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Endstation am leeren Café

Betreiber im Bahnhof Schönefeld gesucht Endstation am leeren Café

In Schönefeld (Gemeinde Nuthe-Urstromtal) steht das Café im Bahnhof wieder leer. Der Eigentümer, die Erlebnisbahn Zossen hofft, dass sich für die kommende Saison 2016 ein neuer Betreiber finden lässt. Der Bahnhof ist die Endhaltestelle für die Draisinen auf der alten Königlichen Militäreisenbahn.

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Im Dornröschenschlaf befindet sich derzeit der Bahnhof in Schönefeld. Für das Café wird ein Betreiber gesucht.

Quelle: Margrit Hahn

Schönefeld. Für die Gaststätte im Bahnhof am Rudi-Dutschke-Platz in Schönefeld wird wieder ein neuer Betreiber gesucht. Das Thema wird offenbar zum Dauerproblem.

Von 2007 bis 2010 hatte Norbert Boenigk dort einen Imbiss betrieben. Doch das Geschäft wollte nicht so recht in Gang kommen. Die erhofften Einnahmen über Draisine-Ausflügler blieben aus. Auch die Schönefelder und Dümder gehörten nicht zum Stammpublikum. Die meisten Einnahmen kamen von auswärtigen Kunden, vor allem von Kraftfahrern, die durch Schönefeld fuhren. Letztendlich gab der Berliner wieder auf (die MAZ berichtete).

Im Anschluss kam eine neue Betreiberin, die den Bahnhof mit einem neuen Konzept aus dem Dornröschenschlaf wecken wollte. Mit viel Engagent und Eigenmitteln wurde der Bahnhof in ein Ausflugslokal verwandelt. Monatelang wurde gehämmert, gebohrt und gestemmt. Der alte Fußboden wurde entfernt und neu gefliest. Das Café-Restaurant erfreute sich seit 2014 bei den Gästen großer Beliebtheit. Doch nach nur einer Saison musste die Betreiberin dieses Jahr aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

Jetzt sucht die Erlebnisbahn GmbH, welche die alte Bahnstrecke 2003 übernahm, einen neuen Betreiber für das liebevoll hergerichtete Café. Wenn es im kommenden Frühjahr wieder losgeht, wünscht sich Geschäftsführer Jörn Schneider wieder Leben im historischen Gebäude. „Es gab inzwischen einige Anfragen aber noch nichts Konkretes“, sagt der Erlebnisbahnchef. Er wünscht sich wieder gastronomische oder touristische Betreuung an diesem Standort. „Man könnte sofort aufschließen und loslegen. Die Größe der Räume lässt auch größere Familien- oder Betriebsfeiern zu “, fügt er hinzu. Begrüßen würde er es, wenn sich jemand aus der Region finden würde, der den Schönefeldern und Gästen wieder einen attraktiven Anlauf- und Treffpunkt bietet. Eine Privatnutzung wird zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen, zumal für den Umbau und die Umnutzung Fördermittel geflossen waren.

Die Erlebnisbahn verfügt über insgesamt vier Bahnhöfe in Zossen und Mellensee, wo sich der Hauptsitz des Unternehmens befindet. Hinzu kommen Schönefeld und Werder. „In Werder können seit Herbst fünf Ferienwohnungen angemietet werden“, sagt Schneider. Jetzt werde noch ein „Bahnhofsvorsteher“ für Schönefeld gesucht – am liebsten als Mieter, aber auch ein Verkauf wird nicht völlig ausgeschlossen.

Der Gemeinde Nuthe-Urstromtal ist sehr an einer weiteren gastronomischen und touristischen Nutzung gelegen. „Das ist eine Bereicherung für die Gemeinde“, sagt Verwaltungsmitarbeiterin Ute Krüger, zumal Schönefeld Endstation der Draisinestrecke sei.

Von Margrit Hahn

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