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Erst Flaute, dann Ansturm

Tourismussaison steigerte sich erst ab August Erst Flaute, dann Ansturm

Ein langer Sommer, dann noch der goldene Herbst – da müssen doch die Gastronomen und Hoteliers der Region jubeln. Doch der Rückblick auf die Saison fällt gemischt aus. Schuld ist der lang andauernde Winter zu Anfang des Jahres.

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Dietmar Gutzeit vom Hotel "Am Sutschketal" in Bestensee ist trotz der Einbrüche zufrieden.

Quelle: G. Irmscher

Königs Wustershausen. Der lange Winter sorgte laut Einschätzung der Tourismusverbände zunächst für einen schlechten Umsatz. „Klar, wer will auch schon bei Schnee und Eis draußen im Café sitzen?“, meint Traugott Heinemann-Grüder, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fläming.

Zwei Monate später als in den Vorjahren sind die Betriebe dann in die diesjährige Sommersaison gestartet. Und als dann endlich im Mai die ersten Besucher die Hotels, Pensionen und Ausflugsrestaurants stürmten, machte die nächste Wetterkapriole den Tourismusbetrieben in einigen Gegenden Deutschlands das Leben schwer: Dauerregen und damit verbunden – Hochwasser. Das blieb auch für die Regionen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming nicht ohne Folgen. „Obwohl wir gar nicht von dem Hochwasser betroffen waren, haben unzählige Touristen wegen des Hochwassers ihre Zimmer storniert“, erzählt Heinemann-Grüder.

Sylvia Klossek, die in der Touristinformation Dahme-Seen in Königs Wusterhausen tätig ist, berichtet Ähnliches. „Viele Leute dachten aus irgendwelchen Gründen, das ganze Bundesland ist von dem Hochwasser betroffen. Dabei sind wir unglaublich weit davon entfernt“, sagt sie. Den Umständen entsprechend sei sie auch verwundernd gewesen, als sich die Branche dann doch noch erholte und die Besucherzahlen in die Höhe schossen. Im August wurde es sommerlich heiß und die Touristen stürmten die Unterkünfte. Sylvia Klossek fasst zusammen: „Wir hatten dann doch noch einen guten Sommer, einen guten Herbst, am Ende können wir uns eigentlich nicht beschweren.“

Auch Roy Augustin, Geschäftsführer des Residenzhotels am Motzener See, kann das für sein Haus bestätigen. Im Frühjahr habe noch alles nach der schlimmsten Saison in der Geschichte seines Hotels ausgesehen. Doch dann erholte sich das Wetter und mit den Besucherzahlen ging es wieder aufwärts. „Ganz aufholen konnten wir den Einbruch zwar nicht, aber wir sind ziemlich nahe dran“, sagt der Hotelchef. Traugott Heinmann-Grüder weiß aus Erfahrung, dass Einbrüche nicht so schnell wieder aufzuholen sind. Die Betriebe könnten froh sein, wenn sie am Ende des Jahres mit „plus/minus null“ rausgehen. Ihr Fazit: „Dieses Jahr ist touristisch ein schwieriges Jahr.“

Dietmar Gutzeit, Geschäftsführer des Hotels „Am Sutschke-Tal“ in Bestensee, gehört zu jenen, die offenbar etwas mehr Glück hatten. Auch hier sind die Besucher zunächst weggeblieben. „Doch dann ging es richtig los“, sagt er. Das Geschäft im August sei besser gewesen als in all den Jahren zuvor. Gutszeit sagt: „Das liegt an all den Berlinern, die dann doch noch raus aufs Land gefahren sind.“ Auch Sabrina Kuhl, Chefin der Alten Mühle in Friedersdorf, ist zufrieden mit der Saison. Schlechtes Wetter störte nicht. Weniger Gäste gab es nur, als die Brücke in Bindow gesperrt war.

Von Marion Schulz

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