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Teltow-Fläming Tropical Islands: Riesen-Fluss ab dem Frühjahr
Lokales Teltow-Fläming Tropical Islands: Riesen-Fluss ab dem Frühjahr
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09:38 04.01.2016
Der neue Wildbach schlängelt sich vor der Südseite der Halle entlang. Nun wird mit der Beschichtung des Betonkanals begonnen. Quelle: Karen Grunow
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Brand

Rombout Senden sieht zufrieden aus. „Wir haben bisher nur eine Woche Verzug, weil es im Sommer zu heiß war und wir nicht betonieren konnten“, erzählt der technische Projektleiter der aktuellen Baumaßnahmen in der tropischen Erlebnis- und Saunawelt Tropical Islands in Brand. Allein 2015 hat das Unternehmen, deren Mehrheitsgesellschafter die malaysische Tanjong Public Limited Company ist, 25 Millionen Euro in Brand investiert, berichtet Unternehmenssprecherin Janet Schulz: „Das umfasst den Bau des Außenbereiches Tropical Islands Amazonia, die weiteren 60 Mobile Homes, die Neuerungen und Umbauten in der Halle wie Südsee und Lodges sowie die Revitalisierung der Halle.“

Riesige Baustelle direkt vor der Halle

Während Baumaßnahmen im Inneren der gigantischen Halle, die einst für den Bau von Zeppelinen entworfen worden war, von den Tropical-Islands-Gästen nur am Rande wahrgenommen werden, beherrscht eine riesige Baustelle den Bereich direkt vor der Halle. Dort an der Südseite der Halle entsteht eben jenes Amazonia, ein 35.000 Quadratmeter großer Außenbereich, der auch im Winter genutzt werden kann. Spektakulärer Mittelpunkt der Anlagen wird der Wildbach sein, ein Strömungskanal von etwa 250 Metern Länge, der einen Niveauunterschied von dreieinhalb Metern aufweist. Wer von der Halle über den neuen Zugang – eine verglaste Brücke – zum Außenbereich gelangt, kann dann gleich in diesen Wildbach eintauchen. Der beginnt im sogenannten Eingangsgebäude, von dem aus sich den Besuchern ein erster erhöhter Rundumblick über das Außengelände bieten wird.

Der neue Wildwasserfluss nimmt bereits Form an. Quelle: Grunow

Die neuen Außenbecken sind bereits fertig

Wer will, kann zunächst in Richtung Liegewiese, zum Wasserspielplatz oder zu den Sportbereichen gehen. Zwei große Schwimmbecken sind bereits installiert. „Wir denken langfristig und haben uns deshalb für Edelstahlbecken entschieden“, sagt Rombout Senden. Nur wenige Firmen, sagt er, können so etwas bauen in diesen Dimensionen – 390 und 530 Quadratmeter Wasseroberfläche. Vom Prinzip könnten diese beiden Becken schon betrieben werden, „die sind komplett fertig, auch die Anbindung an die Wassertechnik ist fertig“, erklärt der Projektleiter. Das größere soll genau wie der Wildbach zu jeder Jahreszeit nutzbar sein. Ein enormer technischer Aufwand. Denn im Winter wird das Wasser nachts in unterirdische Speicherbecken abgelassen. „Es dauert morgens eine Stunde, bis die Becken wieder befüllt sind“, erklärt Senden, der seit September 2014 für das Tropical-Islands-Planerteam arbeitet.

Direkt vor der Halle wird kräftig gebaut Quelle: Grunow

Im Frühjahr, so das Ziel, soll Amazonia eröffnet werden. Aufgrund der bislang milden Witterung konnte sogar schon der Rollrasen für die Liegewiese ausgelegt werden, erste Bäume wurden gepflanzt. Als Sicht- und Windschutz wurden Wälle am Rande des Areals aufgeschüttet. Auch wenn derzeit noch die Baufahrzeuge kreisen und der Wildbach bislang eine rohe Betonrinne ist: Allmählich ist vorstellbar wie das Gelände aussehen wird, das dem Tropical Islands einmal mehr Superlative beschert – „der längste Wild-Water-River in Deutschland“, stellte Tropical-Islands-Geschäftsführer Jan Janssen beim Richtfest Anfang November fest.

Mitte Januar soll es einen ersten Probelauf geben

Mittlerweile ist der Kanal eingehaust, denn die Firmen, die den Beton beschichten, brauchen dafür Trockenheit und eine Temperatur von mindestens zehn Grad Celcius. „Mitte Januar“, hofft Rombout Senden, „können wir einen ersten Probelauf machen.“

Das Eingangsgebäude zu Amazonia ist ein reines Funktionsgebäude; hier ist die Wassertechnik untergebracht. im Außenbereich selbst wird ein weiteres Technikgebäude entstehen, in dem es auch gastronomische Angebote geben soll. Außerdem entsteht für die gesamte Erlebniswelt gerade ein neues Wasserwerk. Mit weiteren Bauarbeiten im Inneren der Halle sollen die Tropenbesucher möglichst nicht gestört werden. „Draußen ist es eine technische, drinnen eine logistische Herausforderung“, fasst Rombout Senden zusammen, „das bedeutet, es muss eine enge Zusammenarbeit aller Abteilungen geben.“

Rombout Senden ist der technische Projektleiter für die aktuelle Erweiterung des Tropical Islands. Quelle: Grunow

Tropical Islands träumt von 9000 Betten

Und auch künftig wird weitergebaut, denn für die gesamte Fläche um die Halle, einst ein von den Sowjets genutzter Militärflugplatz, existiert ein weitreichender Masterplan. Am Rande der riesigen offenen Fläche sollen Feriendörfer entstehen, außerdem ein Hotel der Fünf-Sterne-Kategorie, so dass irgendwann rund 9000 Betten in der tropischen Halle und im Umfeld zur Verfügung stehen.

Schon heute besuchen viele der Badegäste das Tropical Islands nicht nur für einen Tag, sondern mieten sich ein auf dem Zeltplatz, in den Mobile Homes, in den Lodges in der Halle oder in Wigwams, die auch in der Halle stehen, ein. Etwa 30 Prozent der Besucher übernachten in Brand. Mittlerweile kommen rund 20 Prozent aller Gäste aus dem Ausland.

Von Karen Grunow

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