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Teltow-Fläming Er brachte schon Honeckers Wagen zum Glänzen
Lokales Teltow-Fläming Er brachte schon Honeckers Wagen zum Glänzen
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05:20 23.09.2016
Wischen für den Glanz: Mirko Szidat und seine Frau Mandy haben den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Quelle: Christian Zielke
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Dahlewitz

Vogelkot, Insektenleichen, UV-Strahlung – Autolack muss einiges aushalten. Im Wageninnern entsteht mit den Jahren eine unappetitliche Mischung aus Hundehaaren, Schmutz und Geruch.

Mirko Szidat kümmert sich um die vernachlässigten Autos. Der 35-Jährige poliert stumpfe Lacke auf und sorgt dafür, dass im Innenraum beinahe das Gefühl herrscht, man wäre mit einem nagelneuen Wagen vom Hof des Händlers gefahren. In der Kastanienstraße 1 in Dahlewitz eröffnen Mirko Szidat und seine Frau Mandy am Sonnabend ihren Fahrzeugpflege-Salon. Das Paar hat den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

Szidat war der einzige, der Honeckers Wagen anfassen durfte

Angefangen hat der 35-Jährige als Karosseriebauer. Dort hat er auch seine Liebe zu Oldtimern entdeckt. Diese werden in der Werkstatt nebenan restauriert, wo Olaf Muhl seit diesem Frühjahr den Betrieb „Klassische Automobile Dahlewitz“ führt. Mirko Szidat verpasst den alten, aber auch aktuellen Fahrzeugen den nötigen Glanz.

Zu einem seiner Gesellenstücke zählt der Volvo des früheren DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker, der einem Unternehmer gehört. „Ich war der einzige, der den Wagen anfassen durfte“, erinnert sich Szidat. Bevor er den dunkelblauen Lack poliert hat, musste er die Karosserie komplett zerlegen und wieder zusammenbauen. „Das war etwas Besonderes“, sagt er.

Irgendwann hatte er keine Lust mehr, für das gleiche Gehalt Überstunden zu schieben. Nachdem Kunden ihm immer wieder sagten, dass er sich mit seiner Fähigkeit, auch das letzte Staubkorn rauszuholen, endlich selbstständig machen solle, hat er es einfach irgendwann getan – zunächst mit einer mobilen Fahrzeugpflege beim Kunden und künftig mit eigener Werkstatt. „Den mobilen Service biete ich auch weiterhin an“, sagt er. Seine Kundschaft ist sehr unterschiedlich – vom Geschäftsmann, der den Leasingwagen vor der Rückgabe aufhübschen lässt, um Nachzahlungen zu vermeiden, bis zum absoluten Liebhaber, der sein Gefährt selbst bei Dunkelheit glänzen lassen möchte. „Die ganz Kritischen gehen hinterher mit der Taschenlampe in die kleinste Ritze“, sagt Mirko Szidat. Fündig würden sie meistens nicht.

Info: Der Tag der offenen Tore von Klassische Automobile und Fahrzeugpflege Szidat findet am Sonnabend von 10 bis 17 Uhr statt. Weitere Informationen auf www.fahrzeugpflege-szidat.de

Von Christian Zielke

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