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Erster B102-Abschnitt ist fast fertig

Ausbau der Dahmer Ortsdurchfahrt Erster B102-Abschnitt ist fast fertig

Im Flämingstädtchen Dahme wird seit vorigem Jahr an der Ortsdurchführung der Bundesstraße 102 gearbeitet. Das Projekt ist nicht zuletzt deshalb komplex, weil die Straße durch die historische Altstadt führt. Der erste Bauabschnitt neigt sich dem Ende entgegen. Nächstes Jahr soll gleich der zweite Abschnitt folgen.

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Der Asphalt auf der Fahrbahn vor dem Rathaus in Dahme ist schon drauf. Jetzt werden die Gehwege gebaut.

Quelle: Andreas Staindl

Dahme. Der grundhafte Ausbau der Ortsdurchfahrt der B102 in Dahme macht sichtbare Fortschritte. Die Bauarbeiten zwischen der Grünstraße und dem Rathaus gehen voran. Dieser Abschnitt steht vor der Fertigstellung. Die Fahrbahn dort ist schon asphaltiert.

Derzeit wird am Unterbau für den Gehweg sowie der Pflasterung gearbeitet. Der Weg auf der Rathausseite soll bis Weihnachten fertiggestellt sein wie Torsten Wiemer auf MAZ-Nachfrage sagt. Wie der zuständige Dezernatsleiter für Straßen- und Brückenbau beim Landesbetrieb für Straßenwesen in Cottbus weiter erklärt, wird anschließend am Gehweg auf der anderen Straßenseite weitergebaut, vorausgesetzt das Wetter lässt es zu. Die Zufahrten und Zugänge für Anwohner und Gewerbetreibende würden in jedem Fall gewährleistet, auch wenn der Bau eine Winterpause einlegen müsse.

Gute Nachrichten auch für Anlieger: Sie können Torsten Wiemer zufolge die Baustelle bereits befahren. Für alle anderen Fahrzeugführer bleibe die innerörtliche Umfahrung über die Karl-Liebknecht-Allee bestehen. Für Lastkraftwagen gelte weiterhin die großräumige Umleitung über die Bundesstraße 87. Die Umfahrung bleibe bis zu Sommer des nächsten Jahres erhalten. Dann soll dem Dezernatsleiter zufolge der gesamte Verkehr wieder durch Dahme rollen.

Zuvor wird noch ein weiterer Abschnitt der Ortsdurchfahrt grundhaft ausgebaut – von den Leitungen im Erdreich über die unteren Tragschichten bis zur Asphaltdecke und den Grün- und Gehwegbereichen. Ziel ist es, diesen Bauabschnitt zwischen dem Rathaus und der Luckenwalder Straße nach der Winterpause zu realisieren.

Der gesamte Ausbau der B102 in Dahme ist dann allerdings noch nicht beendet; er soll bis zur Herzberger Straße weitergeführt werden. „Wir wollen zeitnah weiterbauen“, sagt Torsten Wiemer. „Geld dafür steht zur Verfügung, die Bauaufträge müssen allerdings noch vergeben, Details geklärt werden.“

Seit dem Frühjahr 2014 wird die Bundesstraße in Dahme ausgebaut. Der enge Bauraum im ersten Abschnitt zwischen der Dahme-Brücke und der Grünstraße hatte zu Verzögerungen geführt. Zudem lagen Medien wie Kabel und Leitungen dort nicht wie angenommen in der Erde. „Wir haben auf engstem Raum gearbeitet“, erklärt Torsten Wiemer. „Im jetzigen und dem folgenden Abschnitt ist deutlich mehr Platz, kann effektiver und schneller gearbeitet werden.“

Auch die Gebäudesicherung im ersten Bauabschnitt hatte zusätzlich Zeit beansprucht. Eine bis zu 50 Zentimeter starke Betonschürze soll die dicht an der Fahrbahn stehenden Häuser entlang der B102 vor Schäden durch den Straßenverkehr schützen. Archäologen begleiten die Arbeiten in Dahme. „Spektakuläre Funde gab es bisher nicht“, sagt der Dezernatsleiter, „gefunden wurde lediglich ein Knüppeldamm – eine übliche Befestigung im Mittelalter, wie sie zuvor auch schon in vergleichbaren Städten entdeckt wurde.“

Etwa 2,7 Millionen Euro betragen die Gesamtkosten des grundhaften Ausbaus der Ortsdurchfahrt. Während der Baumaßnahme werden auch die Trinkwasserleitung und Regenentwässerungsanlagen erneuert sowie ein Schmutzwasserkanal zur abwassertechnischen Erschließung der angrenzenden Grundstücke hergestellt. Zudem wird die Straßenbeleuchtung neu gestaltet.

Die Bundesstraße führt in Dahme durch den denkmalgeschützten Bereich des historischen Stadtkerns. Der jetzt realisierte Ausbau der maroden Ortsdurchfahrt und Nebenanlagen wurde seit Anfang der 1990er Jahre diskutiert. Streitpunkt war unter anderem, ob Asphalt oder historische Pflastersteine verwendet werden sollten.

Von Andreas Staindl

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