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Eltern machen sich für Schulsozialarbeit stark

Baruth Eltern machen sich für Schulsozialarbeit stark

Die Stadt Baruth will die Schulsozialarbeit in freie Trägerschaft übergeben. Sie könne die fachliche Aufsicht und Betreuung nicht leisten, begründet die Verwaltung dies. Doch von Eltern kommt Kritik. Sie befürchten vor allem, dass Schulsozialarbeiterin Doreen Boldner dann entlassen würde. Die Stadtverordneten scheuten die offene Diskussion.

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Doreen Beldner ist die Schulsozialarbeiterin an der Grundschule in Baruth.

Quelle: Andreas Staindl

Baruth. Die Stadt Baruth will seine Sozialarbeit neu ordnen. Die Schulsozialarbeit an der Grundschule soll an den freien Träger SPI (Stiftung Sozialpädagogisches Institut) in Berlin übertragen werden. Den Stadtverordneten lag ein entsprechender Beschluss am Donnerstagabend vor. Die Entscheidung vertagten sie aber, um stattdessen auf Antrag von Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) im nichtöffentlichen Teil über das Vorhaben zu diskutieren.

Elternsprecherinnen: „Die Eltern sind verunsichert“

Zuvor hatten sich Yvonne Deutschmann und Katharina Laurisch für die Schulsozialarbeiterin stark gemacht. Die beiden Elternsprecherinnen der Grundschule äußerten die Befürchtung, dass mit der Übertragung der Schulsozialarbeit an SPI die Arbeit der jetzigen Sozialarbeiterin nicht in gewohnter Weise fortgeführt wird. „Die Eltern sind sehr verunsichert“, sagte Yvonne Deutschmann, „wir sind froh, dass wir mit Doreen Beldner eine Schulsozialarbeiterin haben, die das Vertrauen der Kinder und Eltern genießt. Sie hat Familien in schweren Zeiten beigestanden und ist für uns eine Stetigkeit, die wir ungern hergeben würden.“

Zudem sei Beldner „Ansprechpartner für viele Leute, hat immer ein offenes Ohr, ist Vermittler in der Schule, hat eine positive Ausstrahlung und verfügt über ein großes Netzwerk“, ergänzte Katharina Laurisch, „ohne Doreen Beldner würde etwas ganz Wichtiges an der Grundschule wegbrechen.“

Stiftung soll Schulsozialarbeit übernehmen und Angebote bündeln

Baruths Fachbereichsleiterin Katrin Becker stimmte den Elternsprecherinnen „in allen Punkten zu“, wunderte sich jedoch „über das Gerücht, die würde Schulsozialarbeit eingestellt“. Laut Peter Ilk fügte hinzu: „Doreen Beldner steht weiterhin zur Verfügung. Mit der Übertragung der Schulsozialarbeit wollen wir lediglich die Arbeit im neuen Familienzentrum unter der Trägerschaft von SPI bündeln.“ Die Stiftung ist schon Träger des Freizeittreffs, der sich im neuen Hortgebäude in der Nähe der Grundschule befindet. Das Familienzentrum soll dort ebenfalls unter Führung der Stiftung etabliert werden und die Schulsozialarbeit mit einbeziehen.

Die Stadt erhofft sich dadurch mehr Kompetenz und Verlässlichkeit. Sie könne als Träger der Sozialarbeit nicht die fachliche Anleitung geben, die für diese Stelle dringend notwendig sei, so Ilk. Zudem sei Doreen Beldner mit vielen Dingen auf sich alleingestellt. Ein Austausch mit anderen Sozialarbeitern könne die Kommune nicht absichern, auch die eingeforderten Ferienangebote könnten nur im geringen Maße durchgeführt werden.

„Wir nehmen die Befürchtungen der Elternsprecherinnen dennoch sehr ernst“, sagte Stadtverordnetenvorsitzende Lutz Möbus (CDU), „denn Schulsozialarbeit ist ein sehr sensibles Thema.“

Von Andreas Staindl

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