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Erfolge für Fläming und Spreewald

Wettbewerb der Dörfer Erfolge für Fläming und Spreewald

Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat der Flämingort Hohenseefeld den dritten Platz und das Spreewalddorf Straupitz den zweiten Platz im Landesausscheid belegt. Erster wurde Sauen aus dem Landkreis Oder-Spree. Alle drei Dörfer vertreten Brandenburg nun beim Bundeswettbewerb 2016.

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Abordnung aus Hohenseefeld in Pretschen: Hannelore Kuhl, Bärbel Schilo und Sandra Klimaschewski (v.l.).

Quelle: Jan Siegel

Pretschen. Jubel bei den Hohenseefeldern. Beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sind sie aufs Treppchen gekommen. Platz 3 für das Fläming-Örtchen zwischen Jüterbog und Dahme, das den Wettbewerb auf Kreisebene für sich hatte entscheiden können.

Verkündet wurde die Platzierung am Freitagvormittag bei der Final-Veranstaltung in Pretschen (Dahme-Spreewald), das den Titel beim Wettbewerb vor drei Jahren gewonnen hatte. Den Sieg trug das 89-Seelen-Dorf Sauen (Oder-Spree) davon. Das malerische Angerdörfchen, das zur Gemeinde Rietz-Neuendorf gehört, ist für seine Einwohner eben mehr als nur eine Schlafstatt. Seit Jahren engagieren sie sich in der Arbeitsgemeinschaft historische Stadtkerne, setzen auch in Sachen Energie auf Nachhaltigkeit und einen naturnahen Tourismus. In jedem Jahr besuchen beispielsweise mehr als 1000 Kinder den Ort, um sich mit klimarelevanten Effekten eines naturnahen Mischwaldes zu beschäftigen. Es war der Chirurg August Bier, der in Sauen vor 100 Jahren ein forstökologisches Waldexperiment startete. Als Sieger des Dorfwettbewerbes sind die Sauener jetzt um 10 000 Euro reicher.

Die Sektkorken dürften am Freitagabend auch in Straupitz (Dahme-Spreewald) geknallt haben. Die Bewohner der Spreewaldgemeinde erkämpften sich den zweiten Platz beim Landeswettbewerb. „Ich bin mächtig stolz auf unsere Dorfgemeinschaft“, freut sich der Straupitzer Bürgermeister André Urspruch. Es seien die Bewohner, die das dörfliche Leben so lebenswert machten. In Straupitz beispielsweise gibt es 21 aktive Vereine, Vereinigungen und Interessengemeinschaften, die beim Landeswettbewerb gemeinsam an einem Strang gezogen hätten. Und darum geht es beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auch in erster Linie. Entscheidend sind nicht alleine landschaftliche oder architektonische Schönheiten, sondern vor allem auch ehrenamtliches Engagement und die gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten.

Die Hohenseefelder überzeugten die Wettbewerbs-Jury mit ihrem Motto „Die Seele des Niederen Flämings“ und ihrem außergewöhnlichen Engagement für ein lebendiges Dorfleben. Viele Vierseithöfe, teilweise mit Oberlaubenställen, sind durch private Initiativen erhalten worden. Bemerkenswert ist das stetige Einbringen der 40 ansässigen Unternehmen für das dörfliche Gemeinwohl. „Wir haben noch große Pläne“, sagt Ortsvorsteherin Sandra Klimaschewski. Ein altes Polytechnisches Zentrum wollen die Hohenseefelder in ein Dorfgemeinschaftszentrum verwandeln. Es soll sie künftig noch besser mit ihren unmittelbaren Nachbarn in Niederseefeld verbinden. Nur ein Graben trennt die beiden einst getrennten Orte, die vor 65 Jahren fusionierten. Die 3000 Euro Preisgeld werden die Projekte voranbringen können.

Alle drei Dörfer werden beim Bundeswettbewerb im kommenden Jahr mit von der Partie sein. Brandenburgs Landwirtschaftsminister, Jörg Vogelsänger (SPD), ist überzeugt: „Das Herz unserer Dörfer sind die Menschen.“ In Pretschen konnte er Brandenburgs ländlichen Herzschlag gestern deutlich spüren.

Von Jan Siegel

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