilfeausschuss des Kreises die Staffelung der Elternbeiträge neu geregelt habe. Die Stadt wolle die Beitragsberechnung transparenter machen. Der Entwurf sei mit Elternbeiräten und Kita-Trägern beraten worden. Über Mehrbelastungen der Eltern führen, könne sie nicht sagen.

Amtsdirektor: „Kitas sind alle voll.“

„Bisher ist Dahme am teuersten“, sagte Ramona Hildebrandt, „ich zahle für zwei Kinder 750 Euro monatlich.“ Weitere Eltern berichteten, dass die Träger ihnen kein Mitspracherecht eingeräumt hatten. „Die Eltern nicht einzubeziehen, ist eine Sauerei“, sagte Karsten Schmidt (Freie Wähler).

Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) kann die Kritik an den Elternbeiträgen nicht nachvollziehen. „Die Kindereinrichtungen in Dahme sind alle voll“, sagt der Amtsdirektor, „dort wird offensichtlich gut Arbeit geleistet.“ Die neue Kita-Satzung soll in den Fraktionen diskutiert und Anfang 2017 beschlossen werden. Die freien Träger sollen zuvor eine Probeberechnung der Elternbeiträge durchführen.

Pätzig empfindet die gegenwärtige Diskussion als nicht korrekt, weil empörte Eltern mit falschen Zahlen argumentieren würden. Die Aussage, die Betreuung zweier Kinder koste monatlich 750 Euro, sei falsch. 89 Euro für Hort-, beziehungsweise 177,50 Euro für Kita- und 248,50 Euro für Krippenbetreuung sieht der Entwurf als Maximalbelastung vor, aber nur, wenn die finanzielle Situation der Familie das zulässt. Familien ohne Einkommen zahlen den Mindestbeitrag, der, je nach Einrichtung, zwischen 10,50  und 15,50 Euro liegt.

Von Andreas Staindl

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