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Erste Klassen in Großbeeren extra groß

Bürgermeister sauer über fehlende Lehrerstelle Erste Klassen in Großbeeren extra groß

Der Großbeerener Bürgermeister Carl Ahlgrimm ist sauer: An der örtlichen Grundschule kann keine vierte erste Klasse eingerichtet werden, obwohl das bei 76 angemeldeten ABC-Schützen eigentlich nötig wäre. Grund dafür: Das Land hat keine Lehrerstellen mehr. Gleichzeitig wächst das Hortproblem der Gemeinde: In dem eigentlich nur für 140 Kinder gebauten Hort sind jetzt 226 angemeldet.

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Die Ottfried-Preußler-Schule in Großbeeren

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren. Das Hortproblem in Großbeeren wird immer größer – nach Anmeldeschluss steht jetzt fest: Ab Montag wollen Eltern 226 Kinder im Hort Groß-Bärenkinder betreuen lassen, doch trotz aller Kopfstände der Gemeinde haben maximal 204 Kinder Platz. Vor den Ferien waren es täglich bis 200 Kinder, das ging ohnehin schon nur mit Ausnahmegenehmigung. Gebaut ist der Hort mit 140 Plätzen, wie berichtet scheiterte vorige Woche die dritte Ausschreibung für einen Neubau. Derzeit gibt es Krisensitzungen auf etlichen Ebenen, am Donnerstag befasst sich der Gemeinderat wieder mit dem Thema.

Doch die stark wachsende Gemeinde hat jetzt ein weiteres Problem im Grundschulbereich. Eine Information von Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) sorgt für Empörung bei Gemeindevertretern: In Großbeeren werden am Wochenende 76 ABC-Schützen eingeschult. „Laut Richtlinie sind Klassenstärken von 25 Schülern nicht zu überschreiten. Aber Großbeeren darf keine vier erste Klassen bilden“, teilt der Bürgermeister dem Hauptausschuss mit, „wir bekommen nur drei erste Klassen“.

Die Otfried-Preußler-Schule für Grund- und Oberschüler ist Pilotschule für Inklusion. Ahlgrimm hat mit den zuständigen Behörden sehr lange und sehr viel telefoniert, ihn macht die Begründung wütend: „Es kann keine weitere Stelle freigegeben werden, weil es keine Haushaltsverstöße geben darf, und das neben diesem Milliardengrab“, sagt Ahlgrimm. Er meint den Flughafenbau. „Ich wäre viel ruhiger geblieben, wenn er gesagt hätte, er finde keinen Bewerber für die Stelle.“ Ahlgrimm wurde vom stellvertretenden Leiter der Regionalstelle Brandenburg des Landesamtes für Schule und Lehrerbildung informiert.

Im Bildungsministerium verweist man auf die Grundsätze zur Klassenbildung. Die lassen eine Bandbreite von 15 bis 28 Kinder je Klasse zu, wie Ministeriumssprecher Florian Engels erklärt. Der obere Wert dürfe in besonderen Fällen überschritten werden, wenn es keine anderen Lösungen gibt, so Engels. Und er sagt: „Es gibt im neuen Schuljahr in Hennigsdorf sogar eine Klasse mit 32 Kindern. Das finden auch wir nicht gut, geht aber leider nicht anders.“

Von Jutta Abromeit

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