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Teltow-Fläming Emotional auf Hochtouren
Lokales Teltow-Fläming Emotional auf Hochtouren
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10:52 21.02.2017
Mitch Ryder (M.) und Engerling in Thyrow. Quelle: foto: andrea von Fournier
Thyrow

Nicht wenige Männer im Publikum, das sich am Sonntagabend in der Kulturscheune zusammengefunden hat, gleichen im Aussehen den Jungs der Band auf der dunklen Bühne: langhaarig, das Gesicht gezeichnet von Lebensjahren. Sie haben sich Zeit genommen, manche den Army-Parka, Lederjacke, Ketten, Armreifen und Ringe rausgeholt. Easy Ryder kommen zu Mitch Ryder. Der amerikanische Sänger tourt, wie in den vergangenen 15 Jahren, mit der Ost-Legende „Engerling“ zwei Wintermonate durch Deutschland und Europa. Meist auf kleinen Bühnen, deshalb auch in Thyrow, überall vor vielen alten Fans, manchmal wenigen neugierigen Jüngeren.

Christoph Stadler will gern mehr junge Leute

Damit tut sich Christoph Stadler schwer, der die Veranstaltungen für die Stadt Trebbin in der Kulturscheune verantwortet. Er würde gern Angebote für junge Leute unterbreiten. Das war bisher nicht von Erfolg gekrönt, weshalb, da gehen die Meinungen auseinander. Doch ein Konzert wie das mit Mitch und den Engerlingen ist fast ein Selbstläufer. Dass mindestens die Hälfte der Besucher die Karten erst an der Abendkasse kauft, daran musste sich Stadler gewöhnen.

Set C gespielt

Während Mitch Ryder mit „Sing you a song“ ganz ruhig das Konzert mit einer Gitarre eröffnet, und selbst später noch, trudeln weitere Zuhörer ein. Diana und Lara sind aus Berlin gekommen, unübersehbar jünger und vom Outfit nicht Teil der Fangemeinde. „Wir kannten Mitch Ryder gar nicht. Aber unsere Eltern, mit denen wir hier sind“, erzählt Diana freudig. Während Bier und Wein, Schnitzel und Bockwurst in den Saal getragen werden, der auf Mitchs Wunsch nur spärlich bestuhlt ist, damit man tanzen kann, haben die Bandmitglieder die Plätze eingenommen und das Programm wird gespielt. Zwei Stunden wird es dauern, ein Knochenjob nicht nur für Mitch, der am Sonntag 72 Jahre alt wird. Beim „Set C“ sind die Musiker jetzt. Das heißt, das ursprüngliche Programm „Set A“, das Ryder und seine deutsche Begleitband vorab besprechen, wurde zweimal angepasst. „Heute ist es nur ein Song, der ausgetauscht wurde“, erklärt Gert Leiser, Manager von Engerling, durch den die Zusammenarbeit von Ryder und Engerling zustande kam.

Neue Studio-CD

Leiser hält Kontakt zu den Veranstaltern und lobt das Verhältnis, das mit Gertrud Klatt nach Thyrow begründet wurde. Diesmal haben die Musiker ihre neue Studio-CD „Stick this in your ear“ dabei. Und noch etwas ist neu: Mitch Ryder wird im Juni 2017 als erster lebender Weißer (nach Elvis posthum) in die Rhythm and Blues Hall of Fame Detroit aufgenommen. „Das krönt sein Lebenswerk und macht ihn glücklich, denn dort sind seine Heroes“, sagt Gert Leiser. Ray Charles, James Brown und andere haben schon Einzug ins Detroiter Museum gefunden.

Wenn man Mitch Ryder zuhört, sich versenkt in die tiefe, kantige Stimme, die aufs trefflichste und exakt an den richtigen Stellen von seiner furios und bis aufs i-Tüpfelchen harmonierenden Band herausgehoben wird, weiß man, dass der Mann die Ehrung verdient. Er hat so viel erlebt – Schlimmes wie totalen finanziellen Ruin, Betäubungsmittel, gescheiterte Ehen, und Schönes wie die erste und die zweite musikalische Geburt – und all das findet auf magische Weise Eingang in seine Stimme, seine Art, Musik zu zelebrieren.

Die Thyrower quittierten Mitchs legendären Rockpalast-Durchbruch-Hit „Ain´t nobody white“ mit ebenso frenetischen Beifall wie den „Türschließer“, den 20-minütigen „Soul kitchen“.

Von Andrea von Fournier

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