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Erholung für Tschernobylkinder

Dahme Erholung für Tschernobylkinder

Von der Tschernobylkatastrophe wissen die heutigen Kinder in Weißrussland nur wenig. Doch noch immer strahlt alles, was sie umgibt. Drei Wochen dürfen sich einige von ihnen nun in Dahme erholen – ein schon lange gepflegtes Projekt.

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Kegeln macht Kindern und Betreuern Spaß.

Quelle: Uwe Klemens

Dahme. „Alles, was wir den Kindern an Gutem tun, können wir nur tun, weil uns so viele dabei helfen.“ Die Augen von Monika Petras beginnen zu leuchten, sobald sie von „ihren Kindern“ und „unseren Unterstützern“ spricht. 23 Jahre ist es her, dass der gerade frisch gegründete Dahmer Arbeitskreis „Die Kinder von Tschernobyl“ zum ersten Mal weißrussische Kinder zum Erholungsaufenthalt einlud. Nun ist erneut eine Gruppe Acht- bis 12-jähriger Weißrussen in der Flämingstadt zu Gast.

Tradition seit 25 Jahren

„Und das schon zum 25. Mal“, freuen sich Monika Petras und Ilka Pietsch, die Anfang der 90er Jahre zu den Mitbegründern des Arbeitskreises gehörte. „Kein Jahr, dass wir nicht mindestens eine Kindergruppe zu Gast hatten, in einigen Jahren waren es sogar zwei. Mit dem Begriff „Ausnahmezustand“ lässt sich treffend beschreiben, was der Besuch den Arbeitskreismitgliedern sowohl emotional als auch organisatorisch abverlangt.

Seit knapp zwei Wochen leben die ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises im Ausnahmezustand. Wenn auch das anstrengende und zeitaufwendige Sammeln von Spenden vorher erfolgt, bleibt während des dreiwöchigen Aufenthaltes genug zu tun. Quartiere müssen hergerichtet und in Ordnung gehalten werden, Essen muss gekocht und die täglichen Unternehmungen müssen vorbereitet und begleitet werden.

Verein trifft auf große Hilfsbereitschaft

„Überall, wo wir hinkommen, sei es, um Spenden zu erbitten oder einen Ausflug oder eine Besichtigung zu vereinbaren, werden wir mit offenen Armen empfangen“, freut sich Monika Petras über die große Hilfsbereitschaft. „Dass wir abgewiesen wurden, kam nur selten vor – das schenkt uns die Kraft, die wir dann gerne an unsere Kinder weiterverschenken.“

Auch die Stadt zählt zu den Unterstützern und spendiert freien Eintritt ins Schwimmbad, was bei den derzeitigen Temperaturen gut ankommt. Neben Besichtigungen des Museums und von Dahmer Firmen gibt es Ausflüge nach Tropical Islands, nach Berlin und in die Flämingtherme, wo die Kinder schon seit Jahren freien Eintritt haben.

Viele Unterstützer in der Region

Auch in der Region finden sich viele Unterstützer. Der Mehlsdorfer und der Görsdorfer Heimatverein, die den Kindern einen schönen Tag bereiteten und das Abschiedsfest organisieren werden, gehören dazu.

In einer Woche machen sich die Mädchen und Jungen dann, aufgetankt mit unverstrahlten Vitaminen und Lebensfreude, auf den Heimweg. Kartons voller Geschenke nehmen sie mit.

Von Uwe Klemens

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