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Erster Nachtflohmarkt ein voller Erfolg

Sperenberg Erster Nachtflohmarkt ein voller Erfolg

Der erste Nachtflohmarkt in Sperenberg hat die Teilnehmer und Besucher überzeugt. Vom Kinderspiel bis zu Glaskunst gab es vieles zu kaufen. Organisiert haben den Markt zwei Freunde aus dem Dorf.

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Linda Hoffmeister, Laura Ofschanni und Julia Limpächer (von links) mit Schätzen aus ihren Kinderjahren.

Quelle: Gudrun Ott

Sperenberg. Der erste Sperenberger Nachtflohmarkt hat am Sonnabend im Saal des Alten Krugs stattgefunden. Die Idee dazu hatten Jan Limpächer und Bert Daske, die vor Jahren mit dem Stecken von Krokussen rechts und links der Durchfahrtsstraße für ein „aufblühendes“ Sperenberg gesorgt hatten. „Es ist unsere Heimat, darum engagieren wir uns“, sagte der 45 Jahre alte Limpächer und rückte am Trödelstand Kindersitz, Feuerschale und Motorradteile zurecht, während Freund Bert draußen vor der Tür den Grillstand betreute. Es sollte niemand hungrig bleiben.

Via Internet und mit Plakaten im Ort hatten sie zum Nachtflohmarkt aufgerufen. Das sei mal etwas anderes, Flohmärkte tagsüber gebe es inzwischen zur Genüge, hieß es. Sperenberger wie Matthias John fanden sich ein und lobten die Initiative. „Nun ist doch mal was los am Wochenende“, meinte der junge Mann schmunzelnd.

Kinderbücher, witzige Faschingsbrillen, handgeschliffene Gläser

Neun Händler waren gekommen, hatten Stände aufgebaut. Mit von der Partie waren Linda Hoffmeister, Laura Ofschanni und Julia Limpächer. Die drei 20 Jahre alten Freundinnen hatten aus den Schubladen und Schränken ihrer Kinderzimmer längst Vergessenes hervorgeholt. Es fanden sich alte Kinderbücher, witzige Faschingsbrillen und das einst preisgekrönte Spiel „Zicke Zacke Hühnerkacke“ für Kinder ab vier Jahren. Böhmische Glaskunst, handgeschliffene Gläser, wertvolles Porzellan gab’s nebenan bei Detlef Lange. Der Rangsdorfer, der noch nie auf einem Flohmarkt war, wollte sich vom Geschirr aus Familienbesitz trennen. „Junge Leute stellen sich das doch heutzutage nicht mehr hin“, erklärte er einer Dame mittleren Alters, die eine Tischstanduhr begutachtet.

Omas metallene Wärmflasche und andere Dinge aus Vorkriegszeiten bot Hobby-Trödler Mirko Rose aus Luckenwalde an. An seiner Seite war der Trebbiner Ronny Kraatz. Ihm gefielen die besondere Atmosphäre und die vielfältigen Angebote des Abends. „Es ist für jeden Geschmack etwas dabei“, sagte er. Es gab dicke Wälzer mit Sprichwörtern und Bücher aus Deutschlands ehemaligen Kolonien. Darüber hinaus viele alte Blechschilder. Eines warb für das Brauen von Schwarzbier: „Sachsens schwarze Kunst“.

Die Freunde haben noch weitere Ideen

Die Besucher bezeichneten den ersten Nachtflohmarkt als Erfolg und wünschten sich unbedingt eine Fortsetzung. Die Initiatoren verrieten, dass ein weiterer Termin auch in diesem Saal stattfinden könnte. Und sie haben noch mehr vor, an Ideen mangele es nicht: „Unsere Freundschaft ist die Grundvoraussetzung für unser Engagement“, erklärte Daske. In diesem Jahr wollen sie am Rastplatz auf den Gipsbergen einen Ständer für Fahrräder installieren. Die Wanderwege und deren Ausschilderung zu verbessern, ist ihnen wichtig. Der Tourismus solle gezielt gefördert werden, merkte Limpächer an. „Beide sind wir heimatverbunden“, sagte Daske.

Von Gudrun Ott

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