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Erfolgreiche Fusions-Geschichte im Fläming

15 Jahre Ihlow Erfolgreiche Fusions-Geschichte im Fläming

Die Geschichte der Gemeinde Ihlow gilt als Erfolgsgeschichte. Vor 15 Jahren taten sich sieben bis dahin eigenständige Dörfer zusammen. Es gelang ihnen, viele Probleme gemeinsam viel besser zu lösen. Der Bürgermeister zieht eine zufriedene Bilanz.

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Werner Schröder, Dietmar Bucke, Ronald Schmidt und Frank Schüler (v. l.) sitzen seit Gemeindegründung in der Ihlower Gemeindevertretung.

Quelle: Uwe Klemens

Ihlow. „Unsere Gemeinde war von Anfang an eine Erfolgsgeschichte“, sagt Bürgermeister Werner Schröder (parteilos). 15 Jahre ist es her, dass die frischgewählten Vertreter der am 31. Dezember 2001 neugegründeten Gemeinde Ihlow dem Illmersdorfer die Geschicke der aus sieben Dörfern bestehenden Kommune übertrugen. Bis heute ist Schröder im Amt. Wenn er auf die eineinhalb Jahrzehnte zurückblickt, huscht ein Lächeln über das Gesicht des 71-Jährigen, der sonst eher für seine Sachlichkeit bekannt ist.

„Das Umdenken, nun nicht mehr nur an das Wohl des eigenen Dorfes, sondern an das der ganzen Gemeinde zu denken, war natürlich ein Prozess, ist uns aber relativ schnell gelungen“, erinnert sich Schröder an die ersten Gemeindevertretersitzungen. Er weiß auch noch, dass es unter den Einwohnern damals auch nicht an Skeptikern mangelte. Die vom Start weg jährlich durchgeführte Gemeinderundfahrt aller Gemeindevertreter half aus seiner Sicht dabei, sich gegenseitig den Blick für die großen und kleinen Sorgen der Nachbarn zu öffnen und sich auf eine Prioritätenliste zu einigen, wo Investitionen am notwendigsten waren und sind.

Bürgermeister Werner Schröder (parteilos)

Bürgermeister Werner Schröder (parteilos).

Quelle: Uwe Klemens

Die erste Großinvestition, zu der sich die Ihlower entschlossen, war 2003 der Ausbau des Feldweges zwischen Illmersdorf und Rietdorf, der heute als wichtige Ortsverbindungsstraße zählt und von Auto- und Radfahrern gleichermaßen rege genutzt wird. Die 34 400 Euro, die aus dem Haushalt in die Maßnahme flossen, waren zwar ein hartes Stück Überzeugungsarbeit, werden aber aus heutiger Sicht allgemein als sinnvolle Investition angeführt. Inklusive Förderung wurden damals 171 400 Euro verbaut.

Sorgsam wurde darauf geachtet, dass im Laufe der Jahre jeder Ort aus dem Haushalt bedacht wurde. Friedhöfe und Trauerhallen, Gehwege und Straßenbeleuchtung, Dorfteiche, Gemeindehäuser, Buswartehäuschen und Spielplätze wurden möglichst gleichmäßig bedacht. „Kein Gemeindevertreter hat heute nur noch den eigenen Ort im Blick“, sagt Schröder. Genau dies sei für ihn das Erfolgsrezept, warum es in der fast schuldenfreien Gemeinde bis heute so gut läuft. Einzig die Schulden des Luckauer Trink- und Abwasserzweckverbandes, die auf die Mitgliedskommunen umgelegt wurden, belasten den Ihlower Haushalt spürbar.

Gemeinde Ihlow im Zahlenspiegel

Das Gründungsdatum der Gemeinde Ihlow ist der 31. Dezember 2001.

Neben dem namensgebenden Ort Ihlow gehören Bollensdorf, Illmersdorf, Karlsdorf, Mehlsdorf, Niendorf und Rietdorf zur Gemeinde.

Die Einwohnerzahl sank, trotz 71 Neugeborener, seit 2001 von 857 auf 708.

Die Summe der getätigten Investitionen aus 15 Jahren beträgt 1 904 000 Euro.

Neben den Baumaßnahmen, für die seit Gemeindegründung Geld in alle Ortsteile floß, wurde auch viel zum Zusammenwachsen der Gemeinschaft getan. Als eine der ersten Kommunen überhaupt beschlossen die Ihlower bereits im ersten Jahr ein Begrüßungsgeld für jedes Neugeborene in der Gemeinde, das es immer noch gibt. Gemeinsame Kinderfeste und Seniorenfeiern, die reihum jedes Jahr in einem anderen Ortsteil stattfinden, erfreuen sich seit 15 Jahren großer Beliebtheit und haben „das Wir-Gefühl der Ihlower“ stark werden lassen, ist Werner Schröder überzeugt.

„All das war möglich, weil die Gemeindevertreter so schnell gelernt haben, über den Tellerrand zu schauen und an einem Strang zu ziehen. Zudem standen uns in den Dörfern Ortsbeiräte und viele der Einwohner mit Rat und Tat zur Seite“, sagt er, „deshalb blicken wir mit Optimismus in die Zukunft.“

Von Uwe Klemens

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